Gurlitt-Affaire: 1500 Gemälde und 1 Milliarde

1. Im Jahre 2011 oder 2010 wurde ein Fahrgast in einem Eisenbahnzug von der Schweiz kommend in Süddeutschland vom deutschen Zoll kontrolliert. Der Name des Fahrgastes war Cornelius Gurlitt (nicht zu verwechseln mit Cornelius Gurlitt, 1850-1938, (Vater von Hildebrandt Gurlitt, Vater des Cornelius Gurlitt?) , wahrscheinlich ein älterer Herr in hohem Rentenalter – eventuell um die 80 Jahre alt (79 Jahre belegt in http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.darunter-auch-picasso-und-marc-muenchen-80-jaehriger-hortet-milliarden-kunstschatz.67faa379-8a44-4ac0-8680-c7263a607acc.html – es wird aber auch woanders ein Alter von 76 Jahren erwähnt …)   -, der eventuell gar nicht in Deutschland gemeldet ist sondern  “irgendwo bei Salzburg”. Dieser als “netter und korrekter älterer Herr” beschriebene, eventuell “berufslose” Mensch, der eventuell “niemals gearbeitet” hat, ohne jedoch dadurch der Allgemeinheit zur Last gefallen zu sein, hatte bei der Zollkontrolle angeblich “druckfrische 500-Euro-Scheine” bei sich, und zwar in einer Gesamtsumme von 9000,00 Euro – für Absolventen mit PISA-Erfahrung: das sollten also 18 Scheine a 500 gewesen sein???!!! – , so daß er unter der heutigen Strafbarkeitsgrenze für privaten Bargeldtransport von derzeit 10.000,00 Euro geblieben war. Der Fahrgast Cornelius Gurlitt durfte also als unbescholtener Bürger, der strikt im legalen Rahmen vorgegangen war, seine Fahrt fortsetzen – und ist seitdem offenbar “von der Bildfläche verschwunden”. Wer noch mehr von dieser Art der Sprachverwendung und Beiläufigkeit haben möchte, kann zu folgendem Artikel klicken – http://www.tagesspiegel.de/kultur/sensationeller-kunst-fund-in-muenchen-stille-reserve-zwischen-konservendosen/9027368.html

2. Diese auch menschlich “irgendwie anrührende”  Geschichte des Rentners und Bahnreisenden  Cornelius Gurlitt – deutsche Zeitungen überlassen es dem Leser, SELBST herauszufinden, daß wir es hier mit DREI Leutchen des Namens “Cornelius” zu tun haben, und zwar ALLE aus DERSELBEN FAMILIE –   wird uns JETZT, also 2013 und  geschlagene 2 Jahre später von der Staatsanwaltschaft Augsburg “erzählt” und “verkauft” als AUSLÖSER des SENSATIONELLEN GEMÄLDEDEPOTFUNDES in einer Münchener 90-qm-Wohnung mit sage und schreibe 1500 Gemälden sogenannter “entarteter Kunst” – alles ziemlich  fachgerecht gelagert! -, die während der NAZI-Zeit zusammengetragen worden sein muss, und zwar von dem VATER des Cornelius Gurlitt, dem Herrn Hildebrand Gurlitt, der, obwohl mit jüdischer Großmutter, von Goebbels beauftragt gewesen  war, “entartete Kunst geschäftlich im Ausland zu verwerten” und zu Geld zu machen. Um Verwechselungen vorzubeugen, muß angemerkt werden: a) Es gibt in der deutschen Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mehrere BEDEUTENDE Vertreter mit dem Namen “Gurlitt”, und zwar scheinbar geopgraphisch antizufällig verteilt mit Schwerpunkt “Region Dresden/Sachsen” – siehe Wikipedia Eintrag zu “Cornelius Gurlitt” (1850-1938), wo auch  dessen 3 bedeutende Kinder aufgelistet sind – http://de.wikipedia.org/wiki/Cornelius_Gurlitt_(Kunsthistoriker) – und Wikipedia-Eintrag zu “Cornelius Gurlitt, 1820-1901, Komponist” – http://de.wikipedia.org/wiki/Cornelius_Gurlitt_(Komponist) . Ich habe  jedoch auf die Schnelle nicht gefunden den GROSSVATER, einen Landschaftmaler LOUIS Gurlitt … und der  COUSIN des Hildbrand Gurlitt, Wolfgang Gurlitt, kommt gleich, der ebenfalls im Auftrag der NAZIS “entartete Kunst” im AUSLAND zu Geld machte.  b) Herr Hildebrand Gurlitt verstarb 1956 bei einem Autounfall, wie die Zeitungen jetzt melden. Wikipedia-Eintrag zu Hildebrand Gurlitt: http://de.wikipedia.org/wiki/Hildebrand_Gurlitt c) Ebenfalls im Auftrag der NAZIS verkaufte ein gewisser Wolfgan Gurlitt “entartete Kunst” im Ausland, welcher ein COUSIN / Vetter des Hildebrand Gurlitt war. Beleg:  http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hildebrand-und-wolfgang-gurlitt-handelten-fuer-das-ns-regime-mit-kunst-a-932150.html  – Wikipedia-Auskunft “Wolfgang Gurlitt”, Englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Gurlitt -, d) Ein einziger Artikel bringt schließlich die Nachricht, daß insgesamt 4 Kunsthändler von den NAZIS selbst zu Verkäufen im Ausland bevollmächtigt waren. Das ist eine SO BRISANTE Information, daß ich einen genauen Nachweis bringe: http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article121499967/Wie-Picassos-in-einer-vermuellten-Wohnung-landeten.html – ZITATANFANG: “Trotzdem gehörte er schließlich zu den vier Kunsthändlern, die im Auftrag von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels mit der “Verwertung der Produkte entarteter Kunst” beauftragt wurden. Dabei zählten die internationalen Kontakte, die er hatte. Denn die in deutschen Museen beschlagnahmten Kunstwerke sollten möglichst unauffällig gegen Devisen ins Ausland verkauft werden. Die anderen drei waren Karl Buchholz, der in New York mit seinem emigrierten Partner die Buchholz Gallery Carl Valentin gegründet hatte, Bernhard A. Böhmer, ein Bildhauer, der mit Barlach befreundet war, ihm bei Kunsthandelssachen half und auch einen Kunsthandel betrieb, und der Kunsthändler Ferdinand Möller, der vor allem die Expressionisten vertrat. Aber auch Wolfgang Gurlitt, ein Vetter von Hildebrand Gurlitt und Erbe der väterlichen Galerie in Berlin, gehörte zu den Händlern, die am devisenträchtigen Geschäften teilhatten. Und nicht zu vergessen Kurt Haberstock, der in der von Goebbels eingesetzten “Kommission zur Verwertung der Produkte entarteter Kunst” saß und sich auf alte Meister konzentrierte.” Zitatende! (Kursivdruck nicht orginal, sondern von mir hinzugefügt zur besseren Hervorhebung fremden Gedankengutes.)

3. Natürlich ist die Gurlitt-Affaire inzwischen von allen Mainstream-Medien “vermarktet” und “ausgeschlachtet” worden – und einige weblinks zu englischsprachigen Beiträgen befinden sich unter diesem Text. Die Gurlitt-Gemäldeaffaire ist allerdings eine höchst seltsame nicht nur wegen der 2 Jahre durchgehaltenen GEHEIMHALTUNG des Fundes seitens der bundesrepublikanischen Behörenden – wir dürfen zuversichtlich vermuten: da waren Büros involviert bis hinauf in höchste Regierungskreise -, sondern vor allem deshalb, weil die Sammlung “irgendwie” von DRESDEN aus der SOWJETISCHEN Besatzungszone nach MÜNCHEN in die AMERIKANISCHE Besatzungszone gelangte.  Zweitens war der VATER Hildebrand Gurlitt nach dem Zweiten Weltkrieg Gegenstand eines umfangreichen “Reinwaschungsverfahrens” im Zuge der US-amerikanischen “Entnazifizierungs-Programme”, die Hildebrand Gurlitt schlußendlich offenbar alle erfolgreich passieren konnte. Das PIKANTE ist: Hildebrand Gurlitt wurde nicht nur “entnazifiziert”, sondern bekam SEHR RÄTSELHAFTERWEISE einen TEIL SEINER “problematischen” GEMÄLDESAMMLUNG ZURÜCK – UND er durfte seine GESCHÄFTE WEITER BETREIBEN, nämlich KUNSTHANDEL, und zwar eben mit amerikanischem “Persilschein”. Klammer auf: Hier ist historisch zweifelhaft, WARUM Hildebrand Gurlitt eine EVENTUELL “privilegierte” Behandlung durch die US-Besatzer erhalten hat … Klammer zu!  Davon ausgehend kann man – gestützt auf allerneueste Forschung zur GEGENSEITIGEN VERSTRICKUNG zwischen Alliierten und NAZIS – SPEKULIEREN, ob es DIRTY DEALS zwischen NAZIS und Amerikanern gegeben hat, so dass die  Sammlung in DRESDEN SEHR GEZIELT “angesteuert” werden konnte – oder aber ob ein Zusammenhang besteht mit der rätselhaften “Organisation Gehlen”, welches die Abteilung “Fremde Heere Ost” im deutschen MILITÄRISCHEN Geheimdienstapparat gewesen war, die – MAN STAUNE ÜBER ALLE MASSEN – von den siegreichen Amerikanern nach dem Krieg sogleich und auch ziemlich komplett als – sagen wir versuchsweise: – “Kooperationspartner akzeptiert” worden war. Diesen Punkt brauchen wir SCHARF formuliert: WAS WÜRDE DAS PUBLIKUM VON EINEM ALLIIERTEN OBERKOMMANDO HALTEN, DAS SOFORT NACH DER NIEDERLAGE DEN FEINDLICHEN MILITÄRGEHEIMDIENST “engagiert” und “weiter arbeiten” läßt????? Oder anders gesagt; DAS HAT ES IN DER GESAMTEN MIR BEKANNTEN MILITÄRGESCHICHTE NOCH NIE GEGEBEN! Oder noch anders gesagt: Hier erhebt sich die Frage, FÜR WEN DER BND – als Nachfolger von “Fremde Heere Ost” – TATSÄCHLICH ARBEITET????

Klammer auf: Diese Darstellungsweise ist natürlich NONSENSE: die “Organisation-Gehlen-Story” ist ein SICHERES INDIZ, daß es in der DEUTSCHEN WEHRMACHT eine KLEINE UND GEHEIME GRUPPE GAB, die VÖLLIG unberührt von aktuellen Verwicklungen oder Parteien oder  Regierungen SEHR LANGFRISTIGE PLÄNE verfolgen konnte – und sie konnte das, weil es ein GEGENSTÜCK dazu gegeben haben muß irgendwo ganz tief im anglo-amerikanischen Geschäfts- und MACHTAPPARAT, der als COUNTERPART “funktionieren” konnte! Diese GEHEIME HOCHRANGIGE WEHRMACHTSGRUPPE hat meines Erachtens folgende INDIZIENSPUR hinterlassen: a) INDIZ 1 ist die Durchschleusung Lenins in einem verblombten Eisenbahnwagen durch Deutschland mitten im 1.Weltkrieg und AUF VERANLASSUNG DER OBERSTEN HEERESLEITUNG bzw. mit WISSEN des INNERSTEN KERNS der damaligen DEUTSCHEN KRIEGSMILITÄRDIKTATUR, also an Kaiser und Reichsregierung vorbei. b) Indiz 2 ist die Existenz eines kleinen Reichswehrbüros, das zwischen 1922-1924 EINE KOMPLETTE ARMEE ausgearbeitet haben soll, und zwar GENAU DIE ARMEE, die – wahrscheinlich, eventuell  “planmässig” – 1939 “angetreten” ist.  c) Als zugegebenermassen SCHWACHES Indiz 3 könnte man noch einmal überlegen, wie die NACH DER – vermutlichen –  ERMORDUNG DES KRONPRINZEN RUDOLF und dem “Verschwinden”  des Erzherzogs Johann erfolgte UMSTRUKTURIERUNG des österreichisch-ungarischen Militärapparates zu “deuten” ist, FALLS die Fachleute diese Umstrukturierungen  überhaupt für AUFFÄLLIG und UNGEWÖHNLICH halten würden. d) JEDOCH KEIN EINDEUTIGES  INDIZ für diese gesuchte Wehrmachtsgruppe wäre die INSTALLIERUNG Hitlers und der NAZIS durch britisch-amerikanische Hintermänner! Klammer zu! e) Eine sehr rätselhafte Spur könnte auch in dem AttentatsZEITPUNKT von Stauffenberg am  20. Juni 1944 liegen, weil Joseph P. Farrell irgendwo in seinen 12 Büchern meint, daß dieser Zeitpunkt KORRELIERT war mit einem ERFOLGREICHEN NAZI-Test von deutschen Atomwaffen auf RÜGEN (oder eventuell in Ohrdruf): LEIDER muß man bei Farrell die HISTORISCHE ARBEITSWEISE stets sehr kritisch sehen … Auch würde es mehr als rätselhaft sein, WAS GENAU eine solche BEHAUPTETE KORRELATION einer ZEITREIHE in der strategischen Analyse eigentlich bedeuten könnte oder sollte??!!

4. Die Gurlitt-Affaire hat eine FINANZIELLE-FISKALISCHE GRÖSSENORDNUNG, bei der Otto Normalverbraucher  SOFORT SCHWINDELIG wird. Wir machen eine Überschlagsrechnung:

1500 Gurlitt-Gemälde ensprechen 1.000.000.000,00 Euro.

WIEVIEL Euro sind dann insgesamt 20.000 ANDERE “irgendwie durch die NAZIS abhanden gekommene” Gemälde? (Datenbank(en): Zentralregister für Raub- und Beutekunst der Jahre 1933-1945 und/oder
Commission for Looted Art in Europe)

ANTWORT: 20000 : 1500 = 13,33333333 Und weiter: 13,333333  x 1.000.000.000,00 Euro = 13.333.333.000,00 Euro.

ES IST NUN SEHR SELTSAM, DASS ÜBER DIESE GESAMTGRÖSSENORDNUNG VON 14 MILLIARDEN EURO ÜBERHAUPT NICHT GESPROCHEN WIRD!

Zur Vorbeugung weiterer Schwindelanfälle im Publikum MUSS allerdings jetzt ergänzt werden: Wir suchen heute keine MILLIARDEN mehr, sondern der AKTUELLE FINANZPOLITISCHE STAND bewegt sich auf einem Level von derzeit ungefähr 1 BILLION Euro (nicht zu verwechseln mit US-amerikanischer Zählweise!) und GESAMTSUMMEN von vielleicht irgendwas bei 1 TRILLION Euro! Allerdings gälte trotzdem, daß man bei 14 Milliarden Euro eventuell doch schon mal riskieren könnte, eine Augenbraue leicht anzuheben!

5. Ich mache es jetzt am geschicktesten so, daß ich exakt ZWEI AUSSENSEITERMEINUNGEN bringe, die ÜBERAUS LEHRREICH sind und  danach eine Weblinkliste mit den ORIGINAL-BELEGARTKELN zu einer dieser Aussenseitermeinungen.

5.1 Nicht-Mainstream 1 – http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kunstfund-muenchen-museen-und-experten-wollen-liste-der-bilder-a-932187.html — In diesem Artikel, der in der Hauptsache von den vielen durch den Münchener Depotfund aufgescheuchten Museen und Privatleuten handelt, die verlorenen Besitz und verlorenes Eigentum “restituiert” sehen wollen und im Augenblick VIEL zusätzliche Arbeit haben, wird ein ÖSTERREICHISCHER KENNER DER MATERIE zitiert mit einer  SEHR AUFSCHLUSSREICHEN ABWEICHENDEN MEINUNG, wie folgt.  Es handelt sich um den Vizedirektor des Belvedere – Palais und Museum – in Wien, Herrn Alfred Weidinger, der frisch, fromm, fröhlich,  frei behauptet: a) In Süddeutschland haben ALLE wichtigen Kunsthändler von solchen Depots und auch deren Grössenordnungen GEWUSST. b) Der SPÄTE AUFFINDUNGSZEITPUNKT von 2013, fast 70 Jahre nach dem Krieg besage lediglich, daß einige Leute “ihre Arbeit nicht gemacht” hätten.

Wir überlegen kurz: WENN Herr Cornelius (Nr.3)  Gurlitt JUNIOR “gelegentlich” zwecks Sicherung seines gehobenen Lebensunterhalts ein Bild aus seinem Depot verkaufte, DANN sollte er bei einigen ZIEMLICH EINSCHLÄGIGEN GALERIEN UND AUKTIONSHÄUSERN BEKANNT GEWESEN sein und zwar als ein “ausserordentlich geschätzter Kunde”. Folgende mit Kunst befaßte Unternehmen kannten Herrn Cornelius Gurlitt:

– Auktionshaus Lempertz, Köln

– Galerie Kornfeld, Schweiz (Hauptsitz Bern, eventuell auch eine Aussenstelle in Berlin(?)) BELEG: http://www.tagesspiegel.de/kultur/sensationeller-kunst-fund-in-muenchen-stille-reserve-zwischen-konservendosen/9027368.html

Dann zweitens überlegen wir, daß aus folgendem Artikel weitergedacht werden kann, daß Herr Cornelius Gurlitt noch ein ZWEITES DEPOT haben muß, denn er hat angeblich NACH DER BESCHLAGNAHME seiner DEPOT-WOHNUNG noch mindestens ein weiteres Bild verkauft, und zwar zu einem sagenhaften Preis von 860.000 Euro (eventuell aus der ehemaligen jüdischen Sammlung Flechtheim?). Das glaubt man bestimmt nicht – und deshalb hier ein BELEG: http://www.focus.de/kultur/kunst/nazi-raubkunst-meisterwerke-zwischen-muell-fahnder-entdecken-kunstschatz-in-milliardenhoehe_aid_1147066.html  Zitatanfang: ” Nach der Razzia ließ er zumindest ein weiteres Gemälde – ein Bild von Max Beckmann – für 864 000 Euro beim Auktionshaus Lempertz in Köln versteigern.” Zitatende!

5.2 Nicht-Mainstream 2 – http://denkland.wordpress.com/2013/11/08/der-dubiose-kunstraub-fund-und-seine-surreale-geschichte/ Dieser Artikel befaßt sich mit UNGEREIMTHEITEN der bisherigen Berichterstattung und kommt deshalb zu wesentlich anderen Einschätzungen.

5.2.1 Weblinkliste mit Belegstellen aus dem Artikel 5.2

http://www.focus.de/kultur/kunst/nazi-raubkunst-meisterwerke-zwischen-muell-fahnder-entdecken-kunstschatz-in-milliardenhoehe_aid_1147066.html

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/580364/Der-Verwerter-und-sein-Sohn

http://www.mdr.de/mdr-info/kunstraub112.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio

http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstverein_für_die_Rheinlande_und_Westfalen

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=39660

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2013/07/2013-07-12-bmk-provenienzrecherche.html

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muenchner-raubkunst-kein-zufallsfund-laut-staatsanwaltschaft-a-931921.html

http://www.zeit.de/2011/49/NS-Raubkunst

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muenchner-raubkunst-kein-zufallsfund-laut-staatsanwaltschaft-a-931921.html

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6. Ergebnis:

Wir suchen

– erstens: Größenordnungen an “problematischen Gemäldedepots” aus der NAZI-Zeit und der Zeit des 2. Weltkriegs von mindestens 14 Milliarden Euro aufwärts,

– zweitens:  RENOMMIERTE KUNST- und AUKTIONSHÄUSER, die sich erstaunlich wenig für exakte Dokumentationen interessieren

– drittens: GEHEIME GEMÄLDEDEPOTS der Nachfahren und Erben und Firmennachfolger der folgenden Personen: a) Karl Buchholz und Nachfahren der
Buchholz Gallery Carl Valentin, New York –  b)
Bernhard A. Böhmer, Bildhauer und Kunsthändler – c)
Wolfgang Gurlitt, Cousin bzw. Vetter von Hildebrand Gurlitt, d) Kurt Haberstock. Leiter der “Kommission zur Verwertung der Produkte entarteter Kunst”

Wir haben des weiteren zu rechnen mit anderen Zufallsfunden zu kriegsbedingten Auslagerungsdepots außerhalb des Machtbereichs von Goebbels und dessen Abteilungen für “Verwertung entarteter Kunst”, z.B. Gegenstände aus den geradezu gigantischen “Sammlungen” des weiland Luftmarschalls Göring, z.B. von dessen Landsitz “Katharienhall” … und von anderen NAZI-Größen. Ich nenne in diesem Zusammenhang als ein aktuelles Beispiel den ZUFÄLLIGEN SKULPTURENFUND in BERLIN von 2010, welcher dahingehend aufgeklärt wurde, daß er NICHT zum Goebbels-Bereich gehörte:

a) Stellungnahme eines Museums, Berlin-Fund 2010: http://www.smb.museum/smb/kalender/details.php?objID=30402

b) Tagesspiegel, Berlinfund 2010: http://www.tagesspiegel.de/kultur/entartete-kunst-berliner-skulpturenfund-aufgeklaert/4120090.html

Ich schlage auf Grund dieses Artikels vor, in die Interpretationsmethoden zur NAZI-Zeit eine NEUE METHODENKATEGORIE einzuführen, nämlich solche aus der WISSENSCHAFTLICHEN KRIMINOLOGIE, etwa wie folgt:

a) VERBRECHER LEGEN SICH RATIONALISIERUNGEN und RECHTFERTIGUNGEN ZURECHT und halten sich – wie in den Filmdokumenten der Nürnberger-Prozesse bis zum Überdruß ersichtlich – mehrheitlich “für UNSCHULDIG”. Wenn diese Behauptung stimmt, dann müßte man also bei Gefängnisbesuchen feststellen können, daß dort ganz überweigend “Justizirrtümer” rätselhafterweise “festgehalten” werden …

b) Die ALLGEMEINE GESELLSCHAFT darf sich aber davon NICHT TÄUSCHEN LASSEN, denn HINTER VERNEBELUNGSTAKTIK der VERBRECHER wird als eine WICHTIGE GRUNDLAGE FÜR VERBRECHERISCHE “BEGABUNG” deutlich, daß FÜR DEN ECHTEN VERBRFECHER DIE ÜBLICHEN GESELLSCHAFTLICHEN UND PHILOSOPHISCH-MORALISCHEN HEMMSCHWELLEN NICHT GELTEN, also sozusagen “ausser Kraft gesetzt” sind, darunter zum Beispiel die GÖTTLICHEN GEBOTE, was unter Umständen auch ein medizinisch-biologisches zugrundliegendes DEFEKTIVES FUNKTIONSMUSTER der körpereigenen neurologischen Steuerungssysteme beinhalten könnte, darunter unter anderem auch defizitäre emotionale Steuerung.

Im Zeitalter der PISA-Studien sollte ich vielleicht die “göttlichen Gebote”, um die es hier besonders geht, vorsichtshalber ausdrücklich erwähnen:

a) “DU SOLLST NICHT STEHLEN UND BEGEHREN DEINES NACHBARN HAB UND GUT.” – und sogar nicht einmal dessen Frau “lüstern hinterherschielen” …

b) “DU SOLLST NICHT TÖTEN.” Kann man irgendwie NICHT NETTER sagen, oder?!

Die Frage bleibt: WIE KONNTE DEUTSCHLAND JEMALS AUF DIESE NAZI-VERBRECHERBANDE “hereinfallen”???

Veilleicht weil “wir Gebüldet-sein-Wollenden” ZU WEICH sind und DAS BÖSE NICHT ERNST GENUG NEHMEN?

Sollte es so sein, dann gälte jedenfalls: Mit diesem ARTIKEL HABE ich das BÖSE und VERBRECHERISCHE der NAZIS wesentlich ernster genommen, als die durch “rätselhafte Zurückhaltung gehinderten” derzeitigen deutschen Regierungsstellen!

Womit ich mich der oben zitierten Meinung aus Österreich von dem Vizedirektor des Belvedere in Wien, Herrn Alfred Weidinger,  angeschlossen habe:

ERSTAUNLICH IST, WIE SPÄT überhaupt irgendetwas entdeckt wird.

ERSTAUNLICH ist, WIE WENIG bislang entdeckt wurde.

Ich hatte bereits als Erklärungsansatz vorgeschlagen: SOWAS IST NUR ZU ERKLÄREN DURCH EINE KORRUPTIVE INTERESSENGEMENGELAGE ZWISCHEN ALLIIERTEN UND NAZIS BIS HIN ZU DIRY DEALS, wie sie nun mal bei KRIEGEN geläufig sind, wie sie aber ganz besonders von der NSDAP und MARTIN BORMANN im 2.Weltkrieg zusammen mit ALLAN DULLES geradezu PERFEKTIONIERT wurden.

Und wer Buchquellen braucht für die hier vorgetragen UNGEHEUERLICHKEITEN, daß die NAZIS durchaus kein REIN DEUTSCHES PHÄNOMEN sind, sondern ein BRITISCH-AMERIKANISCHES, für den benenne ich summarisch folgende FORSCHUNGSLITERATUR, die aus sehr durchsichtigen Gründen sich in Deutschland noch nicht sehr weit herumgesprochen hat und auch in den USA und in Grossbritannien NICHT GESCHÄTZT wird:

– Jim Marrs, USA

– Joseph P. Farrell, USA

– Anthony Sutton, UK / GB

– Guido Preparata, USA

– Abel Basti, Argentinien

NACH der sogenannten “Wiedervereinigung” sollte man vielleicht ergänzen: Diese SEHR RÄTSELHAFTE “Weiterbeschäftigung von NAZIS” nach dem 2. Weltkrieg, hat es nicht nur bei den WEST-Alliierten in den WEST-Zonen gegeben, sondern auch in der russisch-sowjetischen OST-Zone …. und deshalb sollte man sich besonders im Falle Deutschlands stets bewußt sein, was es bedeuten KÖNNTE, wenn man im 20. Jahrhundert von “historischer Kontinuität in Deutschland” sprechen möchte, was nämlich implizieren würde, daß die zu DIKTATUR NEIGENDEN WILLENSMENSCHEN und BETONKÖPFE  in Deutschland praktisch “nahtlos durch- und weiterarbeiten” konnten – und zwar ausdrücklich auch deshalb, weil es ANGLO-AMERIKANISCHEN (und sowjetrussischen) Dienststellen so überaus günstig “in den Kram paßte”!

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Follow up 11.November 2013

So, Focus-online berichtet unter Adresse http://www.focus.de/kultur/kunst/verbindung-zum-muenchner-kunstfund-schwager-von-gurlitt-aufgetaucht-polizei-holt-22-gemaelde-ab_aid_1153736.html :

– Es habe sich ein “Schwager von Gurlittt gemeldet”.

– Dieser Schager des Gurlitt sei zu lokalisieren in Kornwestheim bei Stuttgart.

– Von diesem Schwager des Gurlitt hätten die Staatsorgane inzwischen 22 Gemälde abtransportiert.

Und plötzlich  meinen wir,  ansatzweise zu begreifen,  wie das sein konnte, daß die Gurlitt-Depot-Wohnung in Münschen schon beschlagnahmt war und Herr Cornelius Gurlitt TROTZDEM noch ein sehr teures Gemälde verkaufen konnte, wie weiter oben berichtet.

Ich schiebe hier aus dem Gedächtnis ein: Der von Gurlitt NACH dem Verlust seines Depots in München angebotene Max Beckstein erzielte beim Auktionshaus Lempertz in Köln angeblich 860.000 Euro, von denen Cornelius Gurlitt aber wahrscheinlich nur BRANCHENÜBLICHE 400.000 Euro für sich verbuchen konnte. Wir überschlagen kurz: 400000 Euro dividiert durch 12000 Euro Jahressatz deutsche Sozialhilfe ergibt 33,33 JAHRE – und man begreift unmittelbar, warum Cornelius Gurlitt es schaffen konnte, NICHT dem deutschen Sozialhilfesystem zur Last zu fallen!

Das zum einen! Zum anderen ist auch das oben berichtete “Refugium des Cornelius Gurlitt irgendwo bei Salzburg” keineswegs nicht aufklärbar, denn Focus online “hat`s gefunden”, und zwar unter Adresse: http://www.focus.de/kultur/kunst/tid-34507/bruchbude-gurlitts-im-villenviertel-in-salzburg-der-mysterioese-bunker-des-nazi-schatz-sammlers_aid_1149496.html Dieser ARtikel von Focus online spekuliert sehr indirekt und dennoch scharfsinnig, ob nicht in diesem vor etwa 50 Jahren angemieteten / erworbenen Haus, das ebenfalls reichlich “heruntergekommen” ist, ebenfalls ein Gemäldedepot sein KÖNNTE. Und eine solche Spekulaton wäre wohl auch  den Salzburger Nachbarn des Herrn Cornelius Gurlitt  keineswegs weltfremd vorgekommen. Solcherlei Überlegungen werden allenfalls von der SUBTILITÄT der österreichischen Staatsbehörden übertroffen, die nämlich einerseits “keinen direkten Ermittlungsbedarf” sehen, wohl auch “nicht direkt Verdächtiges” bemerkt haben  und andererseits darauf hinweisen, daß es von Deutschland aus noch kein “grenzüberschreitendes Amtshilfeersuchen” gegeben habe, außer eine kleine Sache “Steuerermittlungsanfrage”, die aber schon erledigt sei. Und warum auch eigentlich nicht: Warum sollte man dem kleinen Österreich, falls man in Salzburg etwas finden sollte, das schöne “Zubrot” gleich wieder von deutscher Seite aus wegnehmen??? Es ist überhaupt wahrscheinlich nur von der SEITE DER OPFER her erklärlich, warum manche ein gewisses juristisches Unbehagen verspüren bei Schatz-Depots vom Typ des Depots des Herrn Gurlitt, DENN ANDERE HATTEN WENIGSTENS KEINESWEGS IRGENDWLECHE  BEDENKEN ! Zum Beipiel scheint es laut diesem Artikel von Focus online sogar so gewesen zu sein, daß Herr Cornelius Gurlitt sich “seinerzeit” sogar einmal an einer OFFIZIELLEN KUNSTAUSSTELLUNG mit Exponaten BETEILIGT hat, ohne daß IRGENDJEMAND damals “unziemliche” Fragen hätte stellen mögen!

So, dann gibt es noch einen Focus-Artikel, der ganz undipolomatisch direkt und laut überlegt, ob in Gurlitts Salzburger Wohnung nicht eventuell doch ein nicht näher definierter “Kunstschatz” sein KÖNNTE unter Adresse: http://www.focus.de/kultur/kunst/tid-34485/nach-dem-fund-des-muenchner-nazi-schatzes-lagern-auch-in-cornelius-gurlitts-salzburger-geisterhaus-meisterwerke_aid_1148601.html

Noch viel “unfeiner” wird ein anderer Focus-Artikel, in dem Aussagen von Salzburger Nachbarn zitiert werden, wo spekuliert wird, ob sich “Gurlitt in den Dresdener Bombennächten im 2.Weltkrieg einen Dachschaden zugezogen hat” – http://www.focus.de/kultur/kunst/tid-34507/ich-habe-eine-leiche-im-haus-erwartet-der-mysterioese-bunker-des-nazi-schatz-sammlers-in-salzburg-wir-dachten-der-mann-hat-sich-einen-dachschaden-geholt_aid_1149503.html – Stichwort: Luftangriffe auf Dresden, insbesondere vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945,  siehe deutsche Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden – woselbst man auch einige RELATIVIERUNGEN findet, die häufig kursierende LEGENDENHAFTE ÜBERTREIBUNGEN VERMEIDEN.

Dieser Focus-Artikel thematisiert auch, daß es mindestens EINE INTERAKTION des Cornelius Gurlitt mit österreichischen Behörden gegeben habe. Und zwar sollte  – angeblich – ein KANALANSCHLUSS am Salzburger Gurlitt-Grundstück und Haus gebaut werden, wobei Gurlitt die eigentümerseitigen Vorleistungen jedoch NICHT erbrachte, so daß OFFIZIELLE BUSSGELDER fällig geworden waren, die aber von Gurlitt angeblich ALLE KORREKT BEZAHLT worden seien, worin sich dann aber die nachweisbare INTERAKTION auch schon erschöpft. Der Salzburger Polizei war die Gurlitt-Bruchbude ansonsten lediglich eine eventuell routinemässige “streifenmässige Beobachtung” wert, wahrscheinlich sehr zu Recht!

Es gibt aber nicht nur FOCUS online, sondern auch FAZ und PARIS MATCH!

Ich bringe zuerst ein angebliches PHOTO des Cornelius Gurlitt, angeblich aufgenommen in München-Schwabing aus der FAZ –  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/muenchner-kunstschatz-wo-versteckt-sich-gurlitt-12657020.html – DIREKT-LINK zu Gurlitt-Photo aus PARIS MATCH – http://cdn-parismatch.ladmedia.fr/var/news/storage/images/paris-match/actu/international/tresor-nazi-paris-match-a-retrouve-cornelius-gurlitt-535972/4913340-1-fre-FR/Tresor-nazi-Paris-Match-a-retrouve-Cornelius-Gurlitt_article_landscape_pm_v8.jpg

Dann weise ich nach eine QUELLE der FAZ, nämlich PARIS MATCH – http://www.parismatch.com/Actu/International/Tresor-nazi-Paris-Match-a-retrouve-Cornelius-Gurlitt-535972 – Attention, cette article est dans la langue Francaise!

Ich weise ausserdem nach verschiedene Artikel der FAZ zur Gurlitt-Affaire

Wir sind aber noch lange nicht fertig mit den SENSATIONEN, denn gerade eben finde ich einen Artikel der Rheinischen Post online vom 08. Nov. 2013, der folgendes BEHAUPTET – http://www.rp-online.de/kultur/kunst/kennt-cornelius-gurlitt-versteck-des-bernsteinzimmers-aid-1.3800721:

– Cornelius Gurlitt habe eine ZWEITE WOHNUNG im MÜNCHENER SÜDEN (und dazu noch eine dritte in Salzburg), in der auch die TRANSAKTION mit dem Auktionshaus Lempertz aus Köln NACH der Beschlagnahme der Schwabinger DEPOT-Wohnung stattgefunden haben soll.

– NOCH VIEL SENSATIONELLER aber ist eine angebliche Aussage eines Neffen des Cornelius Gurlitt, eines gewissen Eckehard Gurlitt, ca. 63 Jahre alt, der BEHAUPTET HABEN SOLL, Cornelius Gurlitt habe ihm VOR 40 JAHREN “anvertraut”, er, Cornelius, WISSE VOM VERBLEIB DES BERNSTEINZIMMERS, welches manchmal auf 100 Millionen geschätzt wird, sofern man das überhaupt für schätzbar hält. Mehr noch, er, Cornelius Gurlitt, wolle das Geheimnis des Bernsteinzimmers “auf dem Sterbebett lüften” … und das sollte dann also ein ganz besonders SPANNENDER TAG werden!

So, wenn das keine WILDE STORY ist in der ansonsten so christkatholisch BRAVEN Rheinischen Post , dann will ich Meier heißen!

Okay, wir müsen weiter!

Das Publikum wird sich fragen, warum ich mit FLEISS die JURSTISCHEN FRAGEN für eine eventuelle gerichtliche Aufarbeitung der Gurlitt-Depots UMGANGEN habe?

Darum:

ERSTENS hat Cornelius Gurlitt sich SCHEINBAR bislang durchaus im RAHMEN DER GELTENDEN GESETZE BEWEGT und insbesondere SELBER NICHT DIREKT STRAFTATEN nach dem heutigen Verständnis des Begriffs begangen. Cornelius Gurlitt könnte also ganz bestimmt NICHT DIREKT und OHNE WEITERES  für “Sünden und Verfehlungen” SEINER VORFAHREN “haftbar gemacht werden”.

ZWEITENS aber würden HEUTIGE Rechtsbegehren auf die FUNDAMENTALE BARRIERE stoßen, daß der HEUTIGE DEUTSCHE  STAAT die BESCHLAGNAHMEAKTIONEN des NAZI-DEUTSCHEN STAATES IM PRINZIP BIS HEUTE NICHT OFFIZIELL BEANSTANDET hat und auch KEINESWEGS NACHTRÄGLICH FÜR UNWIRKSAM erklärt hat.

Wo käme man denn dann hin? Denn bei dem sehr speziellen Verlauf der deutschen Geschichte, haben wir doch sowieso schon JEDE MENGE RESTITUTIONS-Probleme, wo also ALTES UNRECHT “irgendwie zurechtgerückt” werden soll:

– Das deutsche Kirchensteuersystem ist im Prinzip eine JURISTISCHE RESTITUTION bzw. KOMPENSATION oder ENTSCHÄDIGUNG für den UNRECHTSAKT des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 unter NAPOLEON, wo KIRCHENVERMÖGEN in erheblichem Umfang “weggenommen” worden war.

– Eines der SEHR unhandlichen Probleme der deutschen Wiedervereinigung ist, daß plötzlich ALTE ADELSFAMILIEN für BESITZVERLUSTE – oft an Grund und Boden – bis zurück aus der Zeit des ERSTEN WELTKRIEGES “irgendwie” juristisch vertretbar behandelt werden müssen, was dann natürlich auch die Beziehungen zu Tschechien und POLEN STARK belastet.

– BIS HEUTE lagern bei den deutschen OBERFINANZDIREKTIONEN VERMÖGENSAUFSTELLUNGEN von vertriebenen und ermordeten Juden aus der NAZI-Zeit 1933-1945 – und man begreift unmittelbar, WO WIR HINKÄMEN, wenn plötzlich DAFÜR RÜCKABWICKLUNG und RESTITUTION und EINZELFALL-ENTSCHÄDIGNG geleistet werden müßte. In diesem Zusammenhang ist insbesondere bekannt geworden die OBERFINANZDIREKTION KÖLN und die Aufarbeitungs-Bemühungen eines  historisches Institut der Universität Frankfurt, das auf Vorarbeiten von  Prof. Dr. Wolfgang Dreßen und eine Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf von 1998 – siehe etwa http://www.akens.org/akens/texte/info/36/100.html – zurückgreifen konnte.

http://www.fritz-bauer-institut.de/legalisierter-raub.98.html

http://www.gegen-vergessen.de/regionale-ags/nordhessen-suedniedersachsen/detailansicht-aktuelles/article/legalisierter-raub.html

Ich überlasse es der Leserschaft, die Ausstellung von 1998 im Stadtmuseum Düsseldorf zu recherchieren oder die Problematik der Aufarbeitung der einschlägigen Akten in HESSISCHEN Staatsarchiven.

WICHTIG scheint mir allerdings das STICHWORT für einen wichtigen ÜBERGEORDNETEN INTERPRETATIONSANSATZ, welches schlicht und ergreifend ist “LEGALISIERTER RAUB”, was eben darauf hinausläuft, was wir im Falle Gurlitt beobachten, daß nämlich RAUB nur DANN etwas HANDHABBARES ist, wenn es sich um GEWÖHNLICHE ZIVILPERSONEN handelt, daß aber RAUB – und allgemein: WEGNAHME – als LEGALES STAATSHANDELN NICHT JUSTIZIABEL ist – bis heute nicht  und auch IM GRUNDSATZ nicht!

DENN WÄRE RAUB oder WEGNAHME / ABSCHÖPFUNG  BEGANGEN VOM STAAT SELBER JUSTIZIABEL, dann würde ja auch grundsätzlich die gesamte STEUERHANDHABUNG IN FRAGE GESTELLT, was ja nun überhaupt nicht geht und ein “NO-GO” ist! Man kann ja auch nicht hingehen und das aktuell diskutierte STRASSENMAUT-SYSTEM im Sinne des historischen PARADIGMAS vom RAUBRITTERTUM  “interpretieren”.

Allerdings: Es mag VIELE geben, die davon TRÄUMEN, was es doch für eine HERRLICHE ZEIT war, als man im Mittelalter  einfach eine BURG baute, wo VIELE Leute vorbeikamen – und VON ALLEN einen “kleinen Obulus” zwecks Sicherung des Lebensunterhaltes des Burgherren und seiner Soldateska “erheben” konnte und DURFTE!

Und auch in diesem Punkt schlage ich also eine AKZENTVERSCHIEBUNG in der Interpretation der NAZI-Zeit vor: HIER SEHEN WIR EINE ZWANGSWEISE UMVERTEILUNG VON MATERIELLEN WERTEN ZUGUNSTEN EINES “NEUEN MITSPIELERS am MARKT”, deren GRÖSSENORDNUNG das erreichte, was wir heute “GLOBAL-PLAYER-LEVEL” eines “INTERNATIONALEN MEGA-KONZERNS” bezeichnen würden.

Ich breche hier ab, denn wenn man WEITERDENKT von den HISTORISCHEN “NAZI-GLOBAL-PLAYERN” zu HEUTIGEM “GLOBAL-PLAYER-VERHALTEN”, dann würde man, Gott bewahre, auf BEDENKLICHKEITEN stoßen, die man dem STATUS QUO und dem MAINSTREAM  nicht gerne zumuten möchte … zumal dann nicht, wenn sie in eigentliches PHILOSOPHISCHES und also DASEINSERHELLENDES TERRAIN führen würden …

Womit ich vertreten habe: PROTOKOLLIEREN mag eine eventuell wiederwillig akzeptierte Aufgabe von Geschichtswissenschaft sein. ABER NACHDENKEN über den SINN von GESCHICHTE und von menschlicher Existenz in  geschichtlichem Horizont … das geht irgenwie gar nicht, erstens nicht wegen der PISA-Studien über Hochbegabte und ihre traurigen Schicksale im deutschen Bildungssystem, zweitens  wegen der ganzen “Leichen im Keller” nicht und drittens … nun, drittens würde viel zu weit führen …

Follow up 11. Feb. 2014

Der alte Schwerenöter Gurlitt foppt uns alle und rückt mit einemal damit heraus, daß er ein ZWEITES DEPOT mit 60 Bildern in seinem Salzburger Wohnhaus hat.

weblink – http://www.tagesspiegel.de/kultur/cornelius-gurlitt-fund-und-pfand/9466394.html

Wir dürfen uns allerdings nicht bluffen lassen: Der Herr Cornelius Gurlitt kommt aus einer Familie, die in der NAZI-Zeit mit den Hitler-Leuten KOLLABORIERT hat und davon PRÄCHTIG leben konnte.

Aber der Herr Cornelius Gurlitt ist immer so gut gekleidet und wer wird schon einem älteren Gentleman so unschöne Sachen wie die NAZI-Zeit vorwerfen wollen?

In der Tat: In den Zeitungen ist nur von GROSSER KUNST die Rede – aber die NAZI-VERBRECHEN um diese GROSSE KUNST herum, die interessieren doch KEINEN mehr, denn – Gott bewahre – das könnte noch die Preise und das Geschäft verderben.

Und sogar die Opfer der NAZIS haben dazu gelernt – und verhandeln in aller Stille …

Es mag so sein.

Es mag aber auch so sein, daß MORD im deutschen Strafrecht BIS HEUTE NICHT VERJÄHRT, auch nicht MORD durch NAZI-TÄTER!

Noch etwas ist seltsam: Dieser neue Artikel spricht davon, daß die ursprüngliche Vermutung eines Gesamtwertes von 1 MILLIARDE Eureo sich ANGEBLICH auf derzeit 40 Millionen “reduziert” hätte – wir hoffen zuversichtlich aus Gründen der Steuerminderung beim Finanzamt.

Nun, man wird es wohl schaffen, die Gurlitt-Depots ABZUWICKELN, und zwar hübsch in schalldichten Clubzimmern. Mein Gott, man wird doch einen Tattergreis laufen lassen … und sich nicht schämen!

Die ursprünglichen Besitzer aber sind in KZS umgekommen oder zur Auswanderung GEZWUNGEN worden – und werden wohl nichts dagegen haben, wenn ihre Erben soviel Geld wie möglich aus diesen VERBRECHENSRESTEN herausschlagen können.

Ich aber bin wahrscheinlich einer der letzten, die rufen:

Wo ist der Eimer zum Kotzen!

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Follow up 18. Februar 2014

Die Anwälte des Herrn Gurlitt haben neuerdings eine “Gurlitt-Webseite” eingerichtet.

weblinks

hompage Gurlitt –  http://www.gurlitt.info/

Rheinische Post online – http://www.rp-online.de/kultur/kunst/kunstsammler-cornelius-gurlitt-hat-jetzt-eine-eigene-homepage-aid-1.4042383

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Follow up 07. März 2014

Gestern bringt die örtliche Neusser NGZ eine klitzekleine Nachricht, daß Gurlitt einer gerichtlich errichteten Betreuung zugestimmt hat, die sein bisheriger Rechtsanwalt wahrnehmen wird. Damit dürfte der Rest dieser Affaire extrem langweilig werden!

Follow up 07. Mai 2014

Es wird gemeldet, daß C. Gurlitt verstorben ist. Seine Bildersammlung soll testamentarisch in die Schweiz gehen.

Ich weiss zwar nicht, ob das bei einem halben NAZI-Kollaborateur passt, aber man sagt es eben:

Requiescat in pace!

weblink zum Originalbeitrag in der Sueddeutschen online – http://www.sueddeutsche.de/kultur/cornelius-gurlitt-tod-eines-deutschen-schatzmeisters-1.1953122

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Follow up 12. Mai 2014

Eine Institution in Bern – Berner Kunstmuseum – wurde testamentarisch bedacht. Aber es bleibt abzuwarten, ob das Erbe angenommen wird – oder angetreten werden kann, z.B. bei der zu erwartenden Höhe der Erbschaftssteuer, die der Deutsche Staat fordern wird (geschätzt bis zu 100 Millionen). Ein Verwandter von Gurlitt hat das Testament angeblich bereits angefochten. http://www.20min.ch/schweiz/news/story/24454052

Zwei Schliessfächer in Zürich des C.Gurlitt  wurden entdeckt. http://www.focus.de/kultur/kunst/schliessfaecher-entdeckt-lagert-gurlitt-noch-weitere-bilder-in-der-schweiz_id_3730952.html

Buike Science And Music

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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