Orthodoxe Kirchenversammlung in Heraklion/Kreta zu Pentecosti, 19-Juni-2016

Nun ist es also soweit und die jahrenlangen Vorbereitungen sind so weit gediehen, daß die Welt Zeuge werden soll eines Ereignisses, das es seit fast 1000 Jahren nicht mehr gegeben hat, nämlich eines pan-orthodoxen Konzils.

Und also fand zu Pentecosti/Pfingsten am 19. Juni 2016 in Heraklion/Kreta ein Eröffnungsgottesdienst statt mit 13 Patriarchen.

Siehe Berichterstattung in domradio Köln, 19.06.2016, Artikel “Orthodoxe Kirche eröffnet Konzil trotz Absagen”, Untertitel “Patriarch mahnt zur Einheit in der Praxis”, URL  https://www.domradio.de/themen/%C3%B6kumene/2016-06-19/orthodoxe-kirche-eroeffnet-konzil-trotz-absagen

Allerdings 4 Patriarchen FEHLTEN, nämlich der russische Patriarch von “Moskau und der ganzen Rus”, der syrische Patriarch von Antiochia, die Patriarchen von Bulgarien und Georgien. Jetzt denkt der westeuropäisch sozialisierte Beobachter natürlich: Okay, 13 waren da, 4 fehlten und die Versammlung sollte eigentlich BESCHLUSSFÄHIG sein.

Wenn es bloß so einfach wäre. Es ist aber “TRUDNO”, also “schwierig”, denn das Patriarchat von Moskau allein umfaßt ungefähr die HÄLFTE aller byzantinisch-orthodoxen Gläubigen weltweit. Und  geht das sogenannte “pan-orthodoxe Konzil” also schon mal “schlecht” los, weil es nämlich gar nichts mit “pas, pasa, pan” = “alles, ganz” zu tun hat, sondern bloß mit der Hälfte!

Jetzt ist natürlich die Frage, was mich, der ich einen deutschen Paß habe, Orthodoxie überhaupt angeht?

Nun, eine ganze Menge: HEUTE, am Hohen Pfingstfest, war ich also bei den griechisch-katholischen Ukrainern in KÖLN, wo wir eine feierliche Liturgie mit dem ukrainischen Metropoliten hatten. Um an dieser Liturgie überhaupt teilnehmen zu können, mußte ich mit Fahrrad ungefähr 84 Kilometer zurücklegen.

Jetzt ist die Frage, WARUM TUE ICH MIR SOWAS an?

Well, meine Mutter war im Krieg in der Ukraine, heiratete dann auf dem Rückweg irgendwo in Polen, so daß ich an sich als Baby ein “Pole” war – und wie sie dahin und lebendig wieder zurück gekommen ist, weiß Gott allein – und vielleicht einige GESTAPO-Archive aus der NAZI-Zeit – oder auch nicht! Und kein Mensch kann mir erklären, WARUM ich russisch-orthodoxe Kirchenmusik “im Blut” habe und einwandfrei mitsingen kann wahlweise in Tenor oder Bass, jedoch mit der ukrainisch-katholischen Musik weit weniger gut klar komme, denn in diesem Leben habe ich garantiert zu keinem Zeitpunkt “Russisch” gelernt, das ich aber heute ein bischen lesen kann.

Man wird dergleichen normalerweise als bloße “biographische Zufälligkeiten” abtun und für unwichtig erklären. Allerdings werden wir gleich sehen, daß wir ausgehend von meiner belanglosen persönlichen Biographie direktement in die GRUNDPROBLEME der orthodoxen Kirchenversammlugn von Heraklion/Kreta von heute kommen!

Ich, ein WESTEUROPÄER und römischer Katholik, habe nämlich AKTUELL und NACH DEM ZWEITEN VATIKANISCHEN KONZIL von 1962-1965 eine PRAKTISCHE SCHWIERIGKEIT: Ich bin heute VERUNSICHERT, wo ich überhaupt eine sogenannt “gültige Liturgie” besuchen kann, was ganz entscheidend zu tun hat mit der PROTESTANTISIERUNG und ENTSAKRALISIERUNG  der römischen Kirche, nicht in der THEORIE, sondern in der PRAXIS  seit 1965.

Dann ist meine persönliche kirchenrechtliche Situation ungefähr folgende: Ich habe offiziell MYRON empfangen von einem serbisch-orthodoxen Archimandriten und war dann ungefähr 15 Jahre OFFIZIELL EINGETRAGEN in der russisch-orthodoxen Diözese des Patriarchats von Moskau, konnte aber durch die HISTORISCHEN VERÄNDERUNGEN nach 1990 auch kirchenrechtlich EINWANDFREI die Gottesdienste der sogenannten “ROKA”, der “russischen Auslandskirche” als “juristisches Voll-Mitglied” mitfeiern.

Nun passierte etwas, das geradezu unvermeidbar war: Es ist ja ganz natürlich, daß ich eine Art Ansprechpartner wurde für die großen praktischen Problem, die russische Ausländer nicht nur allgemein haben, sonern  auch deshalb haben, weil deutsche Ausländergesetze eben so sind, wie sie sind, was jetzt nicht als blosse Kritik gemeint ist, denn woanders ist es NOCH VIEL schlimmer. GLEICHZEITIG aber – versteht sich – waren sogenannte “einschlägig befaßte” deutsche Stellen  sehr besorgt, mich, sagen wir mal diplomatisch,  beobachtend zu begleiten, was bite ebenfalls nicht als reines Negativum mißverstehe, sondern auch als positiven Schutz. Ja, es gab sogar  Leute aus dem heute etwas “von Sonderbestrebungen deformierten örtlichen Katholizismus”, also von katholischen Leutchen mit leicht “sektiererischen Tendenzen”, die doch tatsächlich “Späher ausschickten”, wo denn “der Bruno abgeblieben war”! Glaubt man nicht und ist auch irgendwie nicht ganz von diesem Jahrhundert, war aber so!  Ich denke aber, daß dieses “zwischen den Stühlen sitzen” an sich ganz NORMAL ist und es hätte an sich noch viele Jahre so weitergehen können, wäre es nicht “trudno” geworden. Was also war schlußendlich so “trudno”, daß ich die russisch-orthodoxe Kirche als OFFIZELL KIRCHENRECHTLICH REGISTRIERTES MITGLIED verließ? Well, sagt der Amerikaner,  “Leute” oder “ludzi” haben Verhaltensweisen drauf, die ab irgendeinem Kumulierungsgrad einfach nur noch NERVEN!

Klammer auf: Ich weiß nicht, wie diese ganzen Sekten das machen, um ihre Zielpersonen für Werbung zu finden,  aber ich habe doch jetzt tatsächlich zweimal Werbe-Flyer irgendeiner rumänisch-ukrainischen,  irgendwie protestantisch freikirchlich-sektiererischen  Gruppierung im Briefkasten in ukrainischer Sprache gefunden, die offenbar sich sogar irgendwo in Neuss treffen. Das grenzt schlicht an Belästigung und ich befürworte deshalb die HARTE HALTUNG der RUSSISCHEN REGIERUNG gegenüber diesem ganzen evangelisch-freikirchlich-sektiererischen  Unsinn! Klammer zu!

So, jetzt bin ich also wieder bei den römischen Katholiken offiziell registiertes Mitglied – und fühle mich da natürlich NICHT WOHL, eben WEGEN der VIELEN und für mich teils UNERTRÄGLICHEN Veränderungen in Richtung BANALISIERUNG und PROTESTANTISIERUNG und ENTSAKRALISIERUNG. In DIESER SPEZIELLEN HEUTIGEN SITUATION WAR ES DANN FÜR MICH EINE PRAKTISCHE LÖSUNG, daß es unter der römisch-katholischen Jurisdiktion zum Beispiel  “griechisch-katholische” RITEN  gibt, und zwar seit der Union von Brest von 1596, also lange vor HEUTE virulenten politischen Verwicklungen, welche sich territorial und sprachlich erstreckt hauptsichlich auf die UKRAINER, die SÜDOSTPOLEN, einige Gebiete in der Karpato-Ukraine und in der Slowakei – also zusamemngefaßt unter den ansonsten kaum noch erhaltenen RUTHENEN -, wozu dann auch das Gebiet um SANOK/Polen, gehört, dann aber auch “griechisch-katholische UNGARN, denn in der k.u.k-Zeit waren die eben genannten größtenteils unter der Herrschaft des österreichisch-ungarischen Kaisertums in Wien, wobei die eben genannten ADMINISTRATIV zu einem großen Teil zum ehemals sehr grossen Königreich Ungarn gehörten, also unter der Stephans-Korne waren. Dann gibt es aber den griechisch-katholischen Ritus unter dieser Bezeichnung auch bei den RUMÄNEN und sogar in RUSSISCHER SPRACHE.

So, langer Worte kurzer Sinn: Wenn ich heute zu den “griechisch-katholischen Ukrainern” gehe, dann habe ich de facto einen FAST LUPENREINEN BYZANTINISCH-ORTHODOXEN RITUS, der erstens denselben HISTORISCHEN URSPRUNG hat wie sonst in der Orthodoxie, nämlich die Liturgien des Johannes Chrysostomus, genannt  “Slataustaga” = “Goldmund”, und der anderen Riten der Kirchenväterzeit und zweitens eben “mit Rom uniert” ist, so daß für mich keine juristischen Schwierigkeiten entstehen, wenn ich dort teilnehme.

Und damit bin ich dann auch schon beim nächsten FUNDAMENTALPROBLEM der Kirchenversammlung Heraklion/Kreta, nämlich der UNTERSCHEIDUNG zwischen der NOTWENDIGEN JURISTISCHEN ORDNUNG auf der praktisch-menschlichen Ebene und deren RÜCKBEZÜGLICHKEIT und ZUSAMMENHANG mit “Kirche als LEIB CHRISTI”, von welchem der serbische Heilige Justin Popovich, der eine der VERNICHTENDSTEN GESELLSCHAFTSKRITIKEN  vorgetragen hat, die ich überhaupt kenne, in seinen Kommentaren der Paulus-Briefe des NT irgendwo sagt, daß dies – also der “mystische Leib Christi” –  die KOMPLEXESTE MENSCHLICHE ORGANISATIONSFORM ist, die JEMALS ausgedacht worden ist.

Das bedeutet also bezogen auf meine Situation: Weil ich gültig getauft bin und  gültig das Myron empfangen habe, bin ich und BLEIBE ich “in der SEELE” ORTHODOX, und zwar wegen der MATAPHYSISCHEN WIRKUNGEN des IRDISCHEN Kirchenrechtes! Daraus folgt unter anderem: Wenn ich in einem orthodoxen Land wäre, dann könnte man es juristisch als “oikonomia” verstehen, sollte  ein byzantinisch-orthodoxer Priester mich “zum Kelch” zulassen, denn dies wäre eben Ausdruck von “voraussetzungsbezogenen – Taufe, Myron –  mystischem Leib Christi”. In der Praxis jedoch, muß ich jedesmal den orthodoxen Priester fragen und ihm meine Situation darlegen, und darf mich nicht wundern, wenn MENSCHENSATZUNG und WELTLICHE ERWÄGUNGEN eine Entscheidung bestimmen, nämlich zum Beispiel NEGATIV.

Wir haben unterwegs schon ein drittes FUNDAMENTALPROBLEM der Kirchenversammlung von Heraklion gestreift, nämlich beim Stichwort “gültige Taufe” und “gültiger Myron-Empfang”. Das ist ein Problem, das Westeuropäer wahrscheinlich einfach nur KOMISCH finden, was nicht hindert, daß dieses Problem existiert.

Ich beginne  die Problemerklärung am besten mit  einer kleinen selbsterlebten Geschichte.

Und zwar hatte ich an das noch heute existierende Kloster meines zweiten und orthodoxen Namensheiligen, des hl. Antonius des Mönchsvaters und Eremiten aus der Wüste Ägyptens, russ: Antonij Veliki, eine email geschrieben und mir gar nichts weiter dabei gedacht. Dann aber hielten mir meine damaligen “russisch-orthodoxen Leutchen” vor, daß dies “GEFÄHRLICH” sei, WEIL dieses Kloster heute zu den KOPTISCHEN Christen gehört, die bei vielen Fremdbeobachtern als “Monophysiten” gelten und damit als HÄRETIKER und ABTRÜNNIGE VON DER REINEN LEHRE, wie sie Jesus Christus selbst authentisch gelehrt hat.  Darauf hin schickten mir die Mönche meines Namenspatrons Antonij Veliki von Deir-Mar-Antunyus bei Ras Za`afaranya an der Westküste des Roten Meeres im heutigen Ägypten ein elektronischen Buch zu, indem in Englisch erklärt und auseinandergesetzt war, daß die Kopten selbst sich nicht als “Monophysiten” sehen, sondern als “MIA-physiten” und infolgedessen auf der GRUNDLAGE DES ERSTEN KONZILS VON NICEÄ stehen, wie nämlich alle anderen Orthodoxen auch! DIES ZU ERKENNEN SETZT JEDOCH UNTERSCHEIDUNGSVERMÖGEN UND STUDIEN VORAUS; man sollte zum Beispiel sich NICHT VERWIRREN lassen, daß “mono” und “mia” im Griechischen BEIDE etwas mit der Zahl EINS zu tun haben, sich aber DENNOCH UNTERSCHEIDEN, und zwar so ausreichend, daß man HISTORISCH findet, daß mein zweiter Namenspatron Antonij Veliki und der damalige Patriarch von Alexandria, der hl. Athanasius, BEIDE die IRRLEHRE DES ARIANISMUS, die eben heute unter dem Stichwort “Monophysitismus” ETIKETTIERT wurde, entschieden bekämpft haben. Ich habe mich also sehr wahrscheinlich keineswegs geirrt, als ich meinen zweiten Namenspatron rein ahnungslos-intuitiv für eine SÄULE DER RECHTGLÄUBIGKEIT gehalten habe, bin allerdings nicht dafür verantwortlich, wenn ANDERE eben ANDERS und möglicherweise FLACHER studieren als ich!

So, inzwischen brauche ich keine emails mehr nach Ägypten zu schreiben, denn die Kopten sind hier. In Düsseldorf haben sie derzeit zum Beispiel ungefähr 2000,  meist ägyptische,  Kopten. Ich habe also diese Kopten in Düsseldorf nach Voranmeldung besucht und mußte dabei lernen, daß dort etwas STRENGERE Bräuche existieren, jedenfalls auf dem Papier. Und in diesem Zusammenhang stieß ich dann auf die Information, die mich PERPLEX machte, daß nämlich bei der KOPTISCHEN TAUFE, die auch selber rein zufällig als Gast miterlebt habe und die ich sehr eindrucksvoll fand, der menschliche Körper an 32 Stellen gesalbt wird, was wirklich VIEL ist im Vergleich mit anderen Orthodoxen und natürlich im Vergleich mit der heutigen römisch-katholischen Praxis und erst Recht mit der Praxis der Protestanten. Oder ganz platt praktisch: Ich selbst bin bei der Myron-Salbung an ungefähr 17 oder so Stellen gesalbt worden, nämlich nach dem serbischen-orthodoxen Brauch.

So, und jetzt haben wir die Stelle erreicht, wo man BEGREIFT, was das FUNDAMENTALPROBLEM ist: Die Kopten sind in ihren Bräuchen noch sehr viel altertümlicher als heutige europäische Orthodoxe und die Kopten haben 32 Salbungs-Punkte und die heutigen europäischen Orthodoxen haben ungefähr 17, die römischen Katholiken haben dann vielleicht 3 und ob die Protestanten überhaupt eine Salbung bei der Taufe haben, weiß ich gar nicht. Das SELTSAME ist: Speziell die Taufe ist sogar gültig, wenn sie ohne alles zeremoniell-rituelle Beiwerk gegeben wird, und zwar mit EINFACHEM NATÜRLICHEM WASSER und dem Aufsagen eines bestimmten “Sprüchleins”! Oder anders gesagt: GÜLTIG können Sakramente auch dann sein, wenn sie in ÄRMLICHER äusserer FORM und also ohne ZEREMONIELLE AUSSCHMÜCKUNG erteilt werden, zum Beispiel ganz besonders in NOTSITUATIONEN oder in Krieg und Todesgefahr. Aber die westliche Rechtspraxis irrt keineswegs, wenn sie derartig ärmliche Vorgehensweisen für “bedingungsweise WIEDERHOLBAR” hält, was leicht einzusehen ist: Es besteht eben durchaus zwischem dem halbwilden Herunterschlingen von Nahrung ein gewaltiger Unterschied im Vergleich zu einem königlichen Bankett zum Beispiel, OBWOHL BEIDES eigentlich “nur” die  “Nahrungsaufname” von offenkundig mit Halbaffen verwandten biologischen Entitäten betrifft! Und trotzdem: WAS FÜR EIN UNTERSCHIED!!!

Das GEGENARGUMENT lautet nun: Es komme doch nicht auf irgendwelche “blöde Abzählerei”  von Salbungsstellen an, sondern auf den GEIST, nämlich den heiligen, weshalb ja auch die Versammlung von Heraklion am orthodoxen Pfingst-Fest gehalten wurde, dem Tag der Aussendung des Heiligen Geistes im Neuen Testament auf einer Apostelversammlung, wahrscheinlich im Coenaculum unter Vorsitz der Theotokos/Bogorodize/Matka Boziej/Muttergottes. UND GENAU AUF DEN HEILIGEN GEIST haben sich während des Zweiten Vatikanischen Konzils ALLE MÖGLICHEN Leute berufen, so daß man irgendwann gar nicht mehr  erkennen konnte, ob es sich bei den “Geist-Bewegten” nun um Feinde oder Freunde Christi handelte, so INFLATIONÄR war dieses “Geist-Geplapper”.

Es kommt aber NOCH SCHLIMMER in den Heilig-Geist-Argumentationen, ungefähr wie folgt!

Es  ist ein EXTREM WICHTIGER PUNKT aus MEINEN Beobachtungen: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil beobachtet man im westeuropäischen Bereich und in der römisch-katholischen Kirche, daß die um sich greifende BANALISIERUNG mit dem “Heiligen Geist” als “dritter göttlicher Person” sozusagen “nichts mehr anfangen” kann, damit “irgendwie nicht mehr umgehen” kann. Das heißt in der Konsequenz: HEUTIGE WESTLICHE CHRISTEN haben sehr wahrscheinlich KEINEN “Dreieinigen Gott” mehr – russ.: Swatij Troice, griech.: Hagia Trias –  – sondern einen ZWEIEINIGEN GOTT, also einen Gott-Vater und Gott-Sohn!  Und falls jemandem das TOTAL ÜBERTRIEBEN vorkommt, so verweise ich auf die sogenannte “CONFESSIO”  des Bergoglio-Papstes vom Tag vor seiner Priesterweihe, aus der für meine Art von Analyse ebendies hervorgeht, daß nämlich der jetztige römische Papst philosophisch-theologisch DERARTIG SCHWACH ist – was er angeblich auch selbst zugegeben haben soll -, daß er nicht einmal bemerkt, daß sich “sein Heiliger Geist” sozusagen “verflüchtigt” hat!

Was soll daran nun aber so umwerfend WICHTIG sein? Nun, um einen Gott aus Gott-Vater und Gott-Sohn zu haben, brauche ich KEINE RELIGION mehr, denn hier wird ein bloß innerweltlich-biologischer Vorgang beschrieben, zu dem dann bloß noch fehlt die Ergänzung mit “Gott-Mutter”, was – und dies ist KEIN SCHERZ!!! – tatsächliche Tendenzen in der HEUTIGEN römischen Kirche sind, nämlich die HInZUFÜGUNG von WEIBLICH-MÜTTERLICHEN ASPEKTEN in sogenante katholische “Gottesauffassungen”, was dann fast FOLGERICHTIG zum “Verlangen” eines Teils des Gottesvolkes geführt hat, den Papst zu drängen, ein NEUES DOGMA einer “Maria, Muttergottes,  als MITERLÖSERIN” zu verkünden, was derartiger SCHWACHSINN ist, daß man sich wundert, wie die KÖPFE SICH DERARTIG VERWIRREN KONNTEN und daß man sich KEINESWEGS wundert, daß von  ungefähr 1950 bis hin zu Papst Benenedikt XVI heute  das RÖMISCHE LEHRAMT eine HARTE ABLEHNUNG nicht nur verkündet, sondern auch argumentativ VERNICHTEND begründet hat!

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des VERFLÜCHTIGUNG DES DREIINIGEN GOTTES darf ich hier sogar ausnahmsweise hinweisen auf eine Print-Quelle des Autoren GABRIEL BUNGE unter dem Titel “Mysterium Sanctae Trinitatis” (deutsch, Privatdruck)  – “The Rublev Trinity” – “Trojce Rublova” (poln.) – ” L’ iconographie de la Sainte Trinité  ” – , welches ist eine äusserst kompakte und und tiefsinnige Analyse der sogenannten Ikone “Abrahams Gastmahl” des russischen Malermönchs Andreij Rublev aus dem Kloster Sergeij Possad, das von dem Heiligen Vater Russland, dem hl. Sergius von Radonez gegründet worden war, jenem Heiligen, der den Fürsten Dmitrij Donskoij segnete. als dieser auszog zu der Schlacht auf dem “Feld von Kulikowo” in der heutigen Ukraine , welches ist das “Schenpfenfeld”, und zwar im Unterschied zur Schlacht auf dem Amselfeld, welches ist das “Feld der byzantinischen Pfingstrose/Päonie”. Oh, ich sehe gerade, ich verliere mich in Einzelheiten, aber nicht, um das Publikum zu verwirren, sondern sozusagen aus Liebe! Wer aber mit gedruckten Quellen nichts anfangen kann, weil Gott ihm anderes zugedacht hat, der kann auch dasselbe TUN, was die Mönche zur Zeit des Andreij Rublev GETAN haben, und sich VOR die Ikone setzen und sie BETRACHTEN … und zwar notfalls stundenlang! Es könnte sein, daß man davon klüger wird, auf eine etwas andere Art und Weise wie an heutigen Universitäten, nämlich sozusagen auf eine “göttlich-vertrackte” Art und Weise.

Well, wo waren wir gleich! Ach ja diese Kirchenversammlung in Heraklion auf Kreta. Vielleicht gibt es da noch einen Punkt von Interesse, nämlich den Berg ATHOS, su dem es übrigens sozusagen einen Zwillingsbruder gibt,  eine Art “Mönchs-Region” in Äthiopien. Es ist das EMPFINDEN des ORTHODOXEN VOLKES, daß fast prophetisch verdichtet sagt: WENN DER BERG ATHOS EINMAL NICHT MEHR EXISTIERT, DANN IST DAS ENDE DER WELT GEKOMMEN! Unter dieser FURCHTBAREN Aussischt sollte es dann schon ALARMIEREN, daß kürzlich die zweite Papandreou-Regierung ein KRIEGSCHIFF zum Athos-Kloster Vatopädie geschickt hat, und zwar wegen eines angeblichen “Finanzskandals” von ungefähr 300 Millionen Euro. Wenn ich das vielleicht etwas salopp sagen darf: Mit 300 Millionen kann man hier in Westeuropa, wo wir heutzutage Größenordnungen von TERA-Quantitäten und TRILLIONEN verhandeln, wohl kaum noch jemanden aus dem Fenrsehsessel locken. Auch mißverstehe man hier bitte nicht die Namensnennung eines SOZIALISTISCHEN Regierungschefs, denn Papandreou und der angeblich konservative Samaras  haben BEIDE in HARVARD USA studiert und werden also eventuell durchaus ÄHNLICH HANDELN, wenn sie können. Das grosse Problem aber ist in meiner Sichtweise eines Aussenstehenden: Der ATHOS funktioniert NOCH HEUTE nach der PRAXIS der BYZANTINISCHEN ÖKONOMIE, die man auffassen könnte als Nachfolgerin der RÖMISCHEN LATIFUNDIEN-Wirtschaft, welche Westeuropäer heute wahrscheinlich als “in weiterem Sinne feudalistisch” bezeichen würden. Das große Problem aber ist, daß wir heute ganz andere und vor allem total abgefahrene, wo nicht sogar verstiegene, sogenannte NEUE Wirtschaftstheorien haben, die vornehmlich in den USA entwickelt wurden und STARK mathematisiert sind, bis hin zu dem ABERWITZ, daß wir heute TATSÄCHLICH “Negativ-Zinsen” schon haben und demnächst vielleicht “Helicopter-Geld” bekommen werden (!!!), so daß Athos-Ökonomie von den USA aus betrachtet nur “dinosauriermässig veraltet” erscheinen kann, was aber freilich keineswegs ausschließt, daß BEUTELÜSTERNE HEDGEFONDS und sogenannte “ausländische Investoren” sich schon HUNDERTPROZENTIG mit “Athos” beschäftigt haben dürften! Es ist nun natürlich nichts besonders, daß beim Geld der Spaß aufhört und vielleicht werden wir anläßlich dieser neuartigen orthodoxen Versammlungsaktivitäten wieder hochbeglückt jene urchristlichen Szenen erleben dürfen, wo orthodoxe Bischöfe handgemein werden und sich öffentlich prügeln wie die Schulbuben! Das nun ist keineswegs despektierlich oder herabsetzend  gemeint, denn diese orthodoxen Bischöfe sind wahrscheinlich VIEL EHRLICHER, als diese ölgötzengleichen in scheinbarer Ruhe maskenhaft erstarrten Diplomatengesichter, die vielleicht viel mehr mit POKERFACE zu tun haben, als für das Volk Gottes gut tun würde!

Wir können hier natürlich nicht über die BESONDEREN CHRISTUS-BEZÜGE sprechen, welche Gegenstand der MYSTERIEN sind – und infolgedessen heutigen Westeuropäern wahrscheinlich durchaus unverständlich, obwohl es noch einige Westeuropäer geben mag, denen wenigstens bewußt ist, warum sich ganze Jahrhunderte AUFGEREGT haben über die Frage der sogenannten “REALPRÄSENZ”, nämlich die SAKRAMENTALE GEGENWART JESU CHRISTI, unseres Herrn und Erlösers und Königs und Gottes  SELBST” – was Protestanten und VIELE HEUTIGE römische Katholiken  wahrscheinlich nur “KOMISCH”  finden werden. Oder etwas anders formuliert: Luther mag sein Prinzip, daß der “Glaube allein genügt” vielleicht EHRLICH gemeint haben, wogegen dann aber katholischerseits von Anfang an eingewendet worden ist, daß Glaube “GREIFBARE VORAUSSETZUNGEN und BEDINGUNGEN” benötigt, nämlich sogenannte “GlaubensTATSACHEN”, welchen STREIT aber ORTHODXE wahrscheinlich gar nicht richtig begreifen werden, weil Orthiodoxe ZIEMLICH HANDFEST UNTERPFÄNDER für eben REALPRÄSENZ Jesu Christi haben, und zwar angefangen bei der speziellen Art “orthodoxer Heiligenbildchen”, welche “ABBILDER von METAPHYSISCHEN WIRKLICHKEITEN” sind und im übrigen durch einem ziemlich  “FROMMEN”  Herstellungsprozess speziell GEWEIHT sind, und damit KEINE REINEN KUNSTGEGENSTÄNDE mehr sind, als welche sie von westlichen ahnungslosen Kunsthändlern und Touristen derzeit in vielen sehr ARMEN osteuropäischen Ländern “aufgekauft” werden für ” nen Appel undnen Ei”, sondern “geweihte Ikonen”, deren HANDFESTE WIRKUNGEN Gegenstand von VIELEN Erzählungen unter dem orthodoxen gläubigen Volk sind und teilweise sogar photographisch dokumentiert werden konnten, was Protestanten natürlich ganz und gar aberwitzig vorkommen wird und auch vielen  heutigen Katholiken!!

Und damit bin ich am Ende dieses aktuellen “feedback” angelangt, heute, wo ich das große Glück hatte, eine AUTHENTISCHE Pfingstliturgie mit Metropolit zu erleben, wenn auch nach 42 Kilometer Anreise mit dem Fahrrad. Ich darf also sozusagen zusammenfassen:

  1. BEDENKT wenigstens ihr Orthodoxen  was sie IM WESTEN GETAN haben unter dem VORWAND eines “geist-inspirierten” allgemeinen Konzils”! Und das bedeutet natürlich nicht, daß GEWISSE Veränderungen in BEGRENZTEM Rahmen auch der Orthodoxie gut tun könnten, sofern dies der klar erkannte Wille  ihres göttlichen Herrn wäre.
  2.  FRAGT DOCH BITTE ganz besonders eure ORTHODOXEN HIERARCHEN, die schon viele Jahrzehnte hier in Westeuropa ERFAHRUNGEN AUS ERSTER HAND HABEN, WOHIN es gekommen ist, daß zum Beispiel 30% aller Katholiken in Deutschland demnächst verschwunden sein werden, daß Priester in Deutschland und Frankreich sich in MEHRHEIT im PENSIONSALTER befinden oder demnächst befinden werden, daß KIRCHEN GESCHLOSSEN werden, daß in Deutschland in den LÄNDLICHEN REGIONEN, die sofort jenseits der Großstadtgrenzen beginnen, REGELMÄSSIGE GOTTESDIENSTE AUSSTERBEN und Priester so eine Art “Turnee-Priester” geworden sind und nur noch umherfahren.
  3. Und lasst euch nicht VERFÜHREN von der heutigen WESTLICHEN WISSENSCHAFTLICHEN THEOLOGIE und ihrem Einfluß auf orthodoxe Priesterausbildung  zum Beispiel in MÜNCHEN, zum Beispiel in PARIS, zum Beispiel in Fribourg/Schweiz.
  4. Und falls es dessen bedarf, gebe ich noch eine Print-Quellen-Information, die für orthodoxe Beobachter nur SCHOCKIEREND wirken kann, nämlich von einejm VATIKAN-InSIDER, der heute TOTGESCHWIeGEN wird, obwohl er SEHR WESENTLICHES zu sagen hat:

    Josef Kardinal Siri, Gethsemani, Überlegungen zur theologischen Bewegung unserer Zeit, Aschaffenburg: Pattloch 1982; München: Pattloch 1986; hier: Privat-Abschrift DIN A4, pdf ohne Paginierung, Fundort: www.monarchieliga.de/images/b/bf/siri-gethsemane.pdf

Ich selbst aber rufe mir aus dem westlichen Abendgebet ein Zitat aus dem ersten Petrus-Brief in Erinnerung:

“Fratres sobrii estote et vigilate, quia adversarius vester Diabolus tamquam leo rugiens circuit quaerens quem devoret. Cui resistite fortes in fide. Tu autem Domine, misere nobis.”

(Erster Petrus-Brief): “Brüder, seid nüchtern und wachsam, denn euer Widersacher, der Teufel, streift umher wie ein Löwe, suchend, wen er verschlignen könne. Ihm widersteht tapfer im Glauben!  Du aber Herr, erbarme dich unser!”

Buike Science And Music

 

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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