Neuss-Kevelaer mit Fahrrad – 140 km an einem Tag – absolut machbar – 03-06-2018

Kevelaer – Marienbasilika

Heute – 03.06.2018 – habe ich etwas getan, was ich noch nie getan habe: Ich bin noch mal eben schnell vor meinem 65. Geburtstag mit dem Fahrrad von Neuss nach Kevelaer zum Ostkirchentag, was in google maps Routenplaner – Willich, Tönisvorst, Kempen, Aldekerk, Geldern, Kevelaer –  ungefähr 64 km hin  sind, mit Rückfahrt und einigen “Umwegen”  also fast 140 km. Die Hinfahrt habe ich sogar fast in der Zeit der Auskunft von google maps geschafft, nämlich in 3:20 (3 Std. 20) .

Neuss – Kevelaer – Fahrrad – Direktroute 64 km – 3:20:00 – fast durchgehend mit Radwegen

Klammer auf: NICHT OHNE VORBEREITUNG NACHMACHEN!

  • Regelmässig mindestens 1 Stunde möglichst jeden Tag DRAUSSEN sein (besonders wegen Gewöhnung an das augenblickliche “subtropische” Klima) und einen “normalen” Durchschnittslevel von 20 km/Tag versuchen .
  • Vorher längere Strecken fahren (letzte Woche war ich mit Fahrrad in Köln hin/zurück ungefähr 90 km).
  • Rücken-Dehnungsübungen der SPORTLER machen, unter anderem wegen der KNIE! Beide Übungen VARIIEREN al gusto!
  •    (Eventuell Übungen zu ISG-Blockade versuchen Iliosakralgelenk, erster, “unterster” Rückenwirbel -youtube googlen – oder eventuell nicht!)
  • Gangschaltung zweckmässig BENUTZEN – unter anderem wegen der Knie – und wegen der Fahrrad-KETTE.
  • Essen mitnehmen nicht notwendig (am Zielort essen) , aber ans TRINKEN denken!

Klammer zu!

Gnadenbild von Kevelaer – Typ “Consolatrix Afflictorum”, Luxemburg

Papst Johannes Paul II. in Kevelaer – Bronzeplakette vor dem Gnadenbild im Strassenpflaster

Die Rückfahrt habe ich langsamer angehen lassen und dabei auch etwas andere Routen benutzt, weil einfaches Geradeausfahren nämlich  unter Umständen langweilig sein kann.

Kevelaer – Russisch Orthodoxe Kapelle (St. Johannes)

Ich habe diesen Besuch beim Ostkirchentag mit einer ukrainisch-griechisch-katholischen Liturgie übrigens nicht einfach “ins Blaue” gemacht, sondern auf Grund einer Art “Eingebung” und weil ich von meiner Mutter her für “ukrainische Angelegenheiten”, wie man heute sagt, “sensibilisiert” bin. Ich hatte dann heute in Kevelaer die unerfreuliche Gelegenheit, die vom Erlösungswillen Jesu Christi her total unerleuchteten Animositäten von “Christen untereinander” zu bewundern – und zwar am eigenen Leib, weil ich ein “folkloristisches” Hemd trug, das man mir geschenlkt hat (!), das für jemanden ziemlich Ungebildeten aus der Ukraine “zu russisch” aussah.

Im übrigen bin ich aktuell im Zuge anderer Recherchen kürzlich auf zwei Stichworte gestoßen, die mich auch aufregen würden, wenn ich “Ukrainer” wäre, nämlich “Bund des russischen Volkes” / Союз русского народа (moskowitisches Ukraine-Problem ab ungefähr 1905)  und “Holodomor” (1932)  – Stichwort “Wlassow-Armee” (1945)  ist derartig “heikel” und “trudno” / “schwierig”, daß ich es nur mit etlichen Bedenken bringe.

Klammer auf: (Die Kenntnis der Vyshyvanka-HemdMUSTER der einzelnen ukrainischen OBLAST-Regionen ist auch bei Ukrainern selbst nicht allgemein und auch nicht vollständig genug bekannt. Noch weniger ist bekannt, daß ukrainische “folkloristische Muster” STARKE Ähnlichkeiten mit anderen “folklorisitschen Mustern” haben – und zwar bis hin in die Schweiz oder nach Finlland und Norwegen – und natürlich bis nach Belorus und Südpolen!)  Klammer zu!

Gottlob sind die Zeiten Stalins vorbai, wo man mit Gefängnis und schlimmerem BESTRAFT wurde, wenn man sich unvorsichtig über die “Kiever Rus” äusserte, weil die nämlich Herrn Stalin “nicht russisch genug” war. (Und SELBSTVERSTÄNDLICH habe ICH kurz in der “russisch-orthodoxen Kapelle” von Kevelaer “vorbeigeschaut”, wo sogar erstaunlicherweise gerade ein Moleben stattfand – in ziemlich beeindruckender und geradezu “atavistisch-altertümlicher” liturgischer FORM übrigens …)

Unterwegs ist mir ein wunderhübsches Städtchen aufgefallen, nämlich Kempen /Niederrhein, eine alte kurkölnische Festung mit einer bedeutenden Geschichte in der Zeit der preussischen Besatzung nach 1803 – und diese Stadt ist natürlich allen “Gebüldeten” bekannt wegen des Mystikers Thomas a Kempis – aus dem dortigen ehemaligen Franziskanerkloster  – und dessen wirkungsvollen Schrift “Nachfolge Christi” (de imitatione Christi) …

Die Probsteikirche dort ist ein Juwel der Antwerpener Altar-Schnitzkunst – und sie haben dort sogar einen Antonius Eremita- und Jakobus-Altar.

Unterwegs habe ich  die Stelle der “Schlacht von Krefeld”  passiert, wo  1758 – im 7-jährigen Krieg –  ein kur-braunschweigischer General – Prinz Ferdinand von Braunschweig –  einen Prinzen  Bourbon-.Conde – Louis de Bourbon, Comte de Clermont –  besiegt hat, woselbst das Denkmal bis heute auf der “Hückelsmay” , heute Stadtteil Krefeld-Forstwald,   steht! (Nicht  zu verwechseln mit der Schlacht  auf der Kempener Heide, 1642 …)

In unmittelbarer Nähe dieses Denkmals sind über 2000 Tote der Schlacht von Krefeld beerdigt.

Apropos Tote: von Neuss nach Kevelaer habe ich ingesamt ungefähr 10 Stellen passiert, wo Gedenkplätze für Todesfälle aus Verkehrsunfällen eingerichtet waren, einige davon noch ganz frisch, wo sogar noch die Kreidezeichen von der Unfallaufnahme und Spurensicherung zu sehen waren – und die Blumen noch nicht verwelkt!

Ansonsten ist heute noch passiert

  • Gedenkfeier für das ICE-Eisenbahnunglück von Eschede vor 20 Jahren
  • Stromausfall am Hamburger Flughafen
  • Schüsse in oder am Berliner Dom (auf der Museumsinsel?)
  • In Scheskazgan/Kasachstan ist ein 3-er-Team Astronauten  von der ISS sicher gelandet
  • und gestern hat die Weltmeisterschaftsauswahl Deutschlands in Kärnten nach einem wegen Unwetter verschobenen Testspiel sensationell gegen Österreich VERLOREN!

Nebenbei gesagt: Als ich diesen Blog-Post fast fertig hatte, sah ich noch kurz den Nachthimmel und bemerkte dort ein “Licht-Phänomen”, von dem ich nicht weiss, was es war. (Ich sehe seit vielen Jahren SO VIELE – sehr verschiedene – “auffällige Phänomene” am Nachthimmel, daß ich mir nicht einmal mehr Tagebuchnotizen mache! Nur eines verstehe ich nicht: Wenn ich es sehe, dann sehen es die Astronomen auch – und ich finde SEHR SELTSAM, daß die Astronomen darüber NICHT SPRECHEN, aus welchen Gründen auch immer!)

Und damit ersuche ich das Publikum, mir freundlichst für den heutigen Tag einer Parforce-Tour Urlaub zu gewähren!

Buike Science And Music

About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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