Olivenbaum kämpft ums Überleben in Italien, Griechenland und Spanien

Nachdem man durch die weltweite Berichterstattung an Wetterkatastrophen gewöhnt ist und entsprechend abgestumpft wurde, so daß auch die aktuelle Sturmserie in den USA zu Rosenmontag 06. März 2019 nur eine Randnotiz Wert war, schrecke ich förmlich auf über die KATASTROPHALEN Auswirkungen der Wetterkapriolen 2018: In Italien, Griechenland und Spanien ist die OLIVENERNTE 2018  um 40 – 50 %, also grob die HÄLFTE, gesunken oder vielmehr ausgefallen.

Ein deutscher Michel mit geostrategischem Weitwinkelblick sagt jetzt natürlich: “Na, und? Dann wandert die Olive eben von Italien, Griechenland und Spanien NORDWÄRTS nach Frankreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien  und Ukraine!”

Das wäre eine DENKMÖGLICHKEIT, die wahrscheinlich schon irgendjemand in irgendwelchen Agrar-Statistikfirmen und Agro-Thinktanks durchgerechnet hat – und da sollten VIELE “Anpassungsen” und “Umstellungen” möglich  und machbar sein. In Deutschland hat man schon seit vielen Jahren angefangen, den WALD “umzubauen” – also ANDERE Baumsorten anzupflanzen -, ANDERE WEINREB-Sorten zu nehmen – und wir haben in Deutschland jetzt schon grossflächig BEWÄSSERUNGSANLAGEN.

Das ist alles schön und gut und bestimmt nicht dumm gedacht und getan!

Wäre da nicht noch etwas, was im Jahr 2018 an sich hätte STARK AUFFALLEN müssen und sollen: das EXTREME FLUSS-NIEDRIGWASSER. Fluss-Niedriegwasser 2018 hat nämlich in 2018 die RHEIN-SCHIFFFAHRT MASSIV GESTÖRT und dadurch EINKOMMENS-AUSFÄLLE verursacht und in einigen wenigen Fällen sogar PRODUKTIONSSTILLSTÄNDE, weil auf dem Rhein die ERFORDERLICHEN ROHSTOFFMENGEN nicht mehr angeliefert werden konnten.

Der Rhein ist allerdings ein SONDERFALL, weil die schon seit Napoleon einsetzende INTERNATIONALISIERUNG des Rheins seine MASSIVE KOMMERZIALISIERUNG und einen sehr MASSIVEN EINFLUSS auf INDUSTRIEANSIEDLUNGEN und INDUSTRIE-STANDORTE ausgeübt hat.

Wenn wir also von der OLIVE ausgehend ein TROCKENHEITSPROBLEM am NÖRDLICHEN MITTELMEEHRUFER bemerken, das auch in 2018 durch EXTREME HEISSTEMPERATUREN aufgefallen ist, dann gehen wir wahrscheinlich nicht zu weit, wenn wir dann einmal AUSDENKEN, was eigentlich passieren würde, wenn der RHEIN  – die Weser, die Elbe – und die WEICHSEL/Vistula nicht mehr das ganze Jahr schiffbar wären – oder vielelicht sogar wie ein Halbwüsten-WADI zeitweise AUSTROCKNEN würden … ?!

Ja, dann wäre hier aber was los … Dann hätten wir WIRKLICH ein paar Probleme …

Wann könnte das passieren? Na ja, ab 2030 – 2050?

Aber 2050 haben wir wahrscheinlich ein NOCH VIEL GRÖSSERES Problem, nämlich ein ANSTEIGEN des MEERESSPIEGELS wegen Abtauens des Eisschildes in GRÖNLAND und in der ANTARKTIS – und dann werden Städte wie Bremen, Rostock, Berlin, Antwerpen, Rotterdam, Le Havre und andere wahrscheinlich ÜBERSCHWEMMT und  UNTERGEGANGEN sein … oder auch nicht! Ich wiederhole noch mal langsam zum Mitschreiben: Es gibt KEINE und überhaupt keine Garantie, daß im Jahre 2050 die Städte Berlin, Paris und London  und deren MEGACITY-AGGLOMERATIONEN nicht vom MEER überschwemmt sein werden, also NICHT MEHR in der heutigen Form DA SEIN WERDEN  – so daß wir also für Britannien, Frankreich und Deutschland SCHON JETZT nach ERSATZ-Hauptstädten Ausschau halten sollten … HOPPLA!

Und dann – also 2030-2050 – werden wir eine VERLEGUNG des OLIVENANBAUS in “nördliche Richtungen” sehr wahrscheinlich als ein KLEINES RANDPROBLEM “einschätzen” …

Nur eines verstehe ich wirklich nicht: Man hat in SPANIEN in der Gegend von VALENCIA (oder Alicante, Murcia, also am Rande des spanischen Gebirges der “Sierra Nevada”) RIESIEGE Oliven-Industrieplantagen NEU angelegt, und holt dort TECHNISCH das benötigte Wasser aus bis zu 300 Metern Tiefe aus einem “Wasserreservoir”, das in der letzten Eiszeit vor ungefähr 11.000 Jahren entstanden ist – und aktuell NICHT AUFGEFÜLLT oder NACHGEFÜLLT werden kann.

Man beachte bitte: Ich behaupte hier NICHT, daß die VIELEN PHÄNOMENE mit so etwas wie einem  THEORIE-Versuch  über KLIMAWANDEL und einem THEORIE-Versuch  der ERDERWÄRMUNG zu tun haben oder haben könnten – oder nicht. Denn wenn DERARTIG VIEL AKTUELL und JETZT PASSIERT, dann benötigen wir keine Theorien mehr, egal wie gut oder schlecht begründete Theorien und PLANRECHNUNGEN und WETTER-SIMULATIONEN: DANN MÜSSEN WIR WAS TUN!

Ich traue mich fast gar nicht, es zu sagen: Wenn wir in unserem GESAMTEN SONNENSYSTEM sehr MASSIVE ÄNDERUNGEN auf ALLEN HAUPTPLANETEN beobachten – und sogar durch die neuen NASA-weltraumbasierten Teleskope besser beobachten können als jemals zuvor -, dann sind wir NICHT ÜBERRASCHT, daß auch auf dem Planeten ERDE “irgendetwas passiert” … oder?

Buike Science And Music

About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
This entry was posted in climate changing, culture, economics, history, science and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.