Beisetzung Helmut Kohl, Samstag 01. Juli 2017

Follow up 01. Juli 2017 – Staatsakt in Straßburg, letzte Fahrt auf dem Rhein, Beisetzung am Kaiserdom zu Speyer und besonderes militärisches Ehrengeleit

Heute, am 01. Juli 2017, findet nach mehreren Wochen die Beisetzung Helmut Kohls statt.

Das politische Hickhack geht natürlich weiter, Artikel “Helmut Kohl: Wer hütet das historische Vermächtnis des Altkanzlers?”, in FOCUS online (30.06.2017?) – URL http://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-kohl-wer-huetet-das-historische-vermaechtnis-des-altkanzlers_id_7303857.html

FOCUS online bringt als zusätzliche Dienstleistung und gegen Bezahlung  ein 170 Seiten Elaborat zur “historischen Einordnung” – pdf URL https://pdf.focus.de/helmut-kohl-1930-2017.html

Obwohl ich es an sich als außerordentlich peinlich empfinde, möchte ich für das historische Protokoll festhalten:

  1. Auch wenn es der aktuellen Nachfolge-Generation der politischen Klasse in Deutschland nicht paßt, so steht im historischen Protokoll, daß die zweite Frau Helmut Kohls Frau Dr. Maike Richter-Kohl heißt, deutsche Wikipedia URL https://de.wikipedia.org/wiki/Maike_Kohl-Richter – BASTA!
  2. Beim Europäischen Staatsakt in Straßburg sollte kein deutscher Politiker sprechen. Jetzt redet aber offenbar die Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, doch. O würde sie doch schweigen ….
  3. Helmut Kohl hat Victor Orban aus Ungarn ausdrücklich eingeladen, die jetzige Nachfolge-Klasse der sogenannten politischen Elite Deutschlands hat Victor Orban ausgeladen. Ich vermute, dieser UNFREUNDLICHE AKT ist in GANZ OSTEUROPA aufmerksam registriert worden.
  4. Die deutschen Streitkräfte haben DURCHGESETZT, daß am Speyrer Kaiserdom ein besonderes  MILITÄRISCHES EHRENGELEIT stattfindet, nachdem nämlich ein Großer Zapfenstreich zum Tode Helmut Kohls  nicht stattgefunden hat.
  5. Es hat etwas stattgefunden, das nach alter lateinisch-etruskischer Lehre als ein sogenanntes PRODIGIUM, also als schicksalsträchtiges VORZEICHEN , (gesendet “von den Göttern”), zu bewerten ist, nämlich ein KATASTROPHALES WETTERPHÄNOMEN am 29./30. Juni 2017, nicht irgendwo, sondern in Berlin, das die – aktuelle – deutsche Hauptstadt “unter Wasser gesetzt” hat und in der Tat einen KATASTROPHEN-AUSNAHMEZUSTAND ausgelöst hat, URL  1 http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/unwetter-berlin-ueberschwemmung-feuerwehr-regen – URL 2 https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/06/starkregen-berlin-brandenburg-ueberflutungen.html
  6. Ein ZWEITES Menetekel -oder PRODIGIUM – hat stattgefunden: Am Mittwoch nach der Beisetzung von Helmut Kohl ist am 95. Juli 2017 der emeritierte Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meissner relativ unerwartet gestorben. Dies ist deshalb bedeutsam, weil der Erzbischofsstuhl von Köln einmal der WICHTIGSTE Bischöfssitz in ganz Deutschland war, jedenfalls NACHDEM das Primat von Salzburg über die “germanische Kirchenprovinz” aufgehört hatte, von Bedeutung zu sein.

Ich schließe diese Wortmeldungen vom Tode Helmut Kohls bis zur Beisetzung, indem ich wie folgt resümiere:

DIESE GANZE GENERATION der heute lebenden Menschen hat in der Mehrkeit KEINEN KRIEG und KEINEN HUNGER und KEINE NACHKRIEGSNOT erlebt. Daraus zu schlußfolgern, das Leben sei eine  DAUERPARTY mit “Bier für alle” und “Ehe für alle” ist ENTSETZLICH FALSCH!

Das HISTORISCHE URTEIL über Helmut Kohl steht NICHT der heutigen bildungsschwindsüchtigen sogenannten “politischen Elite” in Berlin zu, sondern der GESCHICHTE.

Was aber GOTT letztendlich über Helmut Kohl urteilen mag, das zu wissen, steht dem “Erdenwurm Mensch” NICHT ZU!

Für uns alle aber war Helmut Kohl HISTORISCHES SCHICKSAL, das ist wie es ist. Wer sich darüber weinerlich beklagen möchte, dem rufe ich fröhlich zu: WIR ALLE HATTEN BESSERES NICHT VERDIENT – und dabei haben wir doch auch quietschfiedel vergnügt in Saus und Braus gelebt, ODER NICHT?

Was also soll dieses ganze pietistisch-presbyterianische Heulsusengeplärr, mit dem man uns auch noch die Freude an einer “schönen Leich”, wie man in Süddeutschland und Österreich sagt, verderben will, womit gemeint ist ein “festliches Leichenbegängnis bei gutem Trunk und Schmaus”!

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Von ungefähr 12:00 – 12:55 lief nebenan der Fernseher mit dem europäischen Staatsakt in Straßburg – und ich war ganz entzückt Claude Junker zuzuhören und dem neuen französischen Präsidenten, Emmanuel Macron, wie sie während ihrer Reden die Sprachen wechselten.  Geradezu verblüfft war ich, daß Donald Tusk es sich nicht nehmen ließ, die polnische Sprache zum Klingen zu bringen – und ich bin ein bischen unzufrieden mit mir selbst, daß ich die Rede des russischen Ministerpräsidenten Dimitrij Medwejew verpaßt habe. Ganz wunderbar fand ich auch, daß Königin Sophia und der ehemalige König Juan Carlos  von Spanien da waren, zusätzlich zu Felipe Gonzales, dem Weggefährten und Freund Helmut Kohls, plus 2 spanische Offiziere von Eurofor, dann Präsident Andrzeij Duda von Polen und sogar der ukrainische Präsident Poroshenko war präsent, und zwar durchaus auch in dem physikalsichen Sinne des Wortes. Außerdem habe ich erkannt die Präsidentin von Litauen, mit dem für mich so schwer zu merkenden Namen, den ehemaligen Bundeskanzler Österreichs Schüssel und, wenn ich nicht schiele, auch den ehemaligen italiensichen Minsiterpräsidenten Berlusconi.

Am Ende  des Staatsaktes bildeten sich Menschentrauben, in denen ich Frau Bundeskanzler Angela Merkel nicht weit vom russischen Ministerpräsidenten entdeckte, der hinwiederum in Rufweite von Bill Clinton stand, wobei sich eine interessierte Menschen – und Gesprächstraube bildete, was eben auch einer der Zwecke von “schönen Leichenbegängnissen” ist.

Wie soll ich sagen: Dürfen wir die HEUTIGEN GESPRÄCHE als Unterpfand dafür nehmen, daß das Europa in dem alten großen Sinne ZUSAMMENSTEHEN wird, wenn es darum gehen wird, eine sich schon jetzt abzeichnende DRAMATIK der Zukunft GEMEINSAM zu bestehen:

  • die GEMEINSAMEN militärischen Aufgaben der heute Versammelten,
  • die NATURKATASTROPHEN “neuen Typs”, welche bekanntlich nicht nach Staatsgrenzen fragen.

Klammer auf: Wenn man sich fragt, wo die ehemaligen Mitglieder der Kohlregierungen waren, also Bernhard Vogel, Theodor Waigel, Tillich, Biedenkopf, Geisler und Blüm  und so weiter: Davon hat man etliche abends gesehen, um 18:00, beim  katholischen Requiem im Speyrer Dom, ebenso wie übrigens Victor Orban aus Ungarn.

Von den vielen Worten der Fernsehkommentatoren ist mir ein Kommentar eines Professors für neuere Geschichte haften geblieben:

KOHL WAR EIN HISTORISCHER IDEALIST.

Man könnte das nach 2 Weltkriegen und 5 Wechseln der Staatsform in Deutschland in nur einem Jahrhundert  geradezu als anachronistische Absurdität zurückweisen, wäre da nicht der ebenso große  Anachronismus, daß Helmut Kohl  gebunden war an eine bestimmte alte Kaiserkirche der Salier in Speyer, die er obendrein die KÜHNHEIT hatte, sehr vielen Staatsgästen persönlich zu zeigen, egal ob diese katholisch waren oder nicht. Vielelicht köntne man in der Tat das Wort des Tertullian bemühen, daß man Christ sein könne, WEIL es ABSURD sei, daß wir nämlich analog keine Wahl haben, als HISTORISCHEN OPTIMISMUS zu versuchen, WEIL es an sich “absurd” ist.

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- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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