Luther, Kant, Marx, Rahner, Heidegger und andere entbehrliche Berühmtheiten

Weil das Leben kurz ist und die Zeit knapp, stelle ich hier eine kleine Liste mit berühmten Autorennamen vor, die man kennen muß, weil sie im Lexikon drinstehen, die ich selbst aber ohne nennenswerten Verlust beiseite gelegt habe, , wobei ich sozusagen noch ein bischen mehr zuspitze als die Quelle Joseph Kardinal Siri: Gethsemani ; Aschaffenburg: Pattloch 1982; München: Pattloch 1986, 2. Aufl.!

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Als erste Gruppe hätten wir da:

  • Immanuel Kant
  • Johann Gottfried Herder
  • Gotthold Ephraim Lessing
  • Voltaire (Pseudonym für: Arouet)
  • Napoleon

Diese Autoren waren OFFIZIELLE MiTGLIEDER der FREIMAUREREI, sind also im Internet in FREIMAURER-WIKI gelistet – bis auf Napoleon, der in Freimaurer-Wiki drinsteht, weil er AUFFÄLLIG MASSIV die Freimaurerei GEFÖRDERT hat, obwohl seine eigene offizielle Mitgliedschaft angeblich “unsicher” bis “zweifelhaft” sein soll. Von dieser Autoren-Gruppe waren Herder und Lessing GLEICHZEITIG EVANGELISCHE PASTOREN.

Falls das Publikum jetzt ENTSETZT aufschreit, daß Freimaurerei in unserer heutigen TOLERANTEN Zeit nicht mehr sein könne oder dürfe als ein PRIVATVERGNÜGEN, so darf ich als Privat-Historiker dennoch daran erinnern, daß sich  im Bereich der RÖMISCH-KATHOLISCHEN KIRCHE  ungefähr seit dem ANTI-MODERNISMUS ab dem 19. Jahrhundert, wie er sich besonders ausgeprägt findet bei dem heiligmässigen Papst Pius X. (Sarto) eine eigene GESETZGEBUNG entwickelt hat, die RÖMISCHEN KATHOLIKEN EINE KOLLABORATION oder MITGLIEDSCHAFT bei den FREIMAURERN untersagt. Nun ja, man weiß zur Genüge, daß es Gesetze deshalb gibt, weil jedermann sie ignoriert oder umgeht, zum Beispiel auch römische Prälaten!

Für INGENIEURE und NATURWISSENSCHAFTLER dürfte ferner interessant sein, daß die Quelle Richard Hoagland, Geheimakte Mond, Rottenburg: Kopp 2008; amerik.: Dark Mission, 2007, behauptet, daß es in der NASA zwei Haupt-Fraktionen im Dauerclinch geben soll, nämlich erstens eine UNDERGROUND-FREIMAURER-FRAKTION und zweitens eine NAZI-UNDERGROUND-EMPIRE-Fraktion.

Es scheint also wohl doch die römische Gesetzgebung ein echtes Problem zu betreffen, auch wenn wir mit dem Vatikan-Insoder Malachi Martin wohl davon ausgehen müssen, daß es im Vatikan selbst Anhänger der Freimaurerei geben sollte – die man, nebenbei gesagt, auch in manchen ostkirchlich-orthodoxen Konfessionen wohl nicht ganz zu Unrecht vermutet.

Immanuel Kant frontal anzugreifen, könnte deshalb befremden, weil kaum jemand ihn wirklich durchgelesen hat – ich selbst auch nicht! – und weil Immanuel Kant BIS AUF DEN HEUTIGEN TAG eine RATIONAL nicht ganz faßbare BREITENWIRKUNG erzielte, zum Beispiel bei dem Dichter Schiller, über dessen “Ode an die Freude” der KANTSCHE KATEGORISCHE IMPERATIV dann sogar bis in die 9. Beethoven-Symphonie kam, dann aber auch ganz aktuell im NEO-KANTIANISMUS in Deutschland , England und den USA, unter anderem bei dem POLIT-GURU Karl Popper, der dem ehemaligen Bunddeskanzler Helmut Schmidt so ausserordentlich behagte – dann aber mehr wissenschaftlich gediegener bei Ernst Tugendhat zum Beispiel und den “Kantianern” der mächtigen Universität Chicago.

Ich glaube aber nicht, daß Kant irgendeine wirkliche Relevanz für HEUTIGE NATURWISSENSCHAFTLICHE und KOSMOLOGISCHE Probleme besitzt, ich glaube noch nicht einmal, daß er wirklich ÜBER DIE SCHOLASTIK hinausgeht, was ja bedeuten würde, daß er BESSER als BONAVENTURA und Thoams von Aquin gewesen wäre, was kaum glaublich erscheint.

Auf etwas sichererem Boden befinden wir uns allerdings, wenn wir Immanuel Kant rundheraus als NICHT-CHRISTEN und sogar “halben Atheisten” ENTTARNEN, und zwar aus einem BESTIMMTEN GRUND: Weil nämlich Kant die Verdrängung eines Riesentankers hatte, weil man also “an Kant irgendwie nicht vorbei konnte”, haben sich viele gutmeinende, an sich christlich gefärbte Autoren dazu hinreissen lassen, sozusagen “in Kant christliche Reste” zu suchen, ja, Kant sozusagen “nachträglich noch christlich zu taufen”. Man kann sich die Mühe sparen: Immanuel Kant weiss wirklich NICHTS von den eigentlichen CHRISTLICHEN MYSTERIEN – und er WILL wahrscheinlich davon auch gar nichts wissen, weil er doch wohl NICHT OHNE GRUND hochoffiziell der Freimaurerei angehörte!

Ich benenne eine zweite Gruppe relativ entbehrlicher Autoren:

  • Karl Rahner (katholischer Professor, Schüler von Martin Heidegger – nicht zu verwechseln mit dessen Bruder Hugo Rahner oder dem Pianisten Hans Rahner)
  • Jürgen Moltmann (evangelischer Professor, Welterfolg “Theologie der Hoffnung”, 1964 – allerdings “”marxistische Untertöne”, allerdings “Marcuse- Adorno-, Dutschke-Vokabular)
  • Rudolf Bultmann (evangelischer Professor und “Programm der Entmythologisierung”)
  • Hans Küng (katholischer Professor, laisierter (?) Priester, in meinem Verständnishorizont bestenfalls ein “Popularisierer” – und entsetzlicher Vielschreiber!)

Bis auf Hans Küng, wenn ich richtig erinnere, werden diese Autoren in der Quelle Joseph Kardinal Siri, Gethsemani, Aschaffenburg, München: Pattlich 1982, 1986 von einem genuin römisch-katholischen Standpuntk aus KOMPLETT ZURÜCKGEWIESEN, weil nicht einmal mehr GEWISS ist, ob diese Autoren “noch etwas anfangen” können mit dem EIGENTLICH ANSTÖSSIGEN des Christentums, nämlich seinen MYSTERIEN, darunter zum Beispiel auch das Mysterium der MENSCHWERDUNG eines GOTTES und dessen REALPRÄSENZ in der Liturgie auf den Altären.  Was aber ich selbst “irgendwie gar nicht” VERSTEHEN kann, ist, warum jemand als PRIESTER “arbeiten” sollte, wenn er die MYSTERIEN von GRUND AUF ABLEHNT? Oder jedenfalls: Diese Autoren haben eine SAGENHAFTE VERWIRRUNG angerichtet, indem sie die SCHREIENDSTEN LINGUISTISCHEN TASCHENSPIELERTRICKS angewendet haben – und sich noch nicht einmal für ihre BAUERNFÄNGEREI GESCHÄMT haben!

Wenn ich das spasseshalber mal sagen darf: Im Neuen Gotteslob befindet sich ein Aphorismus von Karl Rahner, der lautet: “Glauben heißt, ein Leben lang die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten.” Karl Rahner scheint es niemals in den Sinn gekommen zu sein, daß es für GOTT durchweg eine ZUMUTUNG ist, UNS INFERIORE MENSCHEN “aushalten” zu müssen. Und dann, bitteschön: Es KLINGT nur “BEDEUTEND” und “TIEFSINNSSCHWANGER”, wenn Karl Rahner die UNBEGREIFLICHKEIT GOTTES akzutuiert, denn jeder Mensch könnte aus dem Stehgreif VIELE Beispiel aufzählen, daß schon der “menschliche Alttag an sich selbsten” sehr oft UNBEGREIFLICH ist.  Das rhetorische Argument ist klar: Hier wird bei Karl Rahner ein BOMBASTISCHER EINDRUCK erzeugt und wenn jemand TATSÄCHLICH nachschaut, dann finden wir einen Gedanken von der Größe einer Maus, nämlich PURE BANALITÄT. Wahrscheinlich dürfte man Karl Rahner gar nicht versuchen, zu sagen: Nein, nicht nur gibt es eine UNBEGREIFLICHKEIT Gottes, sondern es gibt auch zum Beispiel eine UNBEGREIFLICHKEIT DES STERNENHIMMELS – und die gibt es schon seit ARISTOTELES (und seinen sogenannten “4 Gottesbeweisen”). Die wissenschaftliche Frage ist also: WARUM führte der STERNENHIMMEL die Menschen vor Jahrtausenden ZU Gott HIN – und warum führt genau derselbe Sternenhimmel die Menschen HEUTE von Gott WEG, was, wie ich stark vermute, NICHT ABHÄNGT von den VIELEN RAHNER-Büchern – zum Besipiel “Mysterium Salutis”, woselbst sich das BERÜHMTE “Glaubensbekenntnis” des Karl Rahner befindet, welches schon eine SPRACHLICHE KATASTROPHE ist! -, was also wahrscheinlich NICHT abhängt von RAHNER-Büchern, die KAUM NOCH EINER WIRKLICH DURCHSTUDIERT!

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Als dritte Autorengruppe habe ich aus der Kardinal-Siri Quelle extrahiert FRANZÖSISCHE AUTOREN, die ich selber gar nicht oder nur wenig gelesen habe, nämlich

  • Jacques Maritain (kenne ich nicht)
  • Jacques Chevalier (kenne ich nicht)
  • Teilhard de Chardin (auf den wäre ich beinahe reingefallen)
  • Sertillianges (eigentlich ein Thomas- und Scholastik-Spezialist, dessen rein theologische Arbeiten ich gar nicht kenne)

Kardinal Siri stellt selber fest, daß die Beurteilung von Henri de Lubac in seinen späteren Schreibphasen deutlich positiver ausfällt als in seiner Anfgangsphase etwa 1936 oder so. Zwei Ultrakurzzitate aus deutscher Wikipedia, Artikel “henri de Lubac” –  URL https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_de_Lubac  – mögen zu vorläufiger Einschätzung  hilfreich sein: “Lubac gilt zusammen mit Marie-Dominique Chenu, Jean Daniélou und Yves Congar als Vorkämpfer der Nouvelle théologie.” – ” Lubac beeinflusste im deutschsprachigen Raum vor allem die Theologen Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Joseph Ratzinger, Karl Lehmann, Erhard Kunz und Walter Kasper.” – Lubac ist aber nach dem 2. Vatikanischen Konzil, 1962-1965, zu einer positiveren Sicht der katholischen Tradition zurückgekehrt. Ich selbst fand exakt zwei Werke von Lubac erhellend:   Lubac, Henri de: Vom Erkennen Gottes, Freiburg: Herder 1950, 134 Seiten, ungefähr Postkartenformat – Lubac, Henri de: [Über Gott hinaus???].Die Tragödie des Humanismus ohne Gott: Feuerbach-Nietzsche-Comte und Dostojewskij als Prophet. Dt. Übers. von Eberhard Steinacker. Salzburg: Otto Müller Verlag 1950. (Le Drame De L’Humanisme Athée)

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Dann extrahiere ich aus Kardinal Siri noch folgende Philosophen, die man durchaus nicht täglich braucht, nämlich

  • Georg Wilhelm Hegel, der eine ausgeprägt übertriebene Selbsteinschätzung gehabt haben muß,welche in einem krassen Mißverhältnis zu Sinn und Zweck seiner Philosopheme stand, von denen er angeblich so bescheiden wie möglich gemeint haben soll, daß er nur zwei kenne, die sie verstünden, nämlich erstens Gott und dann, zweitens,  er, G.W. Hegel!
  • Martin Heidegger – das ist der Philosoph mit den Bindestrich-Worten, was letztlich hinausläuft auf SPRACHLICHE GAUKLERTRICKS, die auch schon mal danebengehen,wenn man kein Meister im JONGLIEREN ist! Zweierlei ist noch erwähnenswert: Kardinal Siri behandelt NICHT Heideggers ENTGLEISUNGEN in der NAZI-ZEIT, er kritisiert Heidegger NICHT DEUTLICH als ATHEISTISCHEN NIHILISTEN und er erwähnt nicht, daß oben erwähnter KARL RAHNER ein SCHÜLER von Heidegger war! Ich wiederhole: Man gaukelt der studierenden Jugend VOR, daß Heideggers “Sein und Zeit” eine ANGEBLICHE “Rettung der Ontologie” sei, aber wenn man diesen ANSPRUCH vergleicht mit einem LERHBUCH der christlich-römischen Ontologie – zum Beispiel: Nink, Caspar: Ontologie, Freiburg: Herder 1952 -, dann ist Heideggers VORGEBLICHE “Ontologie” PAPPERLAPAPP an der Grenze zu NONSENSE! Wem meine Heidegger-Beurteilung zu HART vorkommt, der kann gerne vergleichen mit der Beurteilung in dem ÖSTERREICHISCHEN Buch: Austeda, Franz: Lexikon der Philosophie, Wien: Hollinek 1979, ERSTE AUFLAGE IN EINEM BAND, S. 56, 2.Spalte “Heidegger”!
  • Edmund Husserl, bekannt wegen seiner Phänomenologie, dem Kardinal Siri als einzigem aus diesen Autorenlisten zugesteht WISSENSCHAFTLICHE EHRLICHKEIT, wo nämlich HUSSERL SELBST BEMERKT haben soll, daß sein PHÄNOMENOLOGISCHER ANSATZ bestimmte fundamentalere Probleme NICHT ERFOLGREICH FASSEN KONNTE. Kardinal Siri erwähnt aber nicht, daß Husserl mindestens eine berühmte Schülerin hatte, nämlich EDITH STEIN, die vom Judentum zum Christentum konvertierte, sogar in den KARMELITEN-Orden eintrat, um dann von den Hitler-NAZIS – ich meine in Auschwitz – zur CHRISTLICHEN MÄRTYRERIN gemacht zu werden. Wie soll ich formulieren: Edith Stein ist sozusagen die INKARNIERTE ANTWORT auf ihren Lehrer Edmund Husserl und kann genau darum erstens BESTIMMTE KONSEQUENZEN ziehen, die ihr Lehrer nicht ziehen wollte und konnte  und zweitens sogar die GRENZEN DER HUSSERL-METHODE dadurch überwinden, daß sie MIT ihrer LEBENSANTWORT vom BLOSS WISSENSCHAFTLICHEN FRAGEN zu einem MENSCHLICHEN EXISTENZIAL wurde,welches durch seine Rückbezüglichkeit auf die INKARNATION des GOTTMENSCHEN Jesus Christus die BANALITÄT gewöhnlicher menschlicher Alltagsexistenz überwand, indem plötzlich der GOTTMENSCH Jesus Christus zu ihrem EIGENTLICHEN Lehrer wurde!
  • Friedrich Nietzsche (den hatten wir mal in der Pubertät im Religionsunterricht bei einem Dozenten für Religionsphilosophie auf Durchreise; Nitzsche ist nicht in Joseph Kardinal Siri, Gethsemani enthalten wird aber IN DER LUFT ZERRISSEN in folgender Quelle: Vogel, Martin: Nietzsche und Wagner. Ein Deutsches Lesebuch, Bonn 1984)

 

Schließlich benennt die Joseph-Kardinal-Siri-Quelle noch einen GENIALEN QUERKOPF, über den immerhin Benedetto Croce gearbeitet hat,

  • Giambattista Vico – genial, verworren, auf Dauer ungenießbar, ABER VON EINIGER BREITENWIRKUNG DURCH REZEPTION von Vico-IDEEN besonders im VORFELD der Entstehung des DEUTSCHEN HISTORISMUS und der DEUTSCHEN BIBELKRITIK!

Ehrlich gesagt, ich kannte bislang Giambattista Vico nur aus flüchtigen Randbemerkungen und ich werde mir die Mühe sparen, zu versuchen, ihn lesend zu ergründen!

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Wer sich für MENTALITÄTSGESCHICHTLICHE Anfänge der DENKUNGSART unserer Gegenwart in breiten Bereichen von Geisteswissenschaften interessiert, den darf ich noch hinweisen auf eine ältere Quelle, nämlich:

Hazard, Paul: Die Krise des europäischen Geistes. 1680–1715. Aus dem Französischen übertragen von Harriet Wegener. Hamburg: Hoffmann und Campe 1939

Der auch in Wikipedia gelistete Autor Paul Hazard liest sich wesentlich angenehmer als die SEHR BRUTAL FUNDIERTE Studie von:

Lubac, Henri de: [Über Gott hinaus???].Die Tragödie des Humanismus ohne Gott: Feuerbach-Nietzsche-Comte und Dostojewskij als Prophet. Dt. Übers. von Eberhard Steinacker. Salzburg: Otto Müller Verlag 1950. (Le Drame De L’Humanisme Athée).

Die Anwürfe gegen das Christentum speziell in seiner römisch-katholischen Ausprägung sind übrigens durchaus nicht neu – die Quelle Joseph Kardinal Siri, Gethsemani sagt selbst irgendwo, daß wir in der Tat überall den  in den Konzilien des ersten nachchristlichen Jahrtausends AUSDRÜCKLICH ZURÜCKGEWIESENEN SEKTIERERN und IRRLEHRERN in veränderter Form wieder begenen! –   und eine religionsskeptische bis religionsfeindliche Unterströmung läßt sich bis auf das  ESOTERISCHE UMFELD-MISCHMASCH um den Kaiser Friedrich II. von Staufen, 1194-1250, zurückverfolgen, wo wir  zum Beispiel den “erfundenen Lebenslauf” Jesu Christi in Form eines hebräischen “Toldot Jeshu” haben, dann aber besonders auch das religionsabgeneigte Dictum von den “betrogenen Betrügern” und natürlich eine sozusagen ESOTERISCHE SUBKULTUR mit arabisch, hebräischen und kryptosektiererischen  Vertretern, welche sozusagen das KULTUR-KONGLOMERAT nur wenige Jahrhunderte früher in SPANIEN – etwa ab 700-900 n. Chr. –  und auf SIZILIEN auf einem neuen Level “wiederholen”. Als eine Art “literaturgeschichtliches Konglomerat” wird diese HISTORISCHE EPOCHE DER MENTALITÄTSGESCHICHTE beispielhaft greifbar in Quelle: Niewöhner, Friedrich:  Veritas sive Varietas. Lessings Toleranzparabel und das Buch von den drei Betrügern, Heidelberg: Verlag Lambert Schneider  1988 – Habilitationsschrift FU Berlin 1983. Ich sollte jedoch vielleicht hinzufügen, daß es möglicherweise nicht den Intentionen des Autors Friedrich Niewöhner entspricht, sein Buch “Veritas seu Varietas. Lessings Toleranzparabel …” in dem von mir hier skizzierten MENTALITÄTSGESCHICHTLICHEN Zusammenhang zu verwenden! Oder anders gesagt: Ich halte für möglich, daß der Autor Niewöhner einerseits kein römischer Christ war und andererseits eventuell einer sozialistisch-revolutionären Einstellung zugeneigt gewesen sein könnte. Wie dem auch sei: BIOGRAPHISCH war der Autor Niewöhner etliche Jahre Professor an der Universität von SCHIRAZ im IRAN VOR Khomeini! So, und was LERNEN wir ebventuell? Well, ESOTERISCHE SUBKULTUREN mit einer TENDENZ zu SYNKRETISMUS und SKEPSIS hat es ÖFTER gegeben, aber VIEL SELTENER war der HISTORISCHE FALL, wo auch eine SYNTHESE VON BLEIBENDER WIRKUNG entstand. Oder anders gesagt: Die Art und Weise, wie der Autor Friedrich Niewöhner auf ESOTERISCHE SUBKULTUR um 1200 n.Chr. reagiert,  unterscheidet sich DRAMATISCH von den Reaktionsweisen eines BONAVENTURA und THOMAS von AQUIN (und deren nachgeordneten Arbeitsteams) , die in einem ÄHNLICHEN KULTUR-KONGLOMERAT eine EIGENSTÄNDIGE SYNTHESE – genannt “Scholastik” – von BLEIBENDEM WERT erschufen, welche dann natürlich aus den Kellern der Subkultur ins Licht der ÖFFENTLICHEN GELTUNG vorrückte! Und ich denke schon: Indem ich diesen GEGENSATZ herausgearbeitet habe, habe ich gleichzeitig darauf hingewiesen, was WISSENSCHAFT vernünftigerweise ANBIETEN kann, nämlich ALTERNATIVEN. Unangenehm wird es allerdings, wenn wir NACH Studium der ALTERNATIVEN plötzlich feststellen, daß wir “EINE WAHL HATTEN” und infolgedessen dann auch unter Umständen MORALISCHER FREMDBEURTEILUNG ausgesetzt sind! Oder noch anders gesagt: Der Buchtitel von Niewöhner – “Veritas seu Varietas” – ist bereits eine PROGRAMMATISCHE AKZENTSETZUNG, denn der ERWARTETE Gegensatz müßte philosophsich  lauten “WAHRHEIT oder LÜGE”  oder logisch “WAHRHEIT oder  FALSCHHEIT”, welchen ALTERNATIVEN sich der Autor Niewöhner also BEWUSST ENTZIEHT, was den Leser, also uns, also dich und mich, WARNEN sollte!

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Schluß und Ergebnis:

Ich glaube, ich war früher zu gutmütig und habe es zu sehr unterschätzt, daß man nämlich manchmal nur dadurch FORTSCHREITEN kann, daß man zu ÜBERFLÜSSIGELM BALLAST gewordene Autoren einfach da beläßt, wo sie sich schon befinden, nämlich auf dem GROSSEN HAUFEN, den die GESCHICHTE für  MITTELMASS und  IRRELEVANZ bereitshält. Genau dort finden wir zwei durchaus entbehrliche Autoren, nämlich,

  • Martin Luther – Besonmders im Falle Luthers war ich viele Jahre viel zu höflich zurückhaltend, obwohl der evangelischen Kirche inzwischen selber aufgefallen ist, daß ETLICHE Eigenarten Luthers heute kaum noch erträglich sind. Ich greife von den berühmt-berüchtigten “SOLAS” des Martin Luther –  Sola Fide (allein der Glaube) – Sola Scriptura (allein die Schrift) – Solus Christus (allein Christus) – Sola Gratia (allein die Gnade) – Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre) – heraus das Luther-Prinzip “Alelin die Schrift”. Das Problem ist schlicht und ergreifend, daß ich keine einzige Stelle in der Bibel kenne, in der IRGENDEIN VOLLSTÄNDIGER GOTTESDIENST enthalten ist, in der etwa die Liturgie des letzten Abendmahles oder der Eucharistie in ihrem ABLAUF erklärt wäre, ich kenne keine einzige Stelle, wo erklärt ist, wie man und was man in der Kirche singen soll, ja nicht einmal eine architektonische anweisung, wie man Kirchen bauen soll oder warum man GLOCKEN braucht und WIE man sie produzieren soll. Man ersieht unmittelbar, daß meine ABLEHNUNG Martin Luthers vielleicht schon über rein RATIONALE ARGUMENTATIONEN hinausgeht, denn ich wurde bereits als Kind aus einem protestantischen Umfeld in ein katholisches Umfeld “versetzt” – und so richtig “klar kommen” tue ich mit Protestanten und Evangelischen bis heute nicht, denn die sind mir einfach ZUTIEFST FREMD GEBLIEBEN, und zwar OBWOHL ich natülich in der Schule und Ausbildung mich  “auseinandersetzen” mußte.
  • Karl Marx – Der schimmert  bei Joseph Kardinal Siri zwar irgendwie durch, wird aber gar nicht mit einem eigenen Kapitelchen abgehandelt, vermutlich deshalb weil der JUBEL und die ZUSTIMMUNG ungebildeter Massen keineswegs fehlende wissenschaftliche Akzeptanz überdecken kann. Mehr spasseshalber darf ich an dieser Stelle eine Quelle benennen, die natürlich eingefleischte Marxisten nicht im geringsten tangieren wird, daß die marxistische WIDERSPRUCHSBEHANDLUNG inzwischen wissenschaftlich TOTAL ERLEDIGT ist: Tugendhat, E./Wolf, U.: Logisch-­semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam paperback 1983; Kap. „Der Satz vom Widerspruch“: S. 50 – ­65

Ich bin nicht klüger als Kardinal Siri oder Thomas von Aquin oder Aristoteles, der übrigens wahrscheinlich auf ein Wissen ungefähr 10.000 Jahre vor ihm zurückgreift, wie jedenfalls der Grieche Manias, Theophano nahelegen könnte, der nur in griechischer Sprache und Kurzebeschreibungen auf Englisch und Spanisch vorliegt, so daß ich mir hier, ohne mir großartig einen schweren Kopf zu machen, schließe und FEIERABEND mache, was natürlich bei Heidegger heißen müsste “Feier-Abend”, was insoweit von ungemeiner philosophischer Brisanz ist, als MEIN “Feier-Abend” eigentlich eher eine “Feier-Nacht” ist.

Na denn: Gute Nacht – mit all den hier gelisteten Autoren.

Heute ist der 08. Aug. 2016, der Gedenktag des hl. Dominikus, der bekanntlich in Kollaboration mit dem MACHTPOLITIKER Kardinal Hugolinus hinter dem päpstlichen Thron und mit Militärabteilungen der WELTLICH-STAATLICHEN Macht unter Abweichlern von der damals alleinseligmachenden “Wertegemeinschaft und Grundordnung” ein sagenhaftes Blutbad anrichtete, so daß man etwas Schwierigkeiten hat, sein eigentliches Anliegen der ARGUMENTATITIVEN AUSEINANDERSETZUNG mit “Andersgläubigen”  zu erkennen.  Wie soll ich diplomatisch formjulieren: Ich war selbst ein Jahr auf einer Dominikaner-Schule, was mir durchaus nicht geschadet hat, und vielleicht dürfen wir es als eine gewisse Art von “Fortschritt” auffassen, daß mit nicht nur die AMBIVALENZ LUTHERS aufgefallen ist – siehe  zum Beispiel Bauernkireg -, sondern daß mir auch die AMBIVALENZ des Heiligen Dominikus aufgefallen ist, der eben TROTZDEM ein Heiliger war, und zwar sehr wahrscheinlich nicht grundlos!

Ich vermute, auch das habe ich früher als “Unschuld vom Lande” FALSCH und ZU GUTMÜTIG eingeschätzt, daß man nämlich im Felde der Geschichtswissenchaft der AMBIVALENZ NICHT ENTKOMMT, mindestens!

Aber das SELTSAMSTE ist NICHT, daß ich hier Autoren listen konte, die FÜR MICH REIN PERSÖNLICH  mit den Jahren immer entbehrlicher wurden, nein, viel seltsamer ist, daß es mich gar nicht mehr AUFREGT, weil ich LÄNGST GANZ WOANDERS ANGEKOMMEN bin bei GANZ ANDEREN FRAGESTELLUNGEN UND HORIZONTEN, die zum Beispiel in KANT oder LUTHER noch gar nicht geahnt wurden.  Andererseits aber beobachte ich, daß für mich ANTIKE GRIECHEN und zum Beispiel die BIBLIOTHEK von ALEXANDRIEN eine GANZ NEUE FASZINATION erhalten haben, ebenso übrigens wie bestimmte Teile der SCHOLASTIK, die natürlich auf den antiken Griechen aufbaut und diese mit “christlichen Weiterungen” SYNTHETISIERT. “Placuit, decuit, fecit.”: Diese ULTRAKURZE KOSMOLOGIE des KOSMOLOGISCHEN SCHÖPFERGOTTES IN CHRISTLICHER WEITERENTWICKLUNG steht eben nicht bei Luther, auch nicht bei Kant, auch nicht Heidegger, sondern bei DUNS SCOTUS! Und ich bin erhlich VERBLÜFFT!

Okay, auf allgemeinen Wunsch des Publikums wenigstens ein paar bibliographische Nachweise zu Manias, Thephano!

Manias, Theophanis : ΑΓΝΩΣΤΑ ΜΕΓΑΛΟΥΡΓΗΜΑTΑ ΤΩΝ ΑΡΧΑΙΩΝ ΕΛΛΗΝΩΝ (Unbekannte Ruhmtaten der alten Hellenen) – Ἄγνωστα μεγαλουργήματα τῶν Ἀρχαίων Ἑλλήνων : Μετά 62 χαρτῶν καί σχεδιαγραμμάτων Ἡ Ἑλληνική ἱστορία εἱναι 12.000 ἐτῶν – Unknown masterpieces of the ancient Greek: with 62 maps and diagrams – Greek history is 12,000 years (old) 1st edition: Athenai/ Ἀθῆναι: Τυπ. Ἐ. Χουλιαρᾶ, 1972 – 2nd edition: Athenai/ Athen/Athenai: ΠΥΡΙΝΟΣ ΚΟΣΜΟΣ 1981; ISBN13 9789607282507

Manias, Theophanes / ΜΑΝΙΑΣ ΘΕΟΦΑΝΗΣ / Μανιας, Θεοφανης: La triangulacion geometrico-geodesica del espacio de la antigua Grecia (El gran plan de la antiguedad helenica), Madrid 1971 – this is so to say the outline of ideas elaborated in ΑΓΝΩΣΤΑ ΜΕΓΑΛΟΥΡΓΗΜΑTΑ ΤΩΝ ΑΡΧΑΙΩΝ ΕΛΛΗΝΩΝ

Manias, Theophanes / ΜΑΝΙΑΣ ΘΕΟΦΑΝΗΣ / Μανιας, Θεοφανης: Ὁ γεωμετρικός γεωδαιτικός τριγωνισμός τοῦ ἀρχαίου ἑλληνικοῦ χώρου : Τό μέγα σχέδιον τοῦ ἑλληνισμοῦ – Ἀθῆναι: Βασιλικό Ἐθνικό Ἳδρυμα, 1969 – The geometric geodesic triangulation of the ancient Greek regions: the great plan behind Hellenism – (outline of the ideas elaborated in ΑΓΝΩΣΤΑ ΜΕΓΑΛΟΥΡΓΗΜΑTΑ ΤΩΝ ΑΡΧΑΙΩΝ ΕΛΛΗΝΩΝ

Manias, Theophanes / ΜΑΝΙΑΣ ΘΕΟΦΑΝΗΣ / Μανιας, Θεοφανης: The invisible Harmony of the Ancient Greek World and the apocryphical geometry of the Greeks, The geometric-geodetic triangulation of the ancient Hellenic space. The great plan of Hellenism , Athen National Institution 1969 – this is so to say the outline of ideas elaborated in ΑΓΝΩΣΤΑ ΜΕΓΑΛΟΥΡΓΗΜΑTΑ ΤΩΝ ΑΡΧΑΙΩΝ ΕΛΛΗΝΩΝ

Manias, Theophanes / ΜΑΝΙΑΣ ΘΕΟΦΑΝΗΣ / Μανιας, Θεοφανης: Η ΙΕΡΑ ΓΕΩΜΕΤΡΙΑ ΤΩΝ ΕΛΛΗΝΩΝ ΚΑΙ Η ΜΑΘΗΜΑΤΙΚΗ ΔΟΜΗ ΤΗΣ ΕΛΛΗΝΙΚΗΣ ΓΛΩΣΣΗΣ – (The sacred geometry of the Greek and the mathematical structure of the Greek language) – Athenai: ΠΥΡΙΝΟΣ ΚΟΣΜΟΣ 2006 – ISBN13 – 9789604302826

Buike Science And Music

weitere Lektüre Luther – Descartes – marx – 3 Männer – 3 Fehler – 3 katastrophen aus 2008 – URL https://brunobuike.wordpress.com/2008/08/21/3-maenner-3-fehler-3-katastrophen-luther-descartes-marx/

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- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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