Helmut Kohl, 87 Jahre: Le roi est mort, vive le roi

Heute, Freitag 16. Juni 2017, ist Helmut Kohl gestorben, mit 87 Jahren.

Helmut Kohl war katholischer Christ und deshalb sage ich zunächst, so wie sich das unter christkatholischen Menschen  gehört:

Requiem aeterna dona ei, Domine. Et lux perpetua luceat ei! Amen!

Und das ist jetzt schon die zweite SPRACHLICHE PROVOKATION, die ich mir erlaube, deren erste die KÜHNHEIT war, die Wikipedia-Informationen über “Le roi est mort, vive le roi” schamlos auszubeuten, Quelle: Artikel 2Le roi est mort, vive le roi” in deutscher Wikipedia URL  https://de.wikipedia.org/wiki/Le_roi_est_mort,_vive_le_roi

Wir vergessen das viel zu leicht bei all diesen etwas  süffisanten Bemerkungen der “weltmännischen Nachrufe”, die heute hinausposaunt werden und  die sich genüßlich dabei aufhalten, wie ein “PROVINZLER” zum “STAATSMANN”  aufsteigen konnte: Helmut Kohl war selber einmal JUNG und selber ein rebellischer Provokateur!  Das war damals, so um 1947, und damals hatten diese jungen Leute ALLE  mächtig Dampf unterm Kessel wegen dieser ganzen Hitler-Scheisse und den Trümmerbergen und dem Wiederaufbau und den ganzen Munitions-Blindgängern, an denen die Kinder starben, und wegen den  selbstgestrickten Pullovern aus aufgetrennter “recycelter”  Wolle und einmal Fleisch pro Woche  und so.

Und worin besteht meine PROVOKATIONSABSICHT, wenn ich ausgerechnet heute und ausgerechnet hier ZWEI BESTIMMTE SPRACHEN sozusagen etwas   frech verwende?

Nun, das Fensehen dröhnt uns heute auf allen Nachrichtenkanälen voll mit dem “ersten Glaubensgesetz des Helmut Kohl”, der  nämlich ein “europäischer Deutscher war, der kein deutsches Europa” wollte, wie ich bei Gregor Gysi vorhin aufgeschnappt habe. Gregor Gysi sagte noch etwas, was aufhorchen läßt: “Helmut Kohl wäre (sinngemäß)  mit den heutigen deutschen Impulsen nach Europa hinein nicht glücklich.”Und mir fällt wieder ein, daß auch schon der verstorbene Hellmut Schmidt öfter angemahnt hat, wie mit dem “deutschen Gewicht” in Europa etwas ANDERS und etwas “vernünftiger” umgegangen werden sollte, was aber sehr möglicherweise bei vielen Alt- und Neu-Nazis in Europa, die noch von “Großdeutschland” träumen, nicht deutlich genug angekommen ist.

Ich stimme aber  gerne in den  “wohlmeinenden Chor der EUROPÄER” ein, möchte jedoch  darauf hinweisen, daß es KEIN EUROPA GIBT, wenn es KEINE FREMDSPRACHENKENNTNISSE heutiger Sprachen gibt und wenn die Kenntnis des LATEIN ausstirbt, weil dies POLITISCH SO GEWOLLT ist. In diesem Zusammenhang macht mich, nebenbei gesagt, eine Erfahrung aus dem deutsch-französischen Jugendaustausch etwas PERPLEX, wo man nämlich festgestellt haben will, daß die JUGENDLICHEN HEUTE, wenn sie sich international treffen, ZU FAUL SIND.  die jeweils ANDERE Sprache zu benutzten, OBWOHL diese in den Oberschulen unterrichtet wird. (Und zum  deutsch-polnischen Jugendaustausch hörte ich kürzlich im Polnischen Institut in Düsseldorf einen Referenten anmerken, daß das um 1990 vorhandene GEGENSEITIGE INTERESSE inzwischen STARK ABGEFLAUT sei …:: WAS IST LOS MIT DER JUGEND IN EUROPA?)

Aber LATEIN ist doch was ANDERES, weil eine TOTE Sprache und ich übertreibe doch hier nicht etwa maßlos? Man kann doch heute sehr gut auf LATEIN verzichten? Das ja, aber es könnte passieren, daß  man unangenehm auffällt, wenn man Latein  nicht griffbereit hat bei akademischen Begegnungen in Krakau, Prag und Zagreb!

Ist vielelicht auch meine Behauptung, daß man mit FRANZÖSISCH provozieren kann, nur  eine masslose Übertreibung?

Nun,  je nach dem!

Hier in der Nähe von Neuss werden in Rommerskirchen aktuell MEROWINGISCHE GRÄBER ausgebuddelt, hier haben wir St. Dionysos-Kirchen nach dem hl. Dionysos von PARIS-Montmatre und hier gibt es bis heute VIELE französische Familiennamen.

Wenn man dann noch hinzunimmt, daß praktisch das gesamte Ruhrgebiet bis 1914 Zielland für POLNISCHE EINWANDERUNG ist (bis ungefähr 1930?), dann fragt man sich in der Tat, wie der Herr Hitler überhauopt mit seiner hinverbrannten Idee des “reinrassigen Ariers” durchkommen konnte – denn HIER IN DER GEGEND GIBT ES NUR MISCHLINGE!

Ganz im Ernst: Von Neuss nach Paris sind 495-535 Kilometer Entfernung und von Neuss nach Berlin 562 Kilometer, was ich in google maps kontrolliert habe! Diese ganze Gegend von Neuss ist vor Karl dem Großen verwaltet worden von der merowingischen Abtei St. Denis bei Paris – und ich glaube nicht, daß hier irgendjemand ernsthafte Probleme hat mit “französischer Familiengeschichte und Nachbarschaft”.

Dann gibt es einen zweiten wichtigen Punkt im Zusammenhang mit “Französsich”, der viele Leute provozieren wird:  Französisch und Deutsch sind auch HEUTE IMMER NOCH wichtige Fremdsprachen der Intelligentsias in MEHREREN LÄNDERN OSTEUROPAS, zum Beispiel besonders auffällig in POLEN und RUSSLAND.

Jetzt ist folgende Überlegung möglich: Wenn man,  wie Helmut Kohl,  ehrlich ein geeintes Europa will, dann ist eine SEHR PRAKTIKABLE Methode, dahin zu gelangen, die NUTZUNG einer ACHSE FRANKREICH – RUSSLAND, jedenfalls unter HEUTIGEN BEDINGUNGEN von REALPOLITIK, wo sich die ÖFFENTLICHE WAHRNEHMUNG der romansichen Länder Spanien und Italien jedenfalls in Deutschland beschränkt auf die Kenntnis von “Ballermann” auf Mallorca und Urlaub in der Toscana oder am Garda-See.

Und was ist mit ENGLISCH? Habe ich da vielleicht etwas wichtiges übersehen? Was England angeht, erinnern wir uns besonders am heutigen Todestag Helmut Kohls wieder daran, daß das England der Maggie Thatcher STRIKTE GEGEN DIE DEUTSCHE WIEDERVEREINIGUNG war. Wie soll ich sagen: Einige unserer “Freunde” haben seltsame Präferenzen, wie man sie bei “Freunden” nicht unmittelar vermuten würde?!

Wir LERNEN also von Helmut Kohl – und dürfen das in der Tat nicht vergessen bei unseren menschenfreundlichen Tagträumereien -: ENGLAND muß heute wie schon vor Jahrhunderten MÜHSAM von KONTINENTALEUROPÄISCHEN Projekten überzeugt werden, was nicht immer gelingt: Helmut Kohl konnte Maggie Thatcher schlußendlich irgendwie halbherzig überzeugen, aber die Franzosen konnten England 1956 NICHT überzeugen zur Fortsetzung des gemeinsamen Projektes des Suez-Krieges, der infolgedessen ABGEBROCHEN WERDEN MUSSTE. Das HEUTIGE Europa kann nur WENIGE JAHRZEHNTE nach der aktiven Zeit von Helmut Kohl England NICHT MEHR überzeugen, daß es eine BESSERE ALTERNATIVE gibt als den BEREXIT und AUSSTIEG aus Europa – und eine wahrscheinliche NEUAUSRICHTUNG Britanniens “mehr nach den USA” hin.

Ich denke, wir KONTINENTALEUROPÄER  sollten die ERFAHRUNGEN mit England ins HISTORISCHE PROTOKOLL eintragen und im Hinterkopf behalten, daß man zwar VERTRÄGE mit ENGLAND abschließen kann, aber  damit rechnen sollte, daß dies immer nur eine “EHE AUF ZEIT” betrifft, jedoch KEINE “EWIGE TREUE”! Ich beeile mich hinzuzufügen: In den EUROPÄISCHEN STABSRAHMENPLÄNEN FÜR KATASTROPENSCHUTZ sollten TROTZDEM alle nur möglichen RESSOURCEN FEST EINGEPLANT werden, wenn, was ABSOLUT UNAUSWEICHLICH erscheint, die britischen Inseln in allernächster Zeit von SCHWEREN UNWETTER-ZYKLONEN getroffen werden werden!

Wenn ich das sagen darf: VIELLEICHT zeigt uns der englische BREXIT, daß die britischen Planungsabteilungen zu dem Schluß gekommen sind, daß die ÜBERBRÜCKUNG der MENTALITÄTSUNTERSCHIEDE zu den  SLAWISCHEN SPRACHEN, zwischen  OSTEUROPA  und WESTEUROPA  nicht gelingen KANN.  Wie soll ich sagen: Engländer hatten auch nicht derartig HISTORISCH ENGE BERÜHRUNGSPUNKTE mit Osteuropa wie Zentraleuropäer aus Deutschland, Österreich-Ungarn und Frankreich oder Schweden.

Helmut Kohl hält sozusagen mit seiner IDEE von einer ACHSE FRANKREICH – RUSSLAND dagegen, daß wir gar keine andere Wahl haben, als genau die BEGEGNUNG MIT OSTEUROPA  trotzdem zu versuchen, denn wir Kontinentaleuropäer können nicht wie die britischen Inselbewohner  auf unsere Schiffe steigen und aufs offene Meer in entgegengesetzter Richtung  vor unseren Problemem “im Osten” davonfahren!

Ich glaube fast, man muß das gerade heute am Todestag von Helmut Kohl noch einmal BESONDERS BETONEN: Ich habe seinerzeit Helmut Kohl so verstanden, daß Deutschland den RUSSEN die deutsche Wiedervereinigung NIE UND NIE VERGESSEN WIRD – und dieses ‘”nie und nie” ist eine VERNEINUNGSFORM, die es im Deutschen gar nicht gibt, sondern die ich aus SLAWISCHEN SPRACHEN sozusagen “nachgemacht” habe. Ich habe insoweit mit Interesse zur Kenntnis genommen, daß der gegenwärtige deutsche Aussenminisiter, Herr Gabriel, sich ERNEUT ausgesprochen hat für eine DENKPAUSE wegen der sogenannten “Sanktionen gegen Russland”, welche die USA gegenwärtig für klug halten, allen ihren “Freunden” aufzulasten. (Man frage mal die GRIECHEN, wie BEGEISTERT die Griechen über die US-Sanktionen gegen Russland sind!)

Und BESONDERS heute, am Todestag von Helmut Kohl, fällt uns natürlich die DISKREPANZ auf zwischen dem APPELL des US-Präsidenten George Bush senior : “Mr. Gorbateev turn down this wall!” – womit der ABRISS der BERLINER MAUER und des EISERNEN VORHANGS QUER DURCH GANZ EUROPA gemeint war – und der NEUEN TENDENZ ÜBERALL IN DER WELT, NEUE MAUERN ZU ERRICHTEN, WO VORHER KEINE WAREN!

Wir haben aber bekanntlich nicht nur ÜBERALL NEUE MAUERN, sondern wir haben inzwischen auch wieder (fast)  einen NEUEN KALTEN KRIEG – undHelmut Kohl würde wohl auf SEINE METHODE der “Annäherung auf der HISTORISCHEN SCHIENE” hinweisen und Helmut Schmidt würde vielleicht hinweisen auf die Notwendigkeit des RATIONALITÄTSPRINZIPS in der Politik.

Insoweit  habe ich  kürzlich in youtube mit Interesse einen Bericht gesehen von einem  Osterbesuch des russsichen Präsidenten auf dem Heiligen Berg Athos in Griechenland. (Am Todestag von Helmut Kohl darf ich vielleicht sagen, daß die Kohl-Regierungen von der breiten Öffentlichkeit fast total unbemerkt, REGELMÄSSIGE KLAUSURTAGUNGEN abgehalten haben im KLOSTER Maria Laach, ungefähr “bei Koblenz”). Ich hörte also in diesem youtube-Video fast ungläubig, wie Mr. Putin sprach von so etwas ähnlichem wie der “wahren Bruderschaft unter den Menschen”, von welcher die “Heilige Bruderschaft” auf dem Berge Athos Abbild  und Vorbild  GLEICHZEITIG ist.

An einem Todestag darf ich vielleicht etwas UNPRAKTISCH ergänzen: Wenn “Bruderschaft der Menschen” kein WORTGEKLAPPER sein soll oder eine IRREFÜHRUNG wie in der Französischen Revolution, wo man “Liberte, Egalite, Fraternite” BLOSS GESAGT hat, aber tatsächlich  STRÖME VON BLUT vergossen hat,  denn müssen wir den KONTEXT bestimmen, in dem “Bruderschaft der Menschen” überhaupt erst SINN macht. Wir erkennen an einem Todestag unschwer: “Bruderschaft der Mesnchen” muß gesehen werden vor dem Hintergrund der HINFÄLLIGKEIT des menschlichen Lebens, auch wohl seiner  scheinbar bedeutungslosen Alltäglichkeit.

Insoweit könnte man vielleicht sagen, daß die Geste zwischen Mitterand und Kohl in VERDUN so ÜBERAUS HILFLOS UNANGEMESSEN war gemessen an der UNFÄHIGKEIT des Menschen, AUS SICH HERAUS die Schlachtereien des 20. Jahrhunderts zu vermeiden. und nicht noch mehr “schlechtes Karma” aufzuhäufen, was Jesus Christus im Neuen Testament natürlich etwas anders ausdrückt als durch Verwendung des “asiatischen” Wortes “Karma”.  Es sind aber diese HILFLOSEN GESTEN der MÄCHTIGEN GENAU DAS, was der Mensch TUN KANN – und vielleicht auch tun sollte.

Kann man darüber hinausgehen als westeuropäischer Mensch in einem entchristlichten Europa zwischen Islam, Buddhismus und sonstigen “Erlösungsangeboten”?

Nun, meine Studien reichen zur Beantwortung dieser Frage nicht aus, denn ich habe die GEDANKLICHE PERSPEKTIVE der BYZANTINISCHEN KAISER OSTROMS noch nicht wirklich verstanden, wie  diese nämlich auf die “begriffliche”  SPANNUNG reagiert haben zwischen dem “VORFINDLICH VORLÄUFIGEN” aller menschlichen Versuche zu irgendetwas und den “EWIGEN WAHRHEITEN” nach denen sich menschliche Existenz unbegreiflicherweise TROTZDEM ausstreckt, obwohl natürlich die heutige MEHRHEIT aller Menschen, die AUTHENTISCH CHRISTLICHEN Vorstellungen dazu wohl kaum allgemin akzeptieren würde.

Ich darf es deshalb etwas frontal, dafür aber kurz, machen: Gerade an  einem Todestag, wo Helmut Kohl sich zu seinen Vorfahren versammelt hat, nicht ohne einige gravierende Fußspuren in der Geschichte zu hinterlassen, kann man in authentischen christlichen Traditionen eine AHNUNG bekommen von “Apokalypse” und “menschengemachtem Kataklysmos”, welche uns übrigens auch daran erinnern könnten, daß das Leben durchaus keine DAUERPARTY ist, wie man der heutigen jungen Generation als verkaufsfördernde Maßnahme vorgaukeln möchte.

Wir wissen nicht, inwieweit sich Helmut Kohl über die heutigen wissenschaftlich-technologischen Fähigkeiten zu “menschengemachtem Kataklysmos” klar gewesen ist, falls das für Menschen überhaupt möglich wäre.

Wir wissen aber, daß Helmut Kohl es hinter sich hat und daß die bald anstehende Nachfolge seiner Nachfolgerin die alten METAPHYSISCHEN Fragen in einem unter anderem von Helmut Kohl STARK UMGEBAUTEN EUROPA erneut wird WEITER BEARBEITEN müssen!

Ich sagte eben: Vielleicht sind die britischen Planungsabteilungen zu der Schlußfoglerung gelangt, daß die Mentalitätsunterschiede zu Osteuropa nicht überbrückt werden können. Ich habe jetzt zu ergänzen: Vielleicht sind die RUSSISCHEN Planungsabteilungen zu der GEÄNDERTEN Einschätzung gelangt, daß ein OSTEUROPA, das zu seinen CHRISTLICHEN WURZELN ZURÜCKGEKEHRT IST, keine ausreichend vorgebildeten GESPRÄCHSPARTNER mehr in einem tendenziell atheistisch-materialistischen “goldenen Westen”  finden wird.

Falls auch das ÜBERTRIEBEN sein sollte, so könnte man vielleicht sagen: Helmut Kohl und Mr. Putin könnten sich gesprächsweise treffen auf einer GEMEINSAMEN Basis von CHRISTENTUM und einem GEMEINSAMEN BEWUSSTSEIN von der KATASTROPHALEN TRAGIK von GESCHICHTE.

MEINE etwas “ängstliche” Frage wäre: Wird diese Form von EUROPÄISCHER GEMEINSAMKEIT demnächst AUSSTERBEN, weil der VATIKAN seit Papst Johannes Paul II. etwas zu viel mit der CIA “zusammenarbeitet”, jener Vatikan auch, der nicht die geringsten Schwierigkeiten hatte, den Mann zum Papst zu machen, der seinerzeit die NAZI-Ratlines nach Südamerika  sehr tatkräftig unterstützt hat, nämlich Papst Paul VI., der dann auch aus lauter Dankbarkeit das VATIKANISCHE CHRISTENTUM DOKTRINÄR VERÄNDERT HAT, damit es “BESSER IN DIESE WELT HINEINPASSEN” sollte, OBWOHL besonders der Kreuzestod Jesu Christi ein übeaus deutlicher Interpretationshinweis sein könnte, daß “diese Welt” auf METAPHYSIK geradezu ALLERGISCH ABLEHNEND reagiert, so daß jedes AGGIRONAMENTO eine ILLUSION ist, die nur dem GEGENSPIELER CHRISTI einfallen konnte?!

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Follow up 21. Juni 2017 – Wie der tote Kohl noch knallharte Politik macht!

Ich habe folgenden Artikel gefunden: Prantl, Heribert: (Abschied von Helmut Kohl) Letzte Ehrung, letzte Feindschaft, in: Süddeutsche Zeitung, online vom 20.06.2017 URL  http://www.sueddeutsche.de/politik/der-halbe-staatsakt-fuer-kohl-letzte-ehrung-letzte-feindschaft-1.3552727

In diesem SZ-Artikel wird ungefähr ausgesagt: Der GRUND, WARUM Helmut Kohl KEINEN “deutchen Staatsakt” (in Berlin) MÖCHTE und warum es in der Tat ausschließlich den ERSTMALIGEN “Europäischen Staatsakt” in STRASSBURG geben sol,l ist, daß der alte Fuchs dadurch VERHINDERN wollte, daß BESTIMMTE Leute bei dieser Gelegenheit ÖFFENTLICH über ihn sprechen dürfen.

Ausdrücklich wird erwähnt eine FEINDSCHAFT zu Frank Walter Steinmeier, der nämlich CHEF DES BUNDESKANZLERAMTES unter SCHRÖDER war und als solcher die ERMITTLUNGEN geführt hat, als BEHAUPTET worden war, daß die Kohl-Regierung beim REGIERUNGSWECHSEL in erheblichem Ausmaß AKTEN vernichtet haben soll, sozusagen um SELBST zu bestimmen – und, so der inhärente VORWURF: zu MANIPULIEREN – welches BILD IN DER GESCHICHTE über die Helmut-Kohl-Zeit verbreitet wird.

Das in diesem Sinne ungemein PRAKTISCHE wäre: Frank Walter Steinmeier ist jetzt deutscher Bundespräsident und würde als solcher bei einem Europäischen Staatsakt eine bloße Randfigur ohne eigenen REDEAUFTRITT sein.

Der SZ-Artikel deutet an, daß Kohl in seinen späteren Jahren eine gewisse Miesgrämigkeit gegenüber Weggefährten entwickelt haben soll, vielleicht so ähnlich wie die VERÄNDERUNG bei Karl dem Großen, der gegen Lebensende des STÄNDIGEN SCHLACHTENS “überdrüssig” geworden sein soll.

Ich habe zum Beispiel einmal Kohl selbst erzählen hören im Fernsehen, wie Uwe Barschel in sein Arbeitszimmer in Bonn stürmte und herausgeplatzt sein soll ungefähr wie: “DEN PLATZ DA WILL ICH, weil ich den Job genausogut kann!” Was, wenn es STIMMEN würde, natürlich erstens eine ungehörige Ungezogenheit gewesen wäre und zweitens eine bubenhaft pubertäre Auffassung vom Job eines Regierungschefs offenbaren würde.

Pubertäres Verhalten hat Kohl übrigens öfter zu bändigen gehabt: Ich erinnere noch den späteren Bundesschatzmeister der CDU, den Herrn Walter Leisler-Kiep, der in seiner Zeit in Hessen bei dem PARTEIFINANZIERUNGSSKANDAL auf die glorreiche Idee gekommen sein soll, die NAMEN von TOTEN DEUTSCHEN AUSWANDERERN in PARAGUAY zu nehmen, um damit IRREGULÄRE KONTEN FÜR IRREGULÄRE GELDBETRÄGE zu eröffnen. Man muß sich das angeblich so vorstellen, daß da TATSÄCHLICH Leute von der Hessen-CDU nach Paraguay gefahren sind und auf dortigen 100 Jahre alten  Friedhöfen nach “passenden Grabsteinen” von Auswanderern gesucht haben sollen!  Ich sage: Kann man so machen, aber es wirkt schon REICHLICH ABENTEUERLICH und eben  PUBERTÄR!

Und dann ist da natürlich noch der BREMER PARTEITAG, wo Heiner Geißler und Lothar Späth Kohl STÜRZEN wollten, was nicht gelang, weil Kohl sich trotz SCHMERZEN wegen einer VERSCHOBENEN PROSTATA-OPERATION auf dem Parteitag zeigte und erfolgreich zur Wehr setzte. Wir LERNEN hier etwas SEHR wichtiges: HEUTE, in unserem Zeitalter der Mittelmässigkeiten, wo die großen Charakterköpfe aussterben, muß man nicht mehr gegen seine FEINDE in sozusagen offener Feldschlacht  in ehrlichem Kampf bestehen, denn HEUTE wird man HINTERRÜCKS GEMEUCHELT, und zwar VON DEN EIGENEN LEUTEN. Ich warte schon regelrecht darauf, daß genau dies auch mit Bundeskanzlerin Merkel passieren wird!

Also ich denke schon, daß Helmut Kohl VIELE Gelegenheiten hatte PERSÖNLICHE ANIMOSITÄTEN zu entwickeln und das BESONDERE ist eben, daß Helmut Kohl den PLATZ IN DER GESCHICHTE bekommen hat und nicht seine teils NAIV-BUBENHAFTEN Wiedersacher, die einfach eine NUMMER ZU KLEIN waren, um vor der GESCHICHTE bestehen zu können.

Insoweit ist auch die Zitation des alten römischen Titels “Pater Patriae” und der Aufschrift auf römischen Gedenk- Münzen für einen “Pater Patriae” interessant, welche lautete: “Felicium temporum reparatio”, übersetzt:  “Wiederherstellung glücklicher Zeiten”.

Das ist eben GESCHICHTE: Die “Wiederherstellung glücklicher Zeiten” war der EPOCHE HELMUT KOHLS innerhalb des  SCHICKSALS DEUTSCHLANDS und EUROPAS  so und nicht anders zugedacht – ANDEREN – also zum Beispiel dir und mir –  aber eben NICHT – und sei es auch nur darum, weil wir dazu nicht die erforderliche körperliche Statur haben!

Seien wir also durchaus auch DANKBAR, daß die Geschichte so und nicht anders verlaufen ist, und zwar dankbar TROTZ mancher persönlicher Gründe zu persönlichen Vorbehalten!

Helmut Kohl wird wahrscheinlich beim Kaiser-Dom von Speyer,  zu dem er eine lebenslange PERSÖNLICHE BINDUNG hatte,  seine letzte Ruhe finden, obwohl er in mehrfacher Hinsicht KEIN “Heiliger” war.  Man begreift aber leicht, warum es so schwer ist, daß die Könige und Kaiser – und dann auch die Regierungschefs -“HEILIG” werden: Die MENSCHLICHE NATUR von UNS ALLEN ist einfach zu VERDORBEN! Wie soll man da, bitteschön, nicht gelegentlich  aus der Haut fahren und ganz “unheilig” umherpoltern!

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Follow up 22. Juni 2017 Bundestag nimmt Abschied von Helmut Kohl

Einige  Beobachtungen:

  1. Es fällt deutlich auf, daß etliche Abgeordnete nicht da sind.
  2. Es fallen die 3 Bundespräsidenten und eine Bundestagspräsidenten auf – auf der Besuchertribüne, wo sich auch das diplomatische Chorps mit seinem Doyen, dem Nutius, findet.
  3. An der – rhetorisch GEKONNTEN! – Rede von Bundestagspräsident Lamemrt fällt auf: a) Bei einer Persönlichkeit wie Helmut Kohl können die zu respektierenden Wünsche der Familie nicht allein ausschlaggebend sein. (Kohl wollte zum Beispiel VERHINDERN, daß Frank Walter Steinmeier spricht! Kohl wollte AUSDRÜCKLICH KEINEN STAATSAKT in Deutschland.)
  4. Rhetorisch ist SEHR BEACHTLICH, wie die Rede den STURZ KOHLS durch die SPENDENAFFAIRE “schönrednerisch” umschreibt.

Ergebnis: Ich habe ein Gefühl von ratloser Peinlichkeit, obwohl Norbert Lammert einen ausgezeichneten Job macht. Und ich habe das Gefühl eines grossen TROTZES: Frank-Walter Steinmeier, der ejtzige Bundespräsident,  sollte nach dem Willen Kohls NICHT sprechen, aber er war TROTZDEM DA, SCHWEIGEND, TROTZIG.

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Follow up: 24. Juni 2017Ein Vorschlag von Walter Kohl: Staatsakt am Brandenburger Tor mit Großem Zapfenstreich

Ich mache es kurz und gebe zunächst den direkt-link zu dem entsprechenden Artikel von N24, Sektion WELT vom 23.06.2017 URL https://www.welt.de/newsticker/news1/article165880666/Walter-Kohl-fordert-Staatsakt-fuer-verstorbenen-Altkanzler-am-Brandenburger-Tor.html

Der Vorschlag Staatsakt am Brandenburger Tor, das natürlich ein symbolträchtiger Ort besonders während der Wiederevereinigung war, kommt  ein bischen SPÄT. Aber mir fällt dadurch auf, daß bisher in Deutschland etwas FEHLTE, nämlich der Abschied durch GROSSEN ZAPFENSTREICH mit MILITÄRISCHEN EHREN. Aber wie ich die Bundeswehr kenne, wird es dort insbesondere süddeutsche Offiziere geben, die sich ganz bestimmt IRGENDEINE Form von “militärischer RESTPRÄSENZ” im “Abschieds-Prozedere” für Helmut Kohl einfallen” lassen”!

Der Rest des Artikels dokumentiert dann erneut die große DISHARMONIE in der Familie Kohl  und eine große Animosität gegen Kohls ZWEITE FRAU, Maike Richter-Kohl. Dies gibt mir die Möglichkeit GESONDERT festzuhalten, daß uns Aussenstehende an sich GAR NICHTS ANGEHT, daß und wen Helmut Kohl als zweite Frau ausgewählt hat. Insbesondere ist es schon ein bischen GESCHMACKLOS, daß die Zeitungen KONSTANT den Eindruck erwecken, es habe sich um eine sogenannte “komplexgesteuerte Partnerwahl” gehandelt. Das GEGENTEIL könnte richtig sein, daß nämlich die zweite Frau Kohls ein SCHWERES OPFER GEBRACHT hat, wie es an sich nur “erklärlicher” werden könnte, wenn man das berücksichtigen wollte, was man früher einmal das “Mysterium des Landes” genannt hat, welches zum Beispiel dadurch sichtbar wird, daß Helmut Kohl am alten Kaiserdom zu Speyer beigesetzt werden soll, dessen Besichtigung  Helmut Kohl  jedem ausländischen Staatsgast bei Staatsbesuchen sozusagen “aufgedrängt” hat.

Wenn ich das etwas bissig einwerfen darf: Ich habe schon den Eindruck, daß im heutigen Bundestag durchaus nicht mehr ALLE Abgeordneten WIRKLICH WISSEN, warum wir den Kaiserdom zu Speyer auch heute noch als “nationales Monument” deutscher und europäischer Geschichte  einschätzen! Man beachte bitte, daß ich damit noch lange nicht behauptet habe, daß  der heutige Bundestag keine ausreichenden  HISTORISCHE ALLGEMEINBILDUNG mehr hat! (Speyrer Dom  – Speyer Cathedral  –  Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption-et-Saint-Étienne / cathédrale de Spire )

Und wiederum: Es beschleicht mich ein Gefühl von ratloser Peinlichkeit! Irgendwie hat man einen RESTZWEIFEL, ob es wirklich nötig war, den GROSSEN ZAPFENSTREICH ZU VERWEIGERN bzw. sozusagen “ausfallen” zu lassen!

Es ist noch ein Zitat von Thomas Oppermann, dem aktuellen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion nachzureichen, der gesagt jaben soll: “Die Zeiten der schwarz-gelben Koalition waren ein Albtraum!” Wir sind unmittelbar betroffen und fragen uns, ob Thomas Oppermann SEHR “leidet”?!  Darf ich allerdings zurückfragen, welche DEFINITION von “ALBTRAUM” Herr Oppermann hier benutzt hat?

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Follow up 24. Juni 2017 – Die Schlammschlacht geht weiter: Bundesarchiv will Nachlass von Helmut Kohl – und anderes Hickhack

Maike Kohl-Richter soll Kohls Akten herausgeben -in:msn-Microsoft news, 24. 06.2017 – URL http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/maike-kohl-richter-soll-kohls-akten-herausgeben/ar-BBD7cK4?li=BBqg6Q9

Veranlaßt hat diesen Vorgang Nachlaßherausgabe der Cehf des Bundesarchivs, ein Herr Hollmann – und den Namen sollte man sich merken, wenn es um Beförderungen geht, selbst dann wenn der Chef des Bundesarchivs in diesem Falle natürlich nur Befehle der Bundesregierung ausführt.

Die selbe Quelle msn-Microsoft -news, was eine Art Kompilation oft aus dem Material der Nachrichtenagenturen ist,  bringt  folgende weitere Artikellinks, die ich bloß kopiere, weil ich es einfach alles zu geschmacklos finde!

Mich empört das pietätlose Verhalten von Maike Kohl-Richter” – URL https://www.welt.de/politik/article165808001/Mich-empoert-das-pietaetlose-Verhalten-von-Maike-Kohl-Richter.xmli

Kohl-Sohn kommt nicht zur privaten Beisetzung – URL https://www.welt.de/politik/deutschland/article165854878/Kohl-Sohn-kommt-nicht-zur-privaten-Beisetzung.xmli

Kohl-Sohn kommt nicht zur privaten Beisetzung – URL https://www.welt.de/politik/deutschland/article165854878/Kohl-Sohn-kommt-nicht-zur-privaten-Beisetzung.xmli

Anwalt der Witwe erhebt schwere Vorwürfe gegen Kohl-Sohn – URL https://www.welt.de/politik/deutschland/article165789818/Anwalt-der-Witwe-erhebt-schwere-Vorwuerfe-gegen-Kohl-Sohn.xmli

Merkel sollte offenbar bei Kohl-Trauerfeier nicht reden  – URL https://www.welt.de/politik/deutschland/article165786024/Merkel-sollte-offenbar-bei-Kohl-Trauerfeier-nicht-reden.xmli

Trauerakt und Trauerspiel -URL  https://www.welt.de/debatte/kommentare/article165805697/Trauerakt-und-Trauerspiel.xmli

Ich denke,  wir sind damit alle miteinander angekommen auf dem Niveau einer Seifenoper! Armes Deutschland!

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Follow up26. Juni 2017 – warum der Bundessarchivchef Hollmann den Kohl – Nachlass wahrscheinlich nie bekommt

Die news-page N24, Welt,  bringt einen ungemein kenntnisreichen und klugen Artikel mit Informationen, wie Nachlässe bei früheren Bundeskanzlern geregelt worden sind. Insbesodnere erfährt man, daß das Bundesarchiv keinen einzigen der Bundeskanzler-Nachlässe bekommen hat, so daß man sich fragt, ob der Vorstoß des Chefs des Bundesarchivs im Falle Kohl als eine ABSICHTLICHE POLITISCHE BRÜSKIERUNG gedacht war.

source/Quelle: torsten.krauel(@)weltn24.de     Wem gehört Helmut Kohl, gefunden 26.06.2017 – URL  https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article165930622/Wem-gehoert-Helmut-Kohl.html

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- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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