Helmut Schmidt – Nachtrag zum nachgefeierten 95. Geburtstag in Jan. 2014

Verteiler:

– Presseamt der Bundesregierung

– Presseamt Erzbistum Köln

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Wie wir durch den ebenfalls im Januar neuerdings am 27. Januar abgehaltenen Gedenktag zum Holocaust und der Judenvernichtung unter den NAZIS und Hitler sehr genau wissen, kann einem Land sehr VIEL Schlimmeres widerfahren als ein Bundeskanzler Helmut Schmidt. Deshalb empfinde ich zunächst wenig Vorbehalte,   mich   in den Chor der wenigstens respektvollen Gratulanten zu den öffentlichen Nachfeiern des 95. Geburtstags vom 23. Dezember 2013 recht artig einzureihen, zumal ich selber wie Helmut Schmidt geborener Hanseat bin, wenn auch aus Bremen und nicht aus Hamburg wie Helmut Schmidt  oder aus Lübeck wie Willy Brandt – allesamt übrigens Städte, die  ehemals getreue Töchter des hl. römischen Reiches Deutscher Nation waren und damit viele Jahrhunderte de facto vom damals noch mehrheitlich  katholischen Wien aus mehr oder weniger “regiert” wurden.

Man merkt schon an diesen einleitenden Gedanken, daß ich, nachdem der Höflichkeit und dem guten Benehmen Genüge getan worden ist, mich durchaus KONTROVERS zu Hellmut Schmidt äussern werde.

Davor jedoch bringe ich kurz aus der deutschen Wikipedia die hervorgehobenen öffentlichen Stationen des Lebens von Schmidt, durch die er zu Schicksal und Bestimmung Deutschlands  beigetragen hat, so daß er ins Geschichtsbuch der Nation eingetragen werden muß.

Ich zitiere aus deutscher Wikipedia:

” Helmut Heinrich Waldemar Schmidt (* 23. Dezember 1918 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker der SPD. Er war von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Ab 1961 war Schmidt Senator der Polizeibehörde in Hamburg und erlangte während der Sturmflut 1962 als Krisenmanager große Popularität. Von 1967 bis 1969 war er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, 1969 bis 1972 Bundesminister der Verteidigung, 1972 war er für ein halbes Jahr gleichzeitig Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen. Bis 1974 war er Bundesminister der Finanzen. 1974 wurde er zum Bundeskanzler gewählt. Gegen Ende seiner Amtszeit als Bundeskanzler leitete Schmidt, bedingt durch das Ausscheiden des Koalitionspartners FDP, für knapp zwei Wochen auch das Außenministerium.

Schmidt ist Mitglied des deutsch-amerikanischen Netzwerks Atlantik-Brücke. ” – Zitatende (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

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Aus derselben deutschen Wikipedia bringe ich jetzt den Abschnitt, der übertitelt ist “Freundschaften”.

Ich zitiere aus deutscher Wikipedia:

” Helmut Schmidt war ein enger Freund des Bankiers, US-Offiziers und Gründers des deutsch-amerikanischen Netzwerks Atlantik-Brücke, Eric M. Warburg.

Der weltweit überaus einflussreiche Direktor des American Council on Germany, langjähriges Mitglied und ehemaliger Direktor des Council on Foreign Relations, Mitglied der Trilateralen Kommission und Vorsitzender des Federal Reserve Systems der Vereinigten Staaten von Amerika, Paul Volcker, gehört seit über 40 Jahren zu seinen Vertrauten. Ebenso hielt er Kontakt zum ehemaligen Präsidenten der Weltbank, Direktor des Council on Foreign Relations (CFR), Vorstandsvorsitzenden von Rockefellers Chase Manhattan Bank, sowie dem Initiator des deutsch-amerikanischen Netzwerks Atlantik-Brücke John J. McCloy.[36]

Schmidt zählt den ermordeten ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat und den ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing zu seinen herausragendsten politischen Freunden. Der frühere US-Außenminister Kissinger sagte, er hoffe vor Schmidt zu sterben; er wolle in keiner Welt leben, in der es keinen Helmut Schmidt gebe.[37]

Rat holte Schmidt sich u. a. bei dem Philosophen Karl Popper, mit dem er in engem brieflichem Kontakt stand.” – Zitatende (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

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Diese Liste sehr einflußreicher Namen wird dem durchschnittlichen Zeitungsleser nicht unbedingt in allen Details viel sagen und ihre Brisanz zu erkennen, erfordert schon einige historische Studien. Zunächst einmal erkennen wir hier eine “zeithistorische Einbettung Helmut Schmidts” in US-AMERIKANISCHE und BRITISCHE “Kontexte”was übrigens nicht unbedingt zu überraschen braucht, gibt es doch in Norddeutschland über das Königshaus von Hannover und auch über das Geschlecht Derer von Schleswig-Gottorp reichlich Beziehungen. Dann erkennen wir, daß  sowohl die genannten Vereinigungen und Gruppierungen als auch einige Personennamen durchaus nicht unkritisch zu konsumieren sind. Ich hebe ausdrücklich hier hervor die Connections zur WARBURG-Family und zu dem US-Hochkommissar für Deuschland  John McCloy.

Warum?

Nun, anders als Helmut Schmidt, von dem ich gerne glauben will, daß er persönlich es geschafft hat, wie er selbst gemäß deutscher Wikipedia angeblich ausdrücklich bestätigt hat, nichts von der Judenvernichtung gewußt zu haben – auch nicht als unterer Offizier in Kommandobehörden der NAZI-Armee!!! (Vielleicht dürfen wir sogar vermuten, daß Helmut Schmidt auch nichts gewußt hat von den erheblichen Greueln der NAZI-Wehrmacht??!!) – , hat meine Familie die NAZI-Zeit sehr viel anders erlebt – und deshalb stößt mir heute der Name John McCloy sozusagen auf, weil er nämlich in den allerneuesten Büchern über ein WEITER EXISTIERENDES NAZI-Underground-Empire der Autoren Joseph P. Farrell, Jim Marrs, Guido Preparata direkt beschuldigt wird, in Nachkriegsdeutschland VIELE EHEMALIGE NAZIS ABSICHTSVOLL UND PLANVOLL “installiert” zu haben, und, wie kürzlich im Phoenix TV gezeigt wurde, sogar zu diesem Zweck 1953/54 HUNDERTE VON TODESURTEILEN AN NAZIS  aus ungefähr 1947  AUFGEHOBEN hat. Okay, ich unterschlage nicht die ungefähre Gesamtzahl, die in DIESER Dokumentation von Phoenix tv genannt wurde: Es waren ungefähr 800 eindeutig als hardcore-Nazis belastete Straftäter. Und das war nur EINE DER AKTIONEN zugunsten der NAZIS, die heute John McCloy vorgeworfen werden!

Helmut Schmidt hat also partiell erstaunlich wenig  vom “Treiben der NAZIS gegen Juden” gewußt, war aber andererseits selbst  VIERTELJUDE, was ihn schwer benachteiligt hätte, wenn die Familie die Urkunden zwecks Ausstellung des sogenannten ARIERNACHWEISES nicht GEFÄLSCHT hätte, war dann auch in GEFAHR, weil seine Familie einige Juden versteckt haben will, was ich alles nur deshalb erwähne, um der heutigen ahnungslosen Generation vor Augen zu führen, daß wir Heutigen, die niemals Geheimpolizei und Polizeiwillkür und “verschärfte Gefängnisse” erlebt haben, uns eben nicht vorstellen können, in welcher GEFÄHRLICHEN GEMENGELAGE man in einer Diktatur, zu leben,  gezwungen ist.

Ich belege mit einem Wortzitat aus deutscher Wikipedia.

Ich zitiere: “In einem späteren Interview gab Schmidt an, seine Familie habe in der Zeit des Nationalsozialismus mitunter Juden versteckt, von Konzentrationslagern und vom Genozid an den Juden habe er nichts gewusst, wie viele Menschen damals.[31] ”    Zitatende (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

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So, jetzt bringe ich übergangslos einige Zitate zu STANDORTBESTIMMUNGEN des Helmut Schmidt, die etwas zeigen, was vielen seiner Gegner fehlt, nämlich eine UNGESCHMINKTE OFFENHEIT UND KLARHEIT.

Wir lesen in deutscher Wikipedia etwa:

“Zu Schmidts „Hausphilosophen“ gehören neben Marc Aurel und Immanuel Kant auch Max Weber und Karl Popper. Schmidts eigene Bemühungen als Politiker um pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken und seine Beschäftigung mit der Philosophie werden von Fachleuten respektvoll gewürdigt. So schrieb Volker Gerhardt, Schmidt sei Philosoph im Sinne eines Moralisten, der sich darauf verpflichtet, ein moralischer Politiker zu sein. Er stehe in einer Linie mit Otto von Bismarck, Walther Rathenau und Winston Churchill.” Zitatedne (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

Hier sagt der studierte Historiker natürlich: “Panegyrische Lobhudelei” mag verständlich sein, aber ob es eine GERADE LINIE bestehend aus “Helmut Schmidt, Otto von Bismarck, Walter Rathenau und Winston Churchill” gegeben hat oder auch nur geben könnte, das scheint mir denn doch sehr fraglich. Wenn ich dann überlege, ob ich selbst mich in eine Reihe mit Winston Churchill gestellt sehen möchte, würde ich als Historiker dankend ablehnen.

Winston Churchill ist nämlich VERANTWORTLICH für

– das TOTALE DESASTER der Gallipoli-Operation im I.Weltkrieg, die fast 1 Jahr dauerte – Feb. 1915 – Jan. 1916 –  und sich durch eine exorbitante Verlustrate von 50% auszeichnet, siehe deutsche Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli, siehe englische Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Gallipoli_Campaign

– das Desaster der ALLIIERTEN INTERVENTION im Bürgerkrieg in Russland, der nach der kommunistischen Revolution von 1917 ausgebrochen war (Startpunkt nach Meinung einiger Autoren: 1918,  Erhebung der Tschechischen Legion gegen die Roten oder aber Startpunkt  Polnisch-Russischer Krieg 1919-1921), wobei schlußendlich die von Churchill zusammengebrachte KOALITION ausländischer Truppen  von fast 1.000.000 Mann  1923 durch die kommunistischen  Bolschewisten besiegt und vertrieben wurde, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_Bürgerkrieg,  siehe auch 1919-1921 http://de.wikipedia.org/wiki/Polnisch-Sowjetischer_Krieg, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakische_Legion

– das DESASTER von DÜNKIRCHEN 1940 im 2. Weltkrieg http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Dünkirchen, wobei heutige “Alternativ-Historiker” sehr wohl fragen, ob Hitler`s IRRATIONALER STOP vor einem VERNICHTUNGSSIEG in Dünkirchen damit zu erklären ist, daß in Dünkirchen eine  VERDECKTE GESAMTSTRATEGIE eines VORGEFASSTEN POLITISCHEN PLANES völlig jenseits von irgendwelchen nationalen Erwägungen  befolgt wurde, die in nichts weniger gipfelte als der TOTALVERÄPPELUNG der GESAMTEN WELT im 20. Jahrhundert,

– die EVENTUELLE ABSICHTSVOLLE VERZÖGERUNG DER LANDUNG IN DER NORMANDIE von 1944, die durch die Briten unter Churchill  MEHRMALS beim  Alliierten Oberkommando blockiert worden sein soll. (Die “revisionistische These” dazu lautet neuerdings: Wegen der ASSYMMETRIE der deutschen Kriegführung im Westen und im Osten wird SPEKULIERT, dass die Verzögerung der Landung in der Normandie Hitler NOCH MEHR GELEGENHEIT geben sollte, die SLAWISCHE Bevölkerung im Osten zu DEZIMIEREN, und zwar in einem Endstand von ungefähr 20% Tote der GESAMTBEVÖLKERUNG POLENS und fast ebenso 20% Tote der Gesamtbevölkerung Russlands, wobei man wissen muss, daß die russische Seite nach 1990 OFFIZIELL die ANZAHL DER KRIEGSTOTEN des 2. Weltkriegs DRASTISCH erhöht hat!)

Bei einer solch eindrucksvollen Liste der Leistungen Churchills, würde ich also vielleicht zum Zögern raten, wenn jemand unbedingt mit Churchill “in einem Atemzug genannt” werden möchte!

Ja, und dann Helmut Schmidt und Bismarck in einem Atemzug, das ist kühn – das  könnte man aber trotzdem auch anders beurteilen, etwa wie folgt:

Wie in Dokumentation in Phoenix TV kürzlich gezeigt war auch Otto von Bismarck, abgesehen davon, daß er ETLICHE WIRBEL in der Geschichte verursacht hat, eine HÖCHST PROBLEMATISCHE UND KRANKE PERSÖNLICHKEIT, so daß es also auch hier reinste Geschmacksache wäre, wenn jemand unbedingt mit “Bismarck in einer Reihe stehen” möchte, jedenfalls virtuell in den Kommentaren und Meinungen der Geschichtsbücher. Ich darf vielleicht noch einen Schritt weiter gehen in meiner KRITIK an BISMARCK: OHNE BISMARCK und OHNE DIE BESEITIGUNG ÖSTERREICH-UNGARNS verursacht durch den preussischen-österreichischen – und also protestantisch-katholischen –  Antagonismus  wäre EUROPÄISCHE GESCHICHTE SEHR VIEL ANDERS verlaufen, vielleicht sogar OHNE WELTKRIEGE ausgekommen. Auch insoweit wäre Bismarck also ein durchaus zweifelhaftes Vergnügen!

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Nach diesen Vorbereitungen jetzt also die UMWERFENDEN  und frisch, fromm, fröhlich, frei deklarierten STANDPUNKTE  des Helmut Schmidt: Der Mann ist nämlich nicht nur “philosophisch interessiert”, sondern hat auch etwas zur THEOLOGIE zu bekunden, nämlich eine sehr spezielle ABLEHNUNG, die wir uns jetzt in Wortzitaten aus Wikipedia zu Gemüte führen.

Wir lesen in deutscher Wikipedia: ” An der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo er auf Einladung des Präsidenten der Stiftung Weltethos Hans Küng die 7. Weltethosrede hielt, führte Schmidt im Mai 2007 aus, in der rechtsstaatlich-demokratischen Ordnung komme der Vernunft der Politiker, nicht aber deren spezifischem religiösem Bekenntnis, eine verfassungspolitisch entscheidende Rolle zu. Vom Wirken der Kirchen sei er moralisch, politisch und ökonomisch enttäuscht, und nichts sei für ihn unwichtiger als die Theologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die Kirchen weder eine Neubegründung der Moral noch der Demokratie und des Rechtsstaates geleistet. Trotz seiner gewachsenen Distanz bekenne er sich zum Verbleib in der Kirche, denn sie setze Gegengewichte gegen den moralischen Verfall.[24] ” – Zitatedne (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

Wir lesen ausserdem: ”  Seine Konfession ist evangelisch-lutherisch, er selbst bezeichnet sich allerdings als nicht religiös, sei aber auch kein Atheist.[11] Im Juni 2007 äußerte er in einem TV-Interview in der Sendung „Menschen bei Maischberger“, er vertraue nicht mehr auf Gott, u. a. weil Gott Auschwitz zugelassen habe.[33] ” – Zitatedne (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt)

Ja, wie anheimelnd MENSCHLICH es doch ist, an Gott WEGEN AUSCHWITZ zu zweifeln, vor allem wenn man gar nicht dort war! Deshalb können wir hier übespringen, daß gerade Auschwitz auch bei JÜDISCHEN DENKERN selbst eine sehr energiegeladene PHILOSOPHISCH-RELIGIÖSE Diskussion ausgelöst hat, die sich naturgemäß von Helmut Schmidt`s Überlegungen teils drastisch unterscheidet. Frau Ruth Lapide sagte zum Beispiel kürzlich in bibel.tv, daß man  Gott Auschwitz deshalb nicht anlasten könne, weil MENSCHEN Auschwitz gebaut haben und NICHT etwa Gott! Frau Ruth Lapide INSISTIERT sogar, daß MENSCHEN und Lagerpersonal in Auschwitz NICHT UNAUSWEICHLICH NOTWENDIG zu VERBRECHERISCHEN TÄTERN werden mußten, und sich WEIGERN konnten, auch wenn das öfter Strafversetzung in eine Strafkompanie an der Ostfront bedeutete, die einen fast sicheren Tod nach sich zog. (!!!) Ich habe sogar irgendwo bei jüdischen Überlebenden der Vernichtungslager gefunden, daß manchmal  IRGENDETWAS ihnen eine GEWISSHEIT vermittelt habe, daß GOTT AUCH IN AUSCHWITZ DA WAR ( – und nicht etwa auf Malloca oder Jamaika URLAUB gemacht hat …)

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Ich darf dann vielleicht auch darauf hinweisen, daß die etwas generelle Schnoddrigkeit von “Schmidt-Schnauze” gegenüber dem Christentum von einem HISTORIKER IM GEGENTEIL dahingegehend kontakariert werden könnte, daß  die ZIVILISATORISCH-KOLONISATORISCHE  Gesamtleistung des Christentums in den letzten 2000 Jahren eine HISTORISCHE SINGULARITÄT darstellt, auf die man nicht VERZICHTEN KANN, jedenfalls dann nicht wenn man nicht wieder in eine  halbaffenähnliche Existenz ZURÜCKFALLEN will, wobei unbestritten ist, daß jeder seine eigenen ” geistigen Verdauungsschwierigkeiten mit Christentum” haben mag und auch haben kann!

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Dann darf ich in meinen Einwänden gegen Helmut Schmidt fortfahren mit einer Kritik dessen VERNUFTBETONTHEIT. Ein PRAKTISCHER POLITIKER, der doch JEDEN TAG die IRRATIONALITÄT und sogar UNVERNUFT von Menschen nicht nur sieht, sondern damit ZWECKMÄSSIG UMGEHEN lernen muß, will sich an “VERNUNFT FESTHALTEN”? Well, das kommt mir ein bischen vor, wie die Reaktion eines Ertrinkenden, der sich IRGENDWO festhält … was noch nichts über die Erfolgsaussichten eines solchen Verhaltens aussagt …

Vollends KONTRÄR bin ich dann mit Helmut Schmidt in der Auswahl seiner philosophischen Lehrmeister: Sogar an deutschen Universitäten, die ich versehentlich in einem total verunglückten Studium ohne Abschluß betreten habe, ist bemerkt worden, daß der NEU-KANTIANISMUS an ZUGKRAFT und Anziehungskraft VERLOREN hat. Ich weiß auch nicht WARUM – okay hier flunker ich gerade ein bischen! – , aber nach meinem Studium der allerneuesten Grundlagenphysik wie sie zum Beispiel Joseph P. Farrell vorträgt, kann man wohl ahnen, daß AUSSER DEN ANTIKEN GRIECHEN in der akademischen Philosophie im engeren Sinne NUR WENIG ANKNÜPFUNGSPUNKTE zu HEUTIGEN GRUNDLAGENPHYSIKALISCHEN PROBLEMSTELLUNGEN und deren Mathematik existieren mögen.  Okay, ich will das Publikum jetzt nicht mit AETHERPHYSIK und (fast) allermodernster Mathematik und der bis heute katastrophalen Wirkung der Goedel-Theoreme von 1928-30  langweilen oder  mich vielleicht selbst bloß aufplustern, gebe aber folgenden Literaturhinweis, der sehr gut geeignet ist, daß die deutsche Intelligentsia vielleicht mal erschrickt, wie weit sie durchschnittlich dem aktuellen Stand hinterherhinkt!

Singh, Simon: Fermats letzer Satz. Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels, München: dtv pbk 2000; München: Carl Hanser hardcover 1998; engl. u.d.T.: Fermat`s Last Theorem. The Story of a Riddle that Confounded the World`s Greatest Minds for 358 Years, London:  Fourth Estate 1997

Aber Obacht! Ich sage NICHT: Vergeßt Kant. Ich sage aber sehr wohl: Man kann bei Kant KEINESFALLS stehenbleiben!

Und noch viel schlimmer: WAS IST WOHL VON DER VERNÜNFTIGKEIT EINES PROTESTANTISCH-EVANGELISCHEN HELMUT SCHMIDT ZU HALTEN, DER EINFACH NICHT DIE UNSÄGLICHE WIDERVERNUFT in einigen GRUNDPOSITIONEN LUTHERS erkennen will und folglich auch nicht thematisiert, als da wären:

– das Luther-Prinzip “sola scriptura” / “allein die Schrift”, obwohl doch schon Klein-Fritzchen und Klein-Erna von der letzten Bank in der Volksschule einwenden könnten, daß das Neue Testament ein gar DÜNNES Büchlein ist, wo schon rein technisch wenig drinstehen kann, also zum Beispiel KEIN EINZIGER VOLLSTÄNDIGER GOTTESDIENST, KEINE EINZIGE ANLEITUNG FÜR DEN KIRCHENBAU, KEINE EINZIGE ANLEITUNG FÜR DEN KRICHENGESANG und VIELES ANDERE NICHT, so daß man sich auf dieses dünne Büchlein ALLEIN eben NICHT berufen kann, (Es gehört meines Erachtens zu den ECHTEN RÄTSELN der Geschichte, daß Luther dieser Sachverhalt nicht selber aufgefallen ist!!!)

– die Luther – Prinzipien von “sola fides” und “sola gratia”,

– und als Gipfel der lutherischen Verstiegenheiten die Luther – Aufforderung des “pecca fortiter” (was mit der schiefen Sicht auf die “gratia” vorhin zusammenhängt) – und selbstverständlich zu den KRASSESTEN MISSVERSTÄNDNISSEN EINLÄDT, wenn es nicht SEHR RESTRIKTIV KOMMENTIERT wird. Hei, das wird eine feine Religion sein, wo ich nicht nur sündigen darf, sondern auch VIEL und OFT und STARK sündigen SOLL!

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Klammer auf: ( Die auch den evangelischen Protestanten selbst schon lange aufgefallenen ERHEBLICHEN SCHWIERIGKEITEN gewisser Übertreibungen in Luthers Standpunkten, sollten gerechterweise ERGÄNZT werden um neuere Untersuchungen zu der THESE, daß Luther an einer sogenannten manisch-depressiven bipolaren Störung erkrankt gewesen sein könnte.)  Klammer zu

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Man kann es aber auch ungefähr genauso FRONTAL machen wie Helmut Schmidt selbst: ZEIGT ALSO HELMUT SCHMIDT SEINEN LEHRER KANT VOR, dann kann man doch völlig problemlos zum Beispiel mit THOMAS VON AQUIN DAGEGEN HALTEN, unter anderem weil bei Thomas die antiken Griechen VIEL UMFANGREICHER BERÜCKSICHTIGT UND TIEFSINNIGER VERARBEITET UND DURCHDACHT SIND als bei KANT … Und man kann sich auch in Deuschland nicht damit herausreden, daß Thomas Italiener ist, den man eben nicht zu kennen braucht, denn just im 20. Jahrhundert und also zu unser aller Lebzeiten hat Josef Pieper in einer Fülle von Einzelschriften AUF DEUTSCH eine AKTUALISIERUNG zu THOMAS vorgelegt, die jedermann hübsch zieren würde, wollte man sie nur zur Kenntnis nehmen und würde sie nicht einfach im akademischen Alltagsgeschäft übergangen und totgeschwiegen!

Wir erwarten natürlich nicht, daß sich die Philosophen JEMALS auf IRGENDETWAS einigen werden und kommen jetzt zu einer Sache, die ich  ganz unbedingt Helmut Schmidt entgegenhalten möchte und zwar FRONTAL KONTRÄR – und das ist die sogenannte KATHOLISCHE SOZIALLEHRE. Ganz ehrlich: Ich vermute nicht, daß die Welt dadurch ein besserer Ort geworden ist, daß wir seit einigen Jahrzehnten auf die BEITRÄGE DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE zu einer erträglichen Gestaltung der Völker und Gesellschften VERZICHTEN ZU KÖNNEN MEINEN, vielleicht um IMMER NOCH irgendwelchen “Arbeiterwohlfahrts-UTOPIEN” oder anderen UTOPIEN SOZIALISTISCH-KOMMUNISTISCHEN URSPRUNGS hinterherzulaufen. als ob es den UMBRUCH des Jahres 1989/1990 überhaupt nicht gegeben hätte!

Und selbstverständlich muß NIEMAND Karl Popper – einem  Österreicher, der in Britannien Karriere gemacht hat – zu seinem persönlichen Mentor und Schamanen erheben – und wird doch heiter weiterleben können!

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Wer also KATHOLISCH ist, der kann sich MIT GUTEM RECHT in VIELEN PUNKTEN in Helmut Schmidt durchaus NICHT WIEDERFINDEN, was Helmut Schmidt wahrscheinlich nicht sehr erstaunen würde.

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Ich komme langsam zum Schluß, indem ich noch kurz zwei Dinge erwähne, die mir persönlich ganz besonders aufgefallen sind, weil ich nämlich selbst davon betroffen war.

Meine erste besondere Beobachtung ist der unter Helmut Schmidt forcierte Ausbau des sogenannten ZWEITEN BILDUNGSWEGES, der heute bereits  auf der “via facti”, also in der praktischen Realität zunehmend verschwindet. Die SPD und Helmut Schmidt haben behauptet, daß sie mit dem ZWEITEN BILDUNGSWEG “Chancen erhöhen und Tore öffnen”. DAS GEGENTEIL IST RICHTIG: Der zweite Bildungsweg hat VIELE HOFFNUNGSFROHE LEBENSLÄUFE IM SCHEITERN DER URSPRÜNGLICHEN ERWARTUNGEN ENDEN LASSEN. Von Ausnahmen abgesehen, haben Absolventen des zweiten Bildungswegs dann auch akademische Karrieren vorwiegend im Mittelfeld erreicht – wen überhaupt.

Meine zweite besondere Beobachtung  umfaßt  die  unter Helmut Schmidt einsetzenden politischen Projekte von MASSENABITUR und MASSENUNIVERSITÄT. Anders gesagt: Helmut Schmidt steht ungefähr an dem historischen Wendepunkt, als in DEUTSCHLAND DAS KLASSISCHE GYMNASIUM ZERSTÖRT WURDE, bewußt, absichtlich, um nämlich den heutigen NIVEUVERLUST erreichen zu können, der möglich macht, daß das deutsche Bildungssystem an US-amerikanisch-britische Tradtionen angepasst wurde, die ausser den Amerikanern und den Briten kaum jemand sonst wirklich erstrebenswert vorkommen, also besonders den Franzosen und Russen nicht!

Insbesondere möchte ich betonen, daß die ABSCHAFFUNG einer GRÜNDLICHEN Unterrichtung des LATEINISCHEN UND ALT-GRIECHISCHEN am GYMNASIUM  besonders im Hinblick auf die EUROPÄISCHE IDEE als geradezu VERNUNFTWIDRIG- um nicht zu sagen: UNSINNIG – zu bezeichnen wäre (nach meiner Meinung und ERFAHRUNG in europäischen Fremdsprachen!).

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Ich vermute, daß genügt als direkte Erwiderung auf die öffentliche Zelebrierung des Geburtstages von Helmut Schmidt im Januar 2014. Ich wenigstens habe sogar OHNE meinen heutigen Reflexionslevel Helmut Schmidt nie gewählt  und seine Partei nur ein einziges Mal gewählt, als ich nämlich mich einmal  in der Bremer Stadthalle von einem Auftritt Willy Brands noch vor der Zeit von Helmut Schmidt als jüngerer Mann habe beeindrucken lassen.

Und NEIN, ich teile KEINESWEGS die Auffassung von Henry Kissinger, der vor Helmut Schmidt sterben möchte, weil er sich nicht vorstellen kann, in einer Welt ohne Helmut Schmidt leben zu können … Ja, also, ich weiss nicht recht? Gehirn einschalten!  Äh? Wie bitte? Hallo? Also bei mir ist das GANZ anders: Nein, im GEGENTEIL,  ICH KANN UND WERDE OHNE HELMUT SCHMIDT LEBEN, so wie ich das bisher auch schon gemacht habe!

Und JA, ich bin ja nicht der einzige, dem eine gewisse Präponderanz, ein gewisses (Über-)Gewicht  von EVANGELISCH-LUTHERISCHEM FÜHRUNGSKADERN teils mit DDR-Migrationshintergrund im aktuellen deutschen Regierungskader  aufgefallen ist, so daß man also versucht sein könnte, sich einmal auszumalen, wie ein Deutschland aussehen könnte, von dem sich ein KATHOLISCHES KÖNIGREICH BAYERN ABGESPALTEN hätte, in welch letzteres  ich selbst UMGEHEND AUSWANDERN WÜRDE!

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Für den Fall, daß man mich einer unerträglichen katholischen Selbstgewißheit beschuldigen möchte, trage ich noch zwei Bücher für das Selbststudium des Publikums nach, aus denen mit einer erstaunlichen Klarheit hervorgeht, daß es – eine KORREKTE ARBEITSWEISE vorausgesetzt –  AN SICH KEINE PHILOSOPHISCHE MÖGLICHKEIT gibt, von der EXISTENZ GOTTES “abzusehen”. Das soll jetzt kein Vorwurf der NACHLÄSSIGKEIT gegen Helmut Schmidt sein, denn diese beiden Büchlein sind erstaunlich wenig bekannt, auch nicht unter sogenannten “Fach-Philosophen” … !!?? Ausserdem ist diese Bemerkung nicht direkt gegen Helmut Schmidts Position gerichtet, der ja, wie oben zitiert, an Gott festhält, aber “nicht religiös” ist, obwohl dies  mir ähnlich komisch vorkommt wie das Beginnen Gandhis, der sich zu Testzwecken neben eine Frau legte, ohne ihr nahezukommen – wozu mir, ehrlich gesagt, ein bischen der Glaube fehlt und vielleicht auch die entsprechende hardcore-Religiosität.  Um so mehr freue ich mich, auf diese Weise wenigstens eine kleine Geburtstagsgabe überreichen zu können, wenn schon nicht für das Geburtstagskind persönlich, dann wenigstens für das weltweite Publikum, damit dieses nämlich nicht auf den “philosophischen Schnickschnak” des Geburtstagskindes Helmut Schmidt hereinfällt und sich dazu eine GESUNDE DISTANZ BEWAHRT!

Lubac, Henri de.: Vom Erkennen Gottes, Freiburg/Brsg.: Herder 1949, 135 Seiten

Spaemann, Robert: Der letzte Gottesbeweis, mit einer Einführung in die großen Gottesbeweise und einen Kommentar zum Gottesbeweis Robert Spaemanns von Rolf Schönberger, München: Pattloch 2007, 127 Seiten

Kurzkommentar:

Lubac, 1949 gibt eine komprimierte Argumentation auf der Basis der innerhalb der klasssichen thomistischen Philosophie und Logik erreichten Klärungen – und ich war ehrlich über die Leistungsfähigkleit dieser älteren und konventionellen Philosophie und Logik VERBLÜFFT.

Spaemann hingegen setzt an NACH DEN FORMALLOGISHEN Klärungen vom 19. zum 20. Jahrhundert, rekurriert aber beispielsweise nicht – oder für mich nicht erkennbar – nirgends auf die Göedel-Theoreme und auf die von ihnen verursachte,  bis heute anhaltende KATASTROPHALE WISSENSCHAFTSDESTRUKTION. Spaemann kommt aber zu einem sehr überraschenden Ergebnis, indem er nämlich sich einer Weltsicht annähert, wie sie das bis heute noch nicht ausgeschöpfte sogenannte HÖHLENGLEICHNIS des PLATO nahezulegen scheint, Für Spaemann ist sozusagen Ausgangspunkt und zugleich Zielpunkt eine SEHR SPEZIELLE VERWOBENHEIT von KOSMISCHER SCHÖPFUNG UND DEREN SCHÖPFER, gleichsam als ob wir in einem Film säßen, wo der Filmvorführer und sogar der Filmregisseur SELBER MITSPIELEN.

Was hier FEHLT ist eine BUIKE-Idee, die mit den aristotelischen Gottesbeweisen gemeinsam hat, daß sie vom Problem der FUNKTIONSWEISE DES UNIVERSUMS ausgeht. Buike überlegt, daß der Weltraum SO SEHR KOMPLIZIERT ist, daß er NIEMALS ohne AKTIVE STEUERUNG und WARTUNG von SEHR ÜBERLEGENEN WESENHEITEN STABIL gehalten werden kann. (Ich erspare hier dem Publikum die Detailargumentation, wo die UNMÖGLICHKEIT STABILER und “perfekter”  ASTROMISCHER ZYKLEN eine Rolle spielt …)  Ein wichtigeres Argument für diese Sichtweise wäre die neuerdings diskutierte Möglichkeit, daß sich erstens  in unserem Sonnensystem einige sehr alte, aber  KÜNSTLICHE Himmelskörper befinden  und zweitens, daß gewisse Himmelskörper möglicherweise bislang UNBEKANNTE ANTRIEBSAGGREGATE haben, wofür die bei Valery UVAROV, Pyramids 2007 (online in scribd und bibliothecapleiades) neuerdings besprochene sogenannte “sibirische Installation” als persuasive argument gelten könnte. Ein wichtiges Argument dieses “neu-alten” Buike-Ansatzes war ferner eine VERMUTUNG, daß in den aristotelischen Überlieferungen ETWAS FEHLT, weil es von den GRIECHEN VESCHWIEGEN WURDE wegen der bekannten ANTIKEN GEHEIMHALTUNG, und zwar eine ZUGEHÖRIGE ANDERE PHYSIK  und andere  Astrophysik ALS HEUTE, von der man aber eventuell eine Art Vorstellung bekommen kann, wenn man sich die Bücher von Joseph P. Farrell zu Gemüte führt, die allerdings die HEUTIGE HYPERPHYSIK  nur nebenbei referieren und voraussetzen.

Nach diesen Vorbereitungen noch einmal kurz zur Position von Helmut Schmidt: Kein Mensch, der bei Vernunft und nicht absolut BLIND  ist, kann die gegenwärtigen BEKLAGENSWERTEN ZUSTÄNDE auf dem Planeten und bei den Kirchen und Religionen übersehen, die es SCHWER MACHEN, eine GÖTTLICHE FÜHRUNG oder ein GÖTTLICHES MANAGEMENT des ganzen Theaters zu erkennen. (Es würde wahrscheinlich auch nicht helfen, wenn man darauf hinweisen wollte, daß zwischen 600-400 oder 600-200 v. Chr. ÜBERHALL auf dem GLOBUS, die “alten Götter und Kulturheroen und auch die BUNDESLADE” VERSCHWUNDEN oder GESTORBEN sind, jedenfalls NICHT MEHR DA SIND. Manetho sagt in bei Beressos überlieferten Fragmentschnipseln: “Wehe, die Götter haben die Erde verlassen!” …)  Es ist ferner keineswegs verboten, ANDERE LEBENSZIELE zu haben, als die hier skizzierten teils UNSÄGLICH AUFWENDIGEN Studien, die in meinem eigenen Leben JAHRZEHNTE “verbraucht” haben, so daß ich TROTZ der SCHROFFHEIT des Neuen Testaments, die darauf hinauszulaufen scheint, daß “die einen es haben und die anderen eben nicht”, die Position von Helmut Schmidt durchaus als MENSCHLICH EHRENHAFT und auch MENSCHLICH AKZEPTABEL  erkennen kann, jedoch selber eben etwas “woanders stehe”, unter anderem deswegen, weil ich selbst überhaupt keinen “natürlichen Zugang zum Protestantismus” habe – ich weiß gar nicht WARUM? -,   der mir innerlich SEHR FREMD GEBLIEBEN ist, trotzdem ich JAHRE in protestantischen Regionen verbracht habe.

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Als besonderes Schmankerl weise ich  nach den sogenannten “ontologischen Gottesweis” von Kurt Gödel, um 1940, wieder entdeckt ungefähr 1960-70:

http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/gottesbeweis_goedel.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Gödel

http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2013/fup_13_308/ (betrifft computergestützte Überprüfung des Gödel-Gottesbeweises  durch FU Berlin und TU Wien, 2013)

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Dann erlaube ich mir auf einen sehr kurzen Beitrag des Neu-Kantianers E.Tugendhat zur HEUTIGEN EINSCHÄTZUNG DES WIDERSPRUCHS in FORMALISIERTEN LOGISCHEN SYSTEMEN hinzuweisen, welche  durch die Einführung eines neuen Wahrheitswertes “unbestimmt”  einerseits für Atomphysik (z.B. Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation und damit zusammenhängende Theoreme, die das Plancksche Wirkungsquantum benötigen, wie z,B. in neuerdings diskutierten extrem miniaturisierten Planck-Sphären)  und virtuelle Realitäten mit einer zusätzlichen probabilistischen Zeitdimension interessant ist, dann aber andererseits auch ausgesprochen hilfreich sein kann, um in Diskussionen in immer noch vorhandenen sozialistisch-kommunistischen Umgebungen  nicht unterzugehen. Vorausgesetzt wird, daß der WIDERSPRUCH in ZWEI Formulierungen existiert, nämlich als “tertium non datur”, also aussagenlogisch,  und dann als “ex falso quodlibet” (Aus dem Falschen folgt Beliebiges.), also als Satz – was keine überflüssigen Details sind,, denn diese beiden unterschiedlichen Formulierungen entscheiden darüber, ob der Widerspruch in formalisierten Systemen als AXIOM oder als SATZ behandelt wird, was für die philosophische Ökonomie und eventuell sogar mathematische Schönheit von Bedeutung sein kann.

Tugendhat, E. / Wolf, U. : Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam pbk 1983, durchgesehene Aufl. 1986, Der Satz vom Widerspruch: S. 50 – 65

Mit dieser Quelle ist die gesamte marxistisch-kommunistisch-sozialistische Widerspruchsbehandlung ERLEDIGT, und zwar FÜR IMMER – wie sie ohnehin schon vorher innerhalb der konventionellen Philosophie bloß ein Hinweis auf den HEUTIGEN VERFALL DES PHILOSOPHISCHEN  DENKENS war, denn kein Philosoph, der auf sich hält, wird ein HILFSWISSENSCHAFTLICHES PRINZIP zum KERN einer elaborierten Theorie machen – äh, vermute ich wenigstens.

Neuss, den 28. Januar 2014

(rein zufällig)  Gedenktag des hl. Thomas von Aquin,
Dominikaner, Kirchenlehrer, Philosoph und Weisheitslehrer der alten Sorte

Buike Science And Music

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- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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