Wann ist die Erde eine Scheibe – Wenn du vom Weltraum kommst

Es ist Pfingstmontag 2018 und es passiert etwas, was noch nie passiert ist: Mir fällt in der Badewanne etwas ein!

Aber nicht weil ich über die Entdeckung des Archimedes von der Gewichtsbestimmung durch Wasserverdrängung nachdenke.

Klammer auf: Das archimedische Prinzip in der Formulierung nach Professor Galetti, Gotha, 18.-19.Jahrhundert,  lautet ungefähr: Wirft man einen Klumpen Gold ins Meer und ist er nach einer halben Stunde noch nicht wieder aufgetaucht, dann muß er als verloren betrachtet werden! Klammer zu!

Nein, ich denke nach über die aristotelisch-antik-griechische Frage, WIE DER MENSCH GESICHERTE KENNTNIS erhalten kann.  Denn jedermann weiss: Der sogenannte Wahrnehmungsapparat des Menschen ist erstens “relativ” BEGRENZT und zweitens – unter anderem deswegen –  UNZUVERLÄSSIG. Ja, die griechische Antike argwöhnte, daß der menschliche Wahrnehmungsapparat sogar GETÄUSCHT werden kann – und in der Tat besonders in der Astronomie auch oft getäuscht WIRD.

Und mir fällt plötzlich auf  die GRANDIOSE KÜHNHEIT der heutigen Astronomie NACH dem  Hubble-Weltraumteleskop und NACH  dem space-basierten SOHO-Sonnenobservatorium: Heutige Asronomen WAGEN es, Aussagen zu machen über Ereignisse und Zustände in  100 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Sie tun das, obwohl NIEMAND – also: kein sterblichgeborener Mensch –  dort war und obwohl NIEMAND  von dort DIREKTE Beobachtungen hat.

Aber das ist doch BANAL und jeder Ingenieur kann es einem sagen: Heutige EMPIRISCH-experimentelle Forschung macht BEOBACHTUNGEN und MESSUNGEN unter sogenannt “kontrollierten Bedingungen”, so daß in einem DANACH startenden VERARBEITUNGSPROZESS sogenannte INDIREKTE SCHLÜSSE möglich werden, die man manchmal auch als RÜCKSCHLÜSSe oder RÜCKFOLGERUNGEN bezeichnet.

So, ich gehe hier nicht auf das Problem der sogenannten ÜBERPRÜFBARKEIT und VERIFIZIERBARKEIT  von heutigen wissenschaftlichen Theoremen und Sätzen ein, die nämlich ganz besonders in der Astronomie SEHR OFT NICHT WIRKLICH ÜBERPRÜFBAR sind, was dann Wissenschaft zu einer Art “modifiziertem Glaubenssystem mit temporär gültigen Sätzen” machen würde.

Das ist SEHR VERTRACKT, aber ich greife jetzt heraus das Stichwort von den “kontrollierten Bedingungen”, das in der “formalen Logik” ein Aequivalent besitzt und kurz gesagt lautet: WENN ich einen WISSENSCHAFTLICHEN SATZ sage (oder ein Theorem aufstelle), dann muß ich IM IDEALFALL die BEDINGUNGEN aufzählen, die NÖTIG sind, damit er GELTEN SOLL.

Beispiel: Wenn ich rechne 1 minus 4, dann ist diese Operation im Bereich der NATÜRLICHEN ZAHLEN UNGÜLTIG, weil dort keine negativen Zahlen definiert sind. Erst wenn ich als GÜLTIGKEITSBEDINGUNG die MENGE DER NEGATIVEN ZAHLEN “hinzufüge” und mich im Körper der “rationalen Zahlen” bewege, erhalte ich ein GÜLTIGES Ergebnis und die Aufgabe wird plötzlich LÖSBAR.

Und jetzt lautet also meine Badewannenfrage: UNTER WELCHEN BEDINGUNGEN könnte GÜLTIG sein, zu sagen: DIE ERDE IST EINE SCHEIBE?

Die Antwort ist PIPIEINFACH – und jedes Kind kann sie finden: Wenn ich den Vollmond am Himmel sehe, dann sehe ich eine runde Scheibe! Soll heissen: Wenn ich in Gedanken mich auf den Mond stelle und VON DORT die ERDE beobachten würde, dann sollte diese ebenfalls eine RUNDE SCHEIBE “sein”.

BEREITS DIES IST EIN INDIREKTER SCHLUSS, den NIEMAND VERIFIZIEREN KANN, wenn es keine WELTRAUMFAHRT gibt, wo also jemand “zum Mond hinfährt” und dann zurückfunkt: “Alles okay, ich habe die Erde gesehen und sie ist tatsächlich genau wie der Vollmond eine runde Scheibe.” Und damit wir SICHER oder GEWISS sein können, daß dieser Mondastronaut nicht geflunkert oder GELOGEN hat, wäre es wirklich hübsch, wenn dieser Astronaut eine VIDEOAUFNAHME machen würde, die er uns VORSPIELEN könnte, damit wir es “mit eigenen Augen” tatsächlich “sehen” können, vorausgesetzt niemand hätte diese Videoaufnahmen absichtlich manipuliert und verfälscht.

Klammer auf: Dies ist ein FUNDAMENTALPROBLEM aller menschlichen Erkenntnisversuche: “LETZLICH” erzeugt nur die “BESICHTIGUNG MIT EIGENEN AUGEN” oder die “persönliche Erfahrung” etwas, was man als “letzte GEWISSHEITEN” bezeichnen könnte. ES IST EIN LEBENSLANGER PROZESS VON ÜBERRASCHUNGEN daß diese NAIVE ERWARTUNG erstens NICHT ALLGEMEINGÜLTIG ist und ZWEITENS gar OFT “nicht letztlich funktioniert”. Klammer zu!

Und jetzt geht’ s los: Bitte formulieren Sie die BEDINGUNGEN, WARUM  gelten kann, daß die Erde, daß der Mond UNTER GEWISSEN UMSTÄNDEN vom menschlichen Auge als “runde Scheiben” wahrgenommen werden?

Die erste Bedingung lautet: DAMIT ein Himmelskörper als “runde Scheibe” wahrgenommen werden kann, muss eine – ausreichend – GROSSE ENTFERNUNG eingehalten werden, wo man KEINE 3-d-Objekte, wie zum Beispiel Berge erkennen und unterscheiden kann. Ich weiß nicht, ob man physikalisch-physiologisch sagen könnte: ENTFERNUNG ist als BEDINGUNG nötig, WEIL sie eine BESTIMMTE BILDPIXEL-AUFLÖSUNG produziert, die 2-d-Ergebnisse NOTWENDIG liefert.

Die zweite Bedingung lautet: Damit ein Himmelskörper als “runde Scheibe” wahrgenommen wird, muss eine KREIS-Geometrie angewendet werden, ABER wir können keineswegs GEWISS sein, daß diese Sorte von “Kreis” in der ÜBERPRÜFUNG nicht von einem PERFEKTEN MATHEMATISCHEN KREIS ABWEICHEN würde. (Zum Stichwort “Kreis” gibt’s gleich noch mehr!)

Die dritte Bedingung ist vielleicht die verblüffendste: Damit jemand einen Himmelskörper als “runde Scheibe” bezeichnet, muss ein BEOBACHTER da sein, der das GENAU SO GESEHEN hat. Und jetzt gibt’s ein ASSYMETRISCHES PROBLEM: Im Falle der “runden Mondscheibe” können ALLE Menschen BESTÄTIGEN, daß sie DIREKTE BEOBACHTUNGEN und DIREKTE diesbezügliche ERFAHRUNGEN hatten – im Falle einer “runden Erdscheibe” jedoch nicht, jedenfalls SO LANGE NICHT,  bis der ERSTE ASTRONAUT AUF DEM MOND uns genau solche AUFNAHMEN von der “runden Erdscheibe” mitgebracht und gezeigt hat.

Jetzt, Achtung Falle: WIE LAUTET DER LÖSUNGSSATZ?

VERFÜHRERISCH nahe läge zum Beispiel die VERALLGEMEINERNDE Formulierung: IST die Beobachtungsentfernung groß genug, dann “sind” oder werden wahrgenommen ALLE HIMMELSKÖRPER als “runde Scheiben”. Wir lernen aus einer solchen Formulierung zum Beispiel, daß Himmelskörper erwartungsgemäss nicht als “blinkende Rechtecke” daherkommen sollten –  was sie aber bei bestimmten in der ASTRONOMIE heute verwendeten apparativen BILDDARSTELLUNGSMETHODEN “tun”! Hoppla!

Und noch einmal HOPPLA: Wir müssen den Begriff “Entfernung” präzisieren, denn unser Lösungssatz-VERSUCH wird FALSCH, wenn wir die ENTFERNUNG für eine Beobachtung SEHR GROSS VERGRÖSSERN, denn dann erhalten wir einen ANDEREN Lösungssatz!

Und welchen?

Der Lösungssatz für SEHR, SEHR grosse Beobachtungsentfernungen lautet: IST ein Himmelskörper SEHR, SEHR, SEHR WEIT ENTFERNT von einem menschlichen Beobachter, dann “sieht” dieser, dann “nimmt dieser wahr” einen PUNKT, und zwar unter der Bedingung daß LICHT vorhanden ist in dieser Beobachtung. Denn wenn in EXTREMEN ENTFERNUNGEN KEIN LICHT in die Beobachtung “eingehen” kann, dann würde ein menschlicher Beobachter GAR NICHTS sehen! –  (Klammer auf: die Licht-Bedingung ist keine “hinreichende” Unterscheidung für eine Klassifizierung von Himmelskörpern, denn in unserem Planetensystem erscheinen zum Beispiel auch einige Planeten als LICHT-Punkte am Abendhimmel. Klammer zu!) –  Ja, HOPPLA! Und als INDIZ, daß ich hier nicht einfach dahergeplappert habe, kann ich beibringen: WEIL wir als Menschen normalerweise LICHT benötigen, um etwas zu “sehen”, DESHALB konnten wir bislang in der Astronomie hauptsächlich solche Himmelobjekte erfassen, die LICHTPUNKTE zum Beispiel von STERNEN sind, welche eine EIGENE LICHTQUELLE besitzen. FEHLT das LICHT und ist KEINE EIGENE LICHTQUELLE vorhanden – oder ist anderweitig vorhandenes Licht zu schwach -, dann war  die ältere Astronomie eben am Ende ihrer Möglichkeiten – und erst heute  hat man MEHRERE indirekte Methoden zur Verfügung, um zum Beispiel EXO-Planeten, die LICHT bloss EXTREM SCHWACH REFLEKTIEREN, aufzuspüren. (Wir messen in der Tat heute EXTREM KLEINE Lichtschwankungen in Orbitalsystemen und wir haben heute neuartige Theorien, wo die “Existenz” von astronomischen Objekten zum Beispiel durch “Schwerkraftstörungen”, also OHNE Einsatz von Licht,  rückerschlossen werden kann. Bei der Entdeckung der Planeten am RANDE unseres Planetensysems im 19.-20 Jahrhundert wurde zum Beispiel ZUERST eine BAHNSTÖRUNG “errechnet”, dann gefolgert, daß Bahnstörung mit SCHWERKRAFTSTÖRUNG korreliert ist oder sein sollte – ich formuliere vorsichtig, weil bis heute nicht ganz klar ist, was genau “Gravitation” eigentlich ist! – und erst DANACH suchte man den Himmel OPTISCH mit Teleskopen ab, ob man einen solchen VERMUTETEN Himnmelskörper auch durch Beobachtung auf Photoplatten zum Beispiel BESTÄTIGEN konnte.)

So, nach all diesen Schwierigkeiten lautet jetzt der Lösungssatz für unser Pfingstmontag-Badewannenproblem: DAMIT ein BEOBACHTER mir sagen kann, daß ER SELBST gesehen hat, daß die Erde eine “runde Scheibe” sozusagen “ist”, muß dieser Story-Erzähler ein ASTRONAUT sein, der in PASSENDER ENTFERNUNG den Himmel nach der ERDE abgesucht und dann auch gefunden  hat.

Wir sind aber noch nicht fertig. Denn jetzt kommt eines der schlimmsten Probleme überhaupt, das zum Beispiel Bertrand Russel untersucht hat, obwohl es gar nicht von ihm stammt, nämlich die Frage, was wir unter dem kleinen Wörtchen “ist” verstehen wollen, könnnen und /oder dürfen. Handelt es sich um eine EXISTENZAUSSAGE oder um Verwendung von “ist” als HILFSVERB, wo also die eigentliche AUSSAGE in einem grammatischen ZUSATZ zu “ist” liegt?

Damit sind wir beim nächsten Problem, das man in älterer Zeit so formuliert hätte: WELCHES IST DIE WAHRE GESTALT DER ERDE?

Wir haben bis hierhin gefunden und gehört, indem wir die KRITERIEN “Licht” und “Entfernung” angewendet haben:

  • Die Erde ist – unter Umständen –  eine “runde Scheibe”.
  • Die Erde ist – unter Umständen –  ein Punkt.
  • Die Erde ist – unter Umständen – nicht auffindbar, woraus gewöhnlich vermutet wird, daß sie eventuell – unter Umständen –  gar nicht da ist.

Aber das hatten wir eigentlich NICHT ERWARTET, daß wir plötzlich darauf gestossen werden, daß “unsere” Erde UNTER UMSTÄNDEN “gar nicht da” oder “nicht auffindbar” ist. Dazu gleich mehr!

Und was FEHLT in dieser Liste?

Richtig: Hier fehlt die Aussage von der ERDKUGEL, die wir uns aber relativ einfach “besorgen”, indem wir sagen: wenn wir etwas RUNDES haben, wo ein KREIS “durchschimmert”, dann sollte auch eine KUGEL wenigstens denkmöglich sein, denn der Kreis ist der Durchmesserschnitt durch eine Kugel.  Man begreift jetzt, warum ich weiter oben von der Beobachtung einer “runden Scheibe” sprach.

ERST JETZT haben wir die PROBLEMSTUFE ERREICHT, welche angeblich das “dunkle” und “dumpfe” Mittelalter geplagt hat, nämlich die – behauptete, angebliche vermutete, hypothetisierte –  MITTELALTERLICHE STREITFRAGE, ob die WAHRE GESTALT der Erde eine “Scheibe” oder eine Kugel” tatsächlich “ist”.

An dieser Stelle müssen wir jetzt einfügen ein Ergebnis der HISTORISCHEN FORSCHUNGEN ungefähr seit der Jahrtausendwende des Jahres 2000 n. Chr.: Man ist sich nämlich RELATIV EINIG geworden, daß die Idee einer  ERDSCHEIBE eine Art “PROPAGANDA-ERFINDUNG” ist und daß im Mittelalter selbst NIEMAND (von den Bildungseliten)  an eine “Erdscheibe geglaubt” hat. Dies dürfte für etliche Leser derartig ÜBERRASCHEND sein, daß ich vorsichtshalber einige Autoren nenne, bei denen man weiter recherchieren kann:

 

  • Krüger, Reinhard: „Ein Mythos der Moderne: Die Erdscheibentheorie im Mittelalter und die Verfälschung des Hexaemeron des Basilius von Caesarea durch Bernard de
    Montfaucon (1706)“, in: Mittellateinisches Jahrbuch, 35, II (2001), S. 27-54
  • Krüger, Reinhard: Süddeutsche Zeitung (SZ) – 6/2005 – Wissen – “Flach war sie nie. Im Mittelalter glaubte niemand, die Erde sei eine Scheibe” – PDF-Datei
  • Krüger, Reinhard: Das Überleben des Erdkugelmodells in der Spätantike (ca. 60 v.u.Z. – ca. 550) (= Eine Welt ohne Amerika II), Berlin 2000
  • Krüger, Reinhard: Das lateinische Mittelalter und die Tradition des antiken Erdkugelmodells (ca. 550 – ca. 1080) (= Eine Welt ohne Amerika III), Berlin 2000
  • Lindgren, Uta: Warum wurde die Erde für eine Kugel gehalten? Ein Forschungsbericht.
    In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 41 (1990), S. 562–574
  • Russell, Jeffrey Burton, “The Flat Error: The Modern Distortion of Medieval Geography”, in: Mediaevalia 15 (1993): 337–353
  • Russell, Jeffrey Burton: The Myth of the Flat Earth, Studies in the History of Science, 1997, short online ressource – (American Scientific Affiliation)
  • Simek, Rudolf: Die Form der Erde im Mittelalter und die Erfinder der Scheibengestalt. In: Mittelalter und Moderne. Entdeckung und Rekonstruktion der mittelalterlichen Welt. Kongreßakten des 6. Symposiums des Mediävistenverbandes in Bayreuth 1995.
    Hrsg. von Peter Segl. Sigmaringen: Thorbecke 1997, 139-147
  • Simek, Rudolf: The shape of the Earth in the Middle Ages and Medieval Mappaemundi. In: The Hereford World Map: Medieval World Maps and their Context, ed. Paul D.A. Harvey. London 2006, 293-303
  • Simek, Rudolf: Die Scheibengestalt der Erde im Mittelalter. In: In: Ulrich Müller, Werner Wunderlich (Hg.) Burgen, Länder, Orte. Konstanz 2008 (= Mittelaltermythen 5), 789-802
  • Simek, Rudolf: Kugel oder Scheibe? Das Bild von der Erde im Mittelalter. In: Spektrum der Wissenschaft. Spezial 2/2002: Forschung und Technik im Mittelalter, 20-24 – Sphère
    ou disque? La forme de la Terre. In: Dossier pour la Science 2/2003: Les Sciences au Moyen Âge, 32-36

Man könnte stark zusammenfassend sagen: a) Aus der Ikonographie meiner beiden Namenspatrone, des hl. Brunos, des Karthäusers und des hl. Antonius Abbas aus Ägypten kann unter anderem abgeleitet werden, daß diese beiden etwas gewusst haben sollten unter anderem von der ANTIKEN ERDKUGELTHEORIE, wie sie zum Beispiel für uns heute fassbar wird in Claudius Ptolemaios, ca. 100 n. Chr., der das Wissen der Bibliothek von Alexandria bis mindestens zu deren Gründungszeitpunkt im 3. Jahrhundert vor Christus zurück zusammenfasst, welches über die “Enzyklopädie” des Isidor von Sevillia unter dem Titel “Etymologiarum”  bis etwa ins Jahr 1560 “transportiert” wird, ein Ptolemaios-Wissen jedoch, das sich  unter anderem abstützt auf PHÖNIZISCHE Quellen und namentlich auf seinen phönizischen (Fast-)Zeitgenossen “Marinos von Tyrus“, wobei wir vielleicht vermuten dürfen, daß einige schematische Abbildungen auf gewissen karthagisch-phönizischen MÜNZEN als “Weltkarten” oder zumindest “Erdteilkarten” – link 1link 2 –  interpretiert werden könnten.

Karthagisch-phönizische MÜNZE, von der man aktuell VERMUTET, daß – bei etwas grosszügiger Deutung – gewisse Zeichen als “Landkarte” /”Weltkarte” interpretiert werden können. Hier würde ich aus meiner ERFAHRUNG mit ZEICHENDEUTUNG und SEMIOTIK ganz bestimmt eine REST-SKEPSIS bewahren, BEVOR NOCH ANDERE und eventuell DEUTLICHERE  alte Artefakte zue BESTÄTIGUNG  aufgetaucht sind!

So, bevor es jetzt zu sehr detailverliebt wissenschaftlich und forschungsmässig wird, darf ich mit folgenden Überlegungen hier zum Schluß kommen, denn schliesslich haben wir Feiertag:

Erstens beabsichtigt auch  die sogenannte ERDKUGEL-Theorie möglicherweise keine HINREICHENDE AUSSAGE über das Problem der sogenannten “wahren Gestalt” der Erde  (Heutige 3-d-Kartierung der NASA vom Weltraum aus sagt ungefähr: Die Erde sieht ein bischen aus wie eine “Kartoffel” und ein TEIL der Abweichungen von einer “idealen Kugelgestalt” sei angeblich verursacht durch SCHWERE TREFFER und DELLEN im Zeitalter der PLANETENENTSTEHUNG in unserem Sonnensystem.) Denn: Wenn man von ERDAPFEL spricht und wenn Andis Kaulins aus den Donaukulturen eine Himmelskarte auf einer WEB-SPINDEL (von einem Webstuhl) präsentiert, dann könnten das Hinweise sein, daß “irgendjemand” wünschte, die Information einer TORUS-Geometrie zu “übermitteln”, denn IN DER TAT haben wir heute die Bezeichnungen Apfel-Torus und Spindel-Torus in der heutigen (topologischen) Mathematik. Oder anders gesagt: Als wir die topologische Mathematik mit extravaganten Räumen und Geometrien noch nicht hatten, da hatten Menschen KEINEN LÖSUNGSHINWEIS, daß man eine symbolische Redeweise von einem “Erd-Apfel” unter Umständen als Indiz für eine Basisphysik mit Torus-Geometrie “verstehen” oder “auffassen” könnte.

Zweitens hatten wir eben eine Aussagenreihe mit “(dimensionslosem) Punkt – 2-d-Scheibe – und 3-d-Kugel” und das ist eine REIHE VON GEOMETRISCHEN DIMENSIONEN. Selbstverständlich habe ich schon mal davon gehört, daß man in heutigen astronomischen und grundlagenphysikalischen Theorien aktuell zwischen 6 (Burkhard Heim, siehe Bücher von Josef P. Farrell?) – 12 Dimensionen benutzt. Aber ich möchte einen anderen Gesichtspunkt hervorheben: Wenn wir eine REIHE GEOMETRISCHER Dimensionen haben und wenn wir im Papyrus Rhind ca. 1800 v. Chr. die METHODE der QUADRATUR des Kreises haben – welcher entsprechen würde eine KUBIERUNG DER KUGEL -, dann haben wir EVENTUELL Aussagen über den VERSUCH EINES ALTEN GESAMTMODELLS des Univesums als RIESEN-KUBUS (Riesen-Würfel)  oder Riesen-Kugel, die man aber nicht mit einer EXISTENZAUSSAGE verwechseln darf, daß das Universum etwa IST, was diese geometrischen Modelle ANDEUTEN oder APPROXIMIEREN. – Klammer auf: (Quadrat und Kubus würden zum Beispiel ganz wunderbar “passen” zu einer BILDPIXEL-Theorie des Universums für holographische Denkansätze!) Klammer zu!  -Vielmehr scheint mir in Folge der Elaboration des heutigen Badewannen-Einfalls denkmöglich und sinnvoll zu spekulieren: VIELLEICHT sind diese Details und Beobachtungen ein Hinweis, daß das UNIVERSUM ÜBERHAUPT NICHT IN DEM GEWÖHNLICHEN SINNE EXISTIERT UND DA IST, sondern nur IN ERSCHEINUNG TRITT und damit BEOBACHTBAR und ANALYSIERBAR (und “erlebbar”) wird als eine VERSCHERUNGSGEOMETRIE, deren STARTPUNKT der DIEMNSIONSLOSE PUNKT ist, was eventuell bereits als AUSSAGE über den SCHÖPFUNGSPROZESS und denjenigen, der ihn gestartet hat, enthalten könnte. (Es muß nicht extra gesagt werden: Wo immer in heutiger Wissenschaft irgendeine VERMUTUNG eines “Schöpfers” oder eines “GOTTTES” auftaucht, fangen viele heutige Wissenschaftler an, wild mit den Augen zu rollen, denn damit können diese NICHTS ANFANGEN, das STORT SIE AUF.)  WÄRE dem aber  so – und  Falls ARGUMENTE und GRÜNDE für eine VERSCHERUNGSGEOMETRIE beigebracht werden können – und dürfte man SO weiter denken, dann erscheinen heutige Versuche über ein HOLOGRAPHISCHES UNIVERSUM plötzlich in einem ganz anderen Licht, auch heutige Versuche, die Relativitätstheorie als ein Teilgebiet von “spieltheoretischen Simulationen” zu deuten. Auch   zum Beispiel Platos berühmtes “Höhlengleichnis” würde in einem neuen Licht erscheinen,  aber leider habe ich dieses Höhlengleichnis bis heute immer noch nicht restlos verstanden! (Klammer auf: Man übersieht das oft, weil es die Lehrer einfach nicht sagen: Das Höhlengleichnis von Plato ist eine Art “Erwiderung”/Fortsetzung  auf das/für das  SONNENGLEICHNIS und das LINIENGLEICHNIS, welche Sokrates kurz vorher zum Besten gegeben hat! Klammer zu!)

Ach ja, falls es gesagt werden muß: mein Lösungssatz ist schon in der Überschrift ausgesagt: Wenn jemand von der ERDSCHEIBE spricht oder von der MondSCHEIBE und wenn wir die HIMMELSSCHEIBE von NEBRA haben, dann könnte das ein HINWEIS auf WELTRAUMFAHRT und ASTRONAUTIK in SEHR ALTER ZEIT sein, was dann irgendwann auf die HYPOTHESE von einer “irgendwie gearteten” PALAEOPHYSIK führen könnte.

Und fertig und Feierabend – und anfangen mit  Feiertag!

Buike Science And Music

 

About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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