Europäische Union und Osteuropa: Die Abwesenheit von Elan und Begeisterung

Ich habe es ansonsten gar nicht richtig mitbekommen: Aber am 24. Nov. 2017 wird berichtet, daß in Brüssel ein “Osteuropa-Gipfel” stattgefunden hat.

Source/Quelle: Riegert, Bernd: EU-Osteuropagipfel in Brüssel – EU: Östliche Partnerländer bekommen vorerst keine Beitrittsperspektive; in Deutsche Welle (DW) vom 24.Nov.2017 URL http://www.dw.com/de/eu-%C3%B6stliche-partnerl%C3%A4nder-bekommen-vorerst-keine-beitrittsperspektive/a-41521362 Permalink URL http://p.dw.com/p/2oDbO — Wenn man zum “bottom runterscrollt”, findet man weitere “Europa-Informationen”.

Das SIGNAL aus Brüssel scheitn DEUTLICH zu sein: Ukraine, Georgien, Weißrussland, Moldawien haben derzeit KEINE Beitrittsperspektive.

Auf der Suche nach Gründen, fällt mir folgendes auf: Als ich rein zufällig in einer Arbeitspause eine Doku im TV über “Bernsteinabbau in der Ukraine” sehe, schnappe ich dort folgende Information auf: DURCHSCHNITTLICHES MONATSEINKOMMEN umgerechnet 100,00 Euro, KEINE (überhaupt keine) “normalen” Arbeitsmethoden (Arbeitsverträge, Krankenkasse, Gesundheit etc. pp.).

Oder anders gesagt: Seit 1990 hat man SEHR VIEL GELD in die Hand genommen, um POLEN neu zu strukturieren und die ehemalige DDR zu modernisieren und man hat sich TIERISCH ANGESTRENGT – obwohl das ERGEBNIS heute nicht rundum begeistert! Es ist verständlich, daß man JETZT ZURÜCKSCHRECKT vor den GEWALTIGEN FINANZDIMENSIONEN, deren “nachhaltige Profitabilität” NICHT GARANTIERT ist.

Man hört sagen: DAS GROSSE GIFT in “Osteuropa” sei die KORRUPTION. Ich aber sage: KORRUPTION ist ein Indiz für eine NEGATIVE GEISTIGE EINSTELLUNG, die selber gar nicht glaubt, daß es jemals aufwärts gehen könnte!

Es gibt aus meinem Verständnishorizont ein ZWEITES GIFT in “Osteuropa”: IN KRIEGSZONEN FINDET KEINE REGULÄRE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG STATT, sondern eine Umstellung auf “informal economy”, “Schattenwirtschaft” und “Schwarz-/Grau-Märkte”. Wir haben aber aktuell ZWEI “Kriegszonen”, nämlich Ostukraine und ehemaliges Jugoslawien – und man kann nachvollziehen, daß in Europa kaum jemand LUST hat, NOCH EINMAL solche Projekte wie  die Aufnahme des BALTIKUMS und POLENS in die NATO überhaupt zu “stemmen”.

Dann scheint mir unklar zu sein, wie man Osteuropa ÖKONOMISCH EINBINDEN soll oder kann oder will? Wenn man die an sich möglichen Produktionsmengen in der Lsndwirtschaft “erlauben” würde, dann würde SOFORT das WESTEUROPÄISCHE LANDWIRTSCHAFTSSYSTEM ZUSAMMENBRECHEN und mit ihm die dortigen AUSGEZEICHNETEN PROFITRATEN nach dem CLOSED-SHOP-SYSTEM. Auf der anderen Seite scheint die Frage, inwieweit “Osteuropa” zum ABSATZmarkt für westeuropäische Produkte werden könnte, NICHT geklärt. Im Beispiel: Wenn wir in Jugoslawien einen ökonomischen DRUCK verspüren, daß man dort nach der “Wiedererlangung der FREIHEIT” hauptsächlich US-amerikanische PFIRSICHE verkauft und im benachbarten Griechenland die Pfirsiche als UNVERKÄUFLICH ins Meer kippt, dann signalisiert dies, daß wir alle ERHEBLICHE DEFIZITE in den aktuell angebotenen WIRTSCHAFTSTHEORIEN haben. (Was SEHR HÖFLICH ausgedrückt sein will!)

Als letztes möchte ich auf eine DERZEIT nur WENIG wahrgenommene PERSPEKTIVE aufmerksam machen: In der DOKU über den neuen Bernstein-Abbau und RAUBBAU in der Ukraine wurde nämlich gesagt, daß dieser Bernstein aus einem NEUEN Abbaugebiet, das wir uns vor wenigen Jahren noch nicht einmal vorstellen oder imaginieren konnten, in grossen Mengen nach CHINA verkauft wird. Und das bedeutet UMGEKEHRT: Die WESTEUROPÄISCH orientierten Europäischen Organisationen reichen in ihren PERSPEKTIVEN NICHT AUS für die aktuellen “Osteuropa-Beitrittskandidaten”. Es sieht aber SOFORT GANZ ANDERS aus, wenn wir eine “EURASISCHE” Perspektive überlegen würden oder sogar eine Perspektive für die WELTWIRTSCHAFT, denn wenn WESTEUROPA “osteuropäische LandwirtschaftsproduktionsMENGEN nicht integrieren” kann, dann trifft das für EURASIEN oder die gesamte WELT wohl kaum zu, wo wir nämlich an sich eine AUSWEITUNG von landwirtschftlicher Produktion ganz gut gebrauchen könnten.

Allerdings: die EURASISCHE OPTION ist eine Idee der neuen wissenschaftlich ausgerichteten RUSSISCHEN FÜHRUNG um PUTIN und MEDWEJEW und sie würde eventuell irgendwann kollidieren mit US-amerikanisch und KANADISCHEN “Wünschen” für VERKAUF VON DEREN WEIZENMENGEN zum Beispiel.

Aktuell habe ich neu aufgeschnappt: Die Amerikaner haben es inzwischen GESCHAFFT, WEIZEN nach ÄGYPTEN und CHINA zu verkaufen, zwei Länder, in denen WEIZEN ÜPBERHAUPT NICHT ZU DEN TRADITIONELLEN PRODUKTEN gehört.

Ich darf einen Schritt weitergehen: WENN man AFRIKA WIRKLICH helfen will, dann sollte man sich vielleicht erinnern, daß Afrika einmal ein KLASSISCHES ANBAUGEBIET FÜR HIRSE war …

Genug geschwatzt … Schönes Wochenende!

Buike Science Music

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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