Deutschland und Europa ohne Eisenbahn

Der aktuelle Chef der deutschen Staatsbahnen schlägt Alarm, daß 1400 Brücken marode sind und die Infrastruktur vergammelt. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/marode-infrastruktur-bahnchef-grube-schlaegt-alarm-viele-bruecken-sind-kaputt-12677658.html

Aber der aktuelle Chef der deutschen Staatsbahnen weiß natürlich, daß der deutsche Verkehrsminister sich in die regierungsamtliche Industriepolitik einfügen muß – und deshalb  keinen Konflikt mit der AUTO-INDUSTRIE riskieren kann und wird.

Natürlich freut sich Buike Science And Music, daß auf diese Weise Buike-Einschsätzungen bahnintern  BESTÄTIGT werden. Nachdenklich könnte einen allerdings das kleine Wörtchen “vergammeln” stimmen. Was kann “vergammeln” hier bedeuten, denn Schienen beispielsweise ROSTEN, aber sie “vergammeln” nicht ohne weiteres …, jene Schienen übrigens deretwegen THYSSEN/Krupp kürzlich zu einer SEHR HOHEN GELDSTRAFE verurteilt worden ist, weil die STAHLINDUSTRIE sich untereinander abgesprochen hat, den Staat zu “bescheissen” – und  zwar durch ÜBERTEUERTE PREISE (in diesem Beispiel für SCHIENEN), die dann der Endverbraucherkunde unter anderem über die Ticketpreise oder über STEUERERHÖHUNGEN mit bezahlen muß.

Wir haben noch eine GROSSE, früher NIE GEHÖRTE Neuigkeit im Eisenbahnbereich: Wir haben seit einigen Jahren ein ERNSTHAFTES PROBLEM mit METALL-DIEBSTÄHLEN bei der Eisenbahn, die sich dagegen mit eisenbahneigenen “Klein-Drohnen” wehren wollte, dabei aber auf juristische Probleme stieß,  s0 daß die Metalldiebe erstmal munter weitermachen können, bis sie dann durch die absolut futuristische Methode der KÜNSTLICHEN DNA “überführt” werden können.

Ich weise einige  Suchstichworte wie folgt nach:

– Schienenkartell / Schienenfreunde sogar in deutscher Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfreunde

– Thyssen / Krupp Verurteilung zu 150 Millionen Euro Strafe: http://www.rundschau-online.de/wirtschaft/schienenkartell-thyssenkrupp-zahlt-150-millionen-an-bahn,15184892,25082438.html

– Metalldiebstähle http://www.come-on.de/lokales/kreis-mk/metalldiebstaehle-grossem-stil-3093759.html

– Metalldiebstähle bei der deutschen Eisenbahn – http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/3914198/ssat20130513a.html

– Metalldiebstähle auf Friedhöfen – http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/metalldiebstahl-auf-friedhoefen-altmetall-statt-totenruhe-12309057.html

– Bahndrohnen gegen Graffiti-Sprüher, die  Eisenbahn mit einem Abenteuerspielplatz verwechseln http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-will-graffiti-sprueher-mit-drohnen-filmen-a-901973.html

– künstliche DNA als Diebstahlschutz , hier bestellen: http://www.selectadna.de

So, damit habe ich einige  Elemente zusammen, um dem Wörtchen “vergammeln der deutshen Staatsbahnen” folgende BEUDEUTUNG und INTERPRETATION zuzuweisen:

Wir sehen also, daß der STAAT das Interesse an REPARTUR und MAINTENACE VERLOREN hat und wir sehen, daß die INDUSTRIE bei SACHLEISTUNGEN schlabbert, hier im akturllen Beispiel “Schienen”.

BEIDES IST NACH MEINER MEINUNG EIN SIGNAL, DASS  DAS GELD-MANAGEMENT HEUTE bei den Staatsbahnen WICHTIGER GEWORDEN ist, als die ERBRINGUNG DER bei STAATSBAHNEN nun einmal erforderlichen SACHLEISTUNGEN und technischen Infrastruktur.

Man könnte nun meinen, daß dies eben der Zug der Zeit ist und daß wir hier sehen, wie der deutsche Staat – etwas verspätet – FORTSCHRITTLICHE US-AMERIKANISCHE GLOBALSTEURUNGSMETHODEN ADAPTIERT, welche bekanntlich MONETÄRE METHODEN sind, wo das GELD zum ZENTRALBEGRIFF des wirtschaftlichen Handelns geworden ist, wobei dann eben SEHR ERWARTBARE  “veränderte kriminelle Verhaltensweisen” entstehen KÖNNEN – oder auch nicht.

Aber da ist noch etwas anderes, das VIEL TIEFER geht! Wie kann man überhaupt auf die IDEE kommen, bei der EISENBAHN METALL zu stehlen, zumal man, wenn man mit ALTMETALL ernsthaft “Geld verdienen” will, sozusagen riesige Mengen braucht und auch transportieren muß??? Wie kann man überhaupt auf die IDEE kommen, daß sich METALLDIEBSTAHL auf FRIEDHÖFEN lohnen könnte???? Ich meine nun: GERADE IM FALLE DER “neuen” RESPEKTLOSIGKEIT VOR FRIEDHÖFEN sehen wir nicht nur einfach “Verhaltensänderung”, sondern eine VERROHUNG im Bereich der BASIS-SOZIALISATION, was also das Funktionieren von Gesellschaft und Staat FUNDAMENTAL beschädigt  – und das könnte WEIT SCHLIMMER sein, als diese neumoderne Tendenz, daß Eisenbahngelände überall  zu  TÖDLICHEN “Abenteuerspielplätzen” für “Kids”, nicht nur für Graffiti-Sprüher,  geworden sind …

ÜBERINTERPRETIERE ich hier? Vielleicht nicht notwendig! Vielleicht könnte man sagen: die  beobachteten Phänomene bezeichnen  EINSTELLUNGSÄNDERUNGEN, die wir allerdings dann BESSER  erkennen, wenn wir die GESCHICHTE DER EISENBAHN bis zurück zum 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

Man könnte wahrscheinlich ungefähr sagen: AM ANFANG der EISENBAHNEN steht eine AUFBRUCHSSTIMMUNG und ein TECHNISCHER FORTSCHRITTSOPTIMISMUS und ein GEMEINSCHAFTLICHER WILLE zu NATIONALEM AUFBAU. HEUTE dagegen sehen wir, VERGAMMELN, wie sich die Zeitung oben ausdrückte, und ein NEUARTIGES KRIMINELLES VERHALTEN der GROSSINDUSTRIE und BESCHÄDIGUNG DER BASIS-SOZIALISATION, welches alles SEHR VERSCHIEDEN ist vom Verhalten der Großindustrie am ANFANG der Eisenbahen, wo man mit GANZ ENORMEN TECHNISCHEN und TECHNOLOGISCHEN SCHWIERIGKEITEN RINGEN MUSSTE – und in einem gewissen Sinne auch GEWANN und PROBLEMLÖSUNGEN erreichte.

So weit, so schlecht: Durch die geschichtliche Betrachtungsweise “vom Anfang her” gewinnen wir sozusagen fast automatisch und gewissermassen unvermeidlich eine ZUSÄTZLICHE INTERPRETATIONSKATEGORIE, denn wo ANFANG ist, da ist – möglicherweise – auch irgendwo, irgendwann ENDE.

Ich meine also ungefähr: Die HISTORISCHE ENTWICKLUNG ist LÄNGSTENS über die Frage hinweggegangen, wie man Auto und Eisenbahn, wie Umwelt und Technik, wie Nah- und Fernverkehre, BESSER AUSBALANCIEREN kann. Das war nicht nur ein “Übergehen” von Problemen, sondern wir alle sind in diesen Problemfeldern GESCHEITERT!

Ich meine also: Wir haben heute klipp und klar eine ZUKUNFT vor uns OHNE EISENBAHN, wenigstens ohne NENNENSWERTE Eisenbahn.

Vor uns liegt also sehr möglicherweise  als ZUKUNFTSAUFGABE, die EISENBAHNEN ZWECKENTSPRECHEND zu KÜRZEN und in einem MASSIV GESCHRUMPFTEN RESTBESTAND technologisch und museal NEU auszurichten. Insoweit könnte man zum Beispiel stark zweifeln, was eigentlich die luxuriösen FERNVERBINDUNGENn auf der Schiene  überhaupt noch ökonomisch sollen …

Gibt es BEISPIELE, von denen wir in Deutschland LERNEN könnten? Vielleicht ja: Wir haben das Beispiel der USA als eines Landes, das sozusagen von Grund auf als ein “Autoland” konzipiert und geplant wurde und zwar bis hin zu zweckentsprechendem Städtebau. Wir haben dann Beispiele in ISRAEL und POLEN, wo es STAATLICHE BUS- und FERNBUS-SYSTEM gibt, von denen man bestimmt einiges lernen könnte.

Können wir uns eventuelll auch schon eine Zukunft OHNE AUTO vorstellen? Das wage ich zu bezweifeln, denn es gibt ja einen DEMOGRAPHISCHEN Zusammenhang zwischen BEVÖLKERUNGSDICHTE und NOTWENDIGKEIT für TRANSPORT und VERKEHR.

Allerdings beschäftigen sich sehr fortgeschrittene Ingenieure schon lange mit sogenannten LEICHTBAU-Kleinfluggeräten, neuerdings sogar mit erfolgreichem ELEKTROANTRIEB. Well, wenn wir die großen technologischen Schwierigkeiten von Elektroantrieben in der Autoindustrie sehen, dann wird man wahrscheinlich sagen müssen, daß wir WARTEN MÜSSEN, bis eine VÖLLIG NEUE ANTRIEBSTECHNIK zur Verfügung gestellt wird, die basiert auf a) HEUTIGER SKALAR – und AETHER-PHYSIK (die sich scheinbar noch nicht  weit genug herumgesprochen hat) und b) auf Konzepten von “FREE-ENERGY” und NULLPUNKT-VAKUUM-Energie (Zero-Point near vacuum state).

Warum sage ich, “bis eine neue Antriebstechnik zur Verfügung gestellt wird”? Nun, wer gibt uns irgendeine Gewissheit, daß diese neue Antriebstechnik nicht schon IRGENDWO VORHANDEN ist, aber für flächendeckenden Einsatz noch blockiert wird, und zwar von INDUSTRIE und KAPITALINTERESSEN, die sich SEHR SCHWER tun, neue GESCHÄFTSMODELLE auszutüfteln … In der Tat kann man sich leichtfertige Gedankenspiele in diesem Feld des NÄCHSTEN ZEITALTERS OHNE EISENBAHN UND AUTO nicht leisten, denn wir sprechen hier indirekt auch von HUNDERTTAUSENDEN von ARBEITSPLÄTZEN.

Zurück zur Gegenwart!

Das Publikum wird sich also gewöhnen müssen, daß deutsche Eisenbahnen seit geraumer Zeit “vergammeln”, daß der NATIONALE AUFBAUWILLE irgendwie LAHM geworden ist … Und ich als Sozialhilfeempüfänger kann doch schon lange nicht mehr die ÜPPIGEN TICKETPREISE für BAHNFAHRTEN  bezahlen, was vor wenigen Jahrzehnten SEHR VESCHIEDEN war, wo ich nämlich mit der Eisenbahn durch “halb Europa” – also von Deutschland über Österreich nach Italien, dann quer durch Frankreich, dann sogar Südengland, dann einmal bis Tessaloniki/Griechenland –  gefahren bin und auch fahren konnte!

Heute jedoch komme ich mit dem Busgeld  einer Rückfahrkarte bis Przemysl, fast an der ukrainischen Grenze, innerhalb Deutschlands und auf der Bahn mal gerade knapp von Düsseldorf bis knapp hinter Frankfurt.

Es ändert sich halt viel.

Geändert hat sich auch noch etwas:

Kürzlich wollte ich zu einem serbisch-orthodoxen Gottesdienst sonntags vormittags zwischen Koblenz und Limburg. Ich stieg also um 5:30 sonntags morgens in die Eisenbahn – und war TOTAL VERBLÜFFT, denn die Eisenbahn war NICHT LEER, sondern GUT VOLL mit Passagieren, und zwar JUNGEN Passagieren.  Des Rätsels Lösung: Heutzutage setzt sich die Jugend auf die Bahn, fährt von Düsseldorf mal eben in eine angesagte Disco nach Köln und entschließt sich anschließend eventuell noch zu einem Besuch  in derselben Nacht  in einer “outlet-Disco” in Bochum, um dann  am frühesten Sonntagmorgen nach Hause zu fahren. Das kommt unsereins stressig vor, scheint aber gewissermassen “total angesagt” zu sein …

Man wagt schon fast gar nicht mehr, sich zu erinnern, daß ReiseMOTIVATIONEN bis vor einigen Jahrzehnten von solchem FREIZEIT – und EVENT-Verhalten STARK abwichen … Es soll sogar eine Zeit gegeben haben, in welcher die Leute scharenweise auf PILGERREISEN teils BUSSE taten, was man wahrscheinlich heutigen Discogängern gar nicht mehr erzählen dürfte …

Und fertig!

BUIKE SCIENCE AND MUSIC

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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