Neuss: Neue historische Thesen und Befunde

1. Einleitung und WISSENSCHAFTLICHER SPENDENAUFRUF

Ich wurde kürzlich SEHR ÜBERRASCHT über die FÜLLE von NEUEN EINZELBEFUNDEN und NEUEN EINZELTHESEN zur Geschichte von Neuss, die in nur wenigen Jahrzehnten jüngst zusammengekommen sind. . Ich mache deshalb ein UPDATE zu

a) dem römischen  und spätrömischen Neuss, einschlielich NEUER THESE zum Anfang der römischen Präsenz in Neuss ab 30 VOR Christus, einschließlich aktueller Ausgrabung eines “römsichen Hafens” – ganz am Ende als NACHTRAG –  nicht weit vom LEGIONSLAGER (ehemalige Pädagogishe Hochschule) lokalisiert im Gebiet des heutigen SPORT- und Bottshafens,

b) der “Zwischenzeit” ab 4. Jahrhundert bis ungefähr 8. Jahrhundert, einschließlich der sogenannten “dunklen Jahrhunderte” vom 6.-8. Jahrhundert mit INDIZIEN für eine MEROWINGISCHE Verwaltung der Region Neuss,

c) zu den Anfängen des St. Quirinus-Stiftes, einschließlich hier NEUER THESE mit den Einzelheiten:  Normanneneinfall, . 866  und KÖNIGSPFALZ ab 863 durch  KAISER LOTHARS II. plus  ÄBTISSINNEN AUS DER OTTONEN-FAMILIE.

Die Frage ob eine DURCHGEHENDE KONTINUITÄT DER BESIEDLUNG auch archäologisch hinreichend gesichert werden kann, ist im Augenblick wegen der sogenannten “dunklen Jahrhunderte” umstritten, wobei allerdings eine TENDENZ sichtbar zu werden scheint, die eine KONTINUITÄT MINDESTENS IN EINEM “KLEINEREN RAHMEN” annehmen möchte.

Für mich selbst war dann DARAUS SICH ERGEBEND etwas ganz anderes sehr verblüffend, nämlich eine für mich VÖLLIG NEUE GEWICHTUNG des SYSTEMS VON KÖNIGSPFALZEN und KÖNIGSHÖFEN, bei denen mich die ANZAHL und die TERRITORIALE DICHTE DES NETZES sehr überraschte, nachdem es eben die neuere Forschung VIEL DEUTLICHER HERAUSGEARBEITET hat als noch zu meinen Schulzeiten. Und dieses System der Königspfalzen seinerseits wirft natürlich ein NEUES LICHT auf eine SPEZIALITÄT der FRÜHEN DEUTSCHEN GESCHICHTE, nämlich das sogenannte “Reisekönigtum”, das wir uns wahrscheinlich künftig als VIEL STRAFFER und EFFEKTIVER vorstellen müssen als bisher gedacht.

Quellen Königspfalz/Königshof:

Ein Großteil der hier versammelten NEUEN Informationen geht auf Arbeiten der Ludwig-Maximilians-Universität zurück und deren Tanja Potthoff –  http://www.vfp-archaeologie.uni-muenchen.de/personen/wiss_ma/pott/index.html – email

Es ist nebenbei hinzuweisen auf eine NEUE THESE zum Ursprung des “Quirinusliedes” – https://brunobuike.wordpress.com/2010/02/06/ursprung-quirinuslied-neuss-neue-these/ – gar nicht zu reden davon, daß in page “buikemusic numerical” unter BBWV 33.1 und 33.2 zwei Quirinuslied-Präludien sind …

BBWV 033.1 — Präludium St. Quirinus, kurz / short – great organ – experienced – audio mp3sheetmusic pdf selfprintvideo

BBWV 033.2 –Präludium St. Quirinus, great / gross – great organ – experienced – audio mp3sheetmusic pdf selfprint

-xxx-

1. Römisches und spätrömisches Neuss: UPDATE

1.0 SOURCE / QUELLE: Franssen, Jürgen, http://www.novaesium.de/index.html

1.1 Was ein guter Neusser ist, der “weiß” natürlich, daß es ein römisches Militärlager an der Erftmündung gab, gegründet 16 v.Chr., zu dem man beginnend mit den COENEN-Ausgrabungen seit dem Ende 19. Jahhrunderts mehrere Baustufen festgestellt hat.

NEU ist hingegen, daß es ein ZWEITES (Militär-) LAGER gab, und zwar im heutigen Ortsteil “Meertal” (“hinter” dem ehemaligen Alexius-Krankenhaus).

NEU ist auserdem, daß man in den Schichten des Coenen-Lagers – also durch ERNEUTE UNTERSUCHUNG in einem bereits “bekannten Gelände”, eine VORVERLEGUNG des ENTSTEHUNGSDATUMS auf 30 v.Chr. vornehmen konnte.  Source aus Westdeutsche Zeitung, WZ online vom 11.04.2012, Ulla Dahmen –  http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/ausgrabung-sensationsfund-ist-noch-aelter-als-das-roemerlager-a-1.957508

zitationsfähige Print-Quelle: Kaiser, Michael: Älter als Lager A. Zu den Anfängen der römischen Militärpräsenz am Rhein, in: Husmeier-Schirlitz, Uta/Metzdorf, Jens, Hrsg.: Novaesium 2012, Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, Neuss: Clemens-Sels-Museum und Stadtarchiv Neuss 2012, S.23-32

1.2 Es wurden festgestellt MEHRERE “villae rusticae“, worunter man sich eine Art “Gutshof” vorstellen kann, welcher Typ der “landwirtschaftlichen Manufakturproduktion” ein WESENTLICHES ELEMENT des römischen KOLONIALSYSTEMS war. “Villae rusticae” hatten zweitens in der Nähe von Militär-Lagern oder Legionslagern und besonders an den verschiedenen LIMES-Grenzbefestigungssystemen natürlich die FUNKTION, die VERSORGUNG des römischen Militärapparates sicherzustellen. Wenn ich richtig erinnere sind die “villae rusticae” bei Neuss: a) 1 Gutshof “an der Erftmündung”. genauer: an der Straße nach Uedesheim am Abzweiger zum Sporthafen, ehemalige Gaststätte “Hetzel”, jetzt ein griechisches Restaurant , 1 Gutshof “Gut Gnadenthal” an der Erft (jetzt Firma Zülow).

1.3 Es ist in der Geschichte OFT so gewesen, daß um Militärlager herum, im Laufe der Zeit ZIVILE SIEDLUNGEN entstanden. Neuss bildet da keine Ausnahme. Man sagt heute: ein ZIVIL-VICUS (mit NEKROPOLE) entstand 2,5 KILOMETER NÖRDLICH der Erftmündung auf einer etwas erhöhten SANDDÜNE etwa 14 – 37 NACH Christus, und zwar ungefähr vom heutigen Obertor bis zum Quirinusmünster.

NEU sind in DIESEM BEREICH die AUSGRABUNGEN am ehemaligen Bus-Bahnhof, wo jetzt das ROMANEUM-Gebäude mit der Musikschule steht, wo ein RÖMISCHES RASTHAUS sehr umfangreich dokumentiert werden konnte.

1.3  NEU” ist: Beim Bau des Golfplatzes “Hummelbachaue” – etwas landeinwärts im “Erft-Einzugsgebiet” – wurde 1992/93 festgestellt ein MILITÄRLAGER von etwa 1 Hektar Fläche, das Zerstörungsspuren durch BRAND aufwies, ungefähr bestand zwischen 4. und 6. Jahrhundert NACH Christus. Hier vermutet man einen Zusammenhang mit einem Frankeneinfall von 387/88 und ausserdem mit einem “System” von KLEIN-KASTELLEN, die für diese SPÄTRÖMISCHE Zeit auch woanders belegt sind.

2. Indizien zur MEROWINGISCHEN VERWALTUNG in der “dunklen Zwischenzeit” – UPDATE

2.1 NEU haben wir hier, die bei der letzten grossen Renovierung von St.Quirinus ausgegrabene DIONYSIUS-Kapelle. Man DEUTET diese Kapelle im Augenblick wie folgt: Als 1050 auf Veranlassung von Past Leo IX, des Deutschen, durch TRANSLATIO die Reliquien des hl. Quirinus aus den Praetextus- oder Praetextat-Katakomben an der Via Appia in Rom zu seiner Schwester, der Äbtissin GEPA am Damenstift St. Quirin zu Neuss kamen, da WECHSELTE DAS PATROZINIUM der STIFTSKIRCHE – und der VORHERIGE Schutzheilige, der hl. Dionysius, bekam eine eigene NEBENKAPELLE. Dieser hl. Dionysius ist nun der hl. Dionysius vom “MONT MATRE “, also dem “Berg der Märtyrer”  in PARIS.

2.2 Ein weiteres INDIZ für MEROWINGISCHEN Einfluß in der Region Neuss ist das PATROZINIUM der hl. Odilia in Gohr (jetzt Dormagen-Gohr), dessen Kirche zurückgeht auf das 11./12. Jahrhundert und – man staune – im Jahre 1847 auf Vermittlung des damaligen Bischofs von Straßburg eine Reliquie der hl. Odilia vom ODILIENBERG IN DEN VOGESEN/ELSASS erhalten hatte. Diese hl. Odilia nun war eine MEROWINGISCHE PRINZESSIN.

Ich benenne als SEHR LESENSWERTE Quelle zur hl. Odilia, die WESENTLICH andere Schwerpunkte hat als die übliche Hagiographie:

Cronenburg, Petra van: Geheimnis Odilienberg. Eine Reise durch heilige Räume und Zeiten, München: Diederichs 1998

2.3 Bei ROMMERSKIRCHEN, an einer Bundesstraße von Neuss über Gohr nach Rommerskirchen, hat man ETLICHES gefunden:

a) ÄHNLICH wie in GOHR und RHEINDAHLEN (heute Ortsteil von Mönhengladbach) gibt es VORGESCHICHTLICHE SPUREN bis zurück 4000-5000 v.Chr.

b) Ich zitiere aus deutscher Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Rommerskirchen

Zitatanfang: “In Rommerskirchen existieren noch viele Überreste der römischen Kultur. Dazu zählen zahlreiche römische Landgüter (Villae Rusticae) und der Jupiterpfeiler von Rommerskirchen.[3] 
Auch aus fränkischer Zeit (6.–7. Jahrhundert) liegen Siedlungsreste und Gräber vor. Bemerkenswert sind die Gräber, die bei Ausgrabungen durch Peter Josef Tholen 1950 unter der Pfarrkirche St. Peter zu Tage kamen. Sie datieren in die Zeit 700–740 n. Chr., darunter ein ausnehmend reiches Frauengrab.[4] Die Anordnung dieser Gräber lässt erschließen, dass sie in einer damals bereits bestehenden, 3-schiffigen Holzkirche von mindestens 7,5 × 15 m Größe niedergelegt wurden. Aus dieser Kirche entwickelte sich in vielen Zwischenstufen die 1945 zerstörte Kirche.” Zitatende

2.4 NEU: In Rommerskirchen-ECKUM wurde ÜBERRASCHEND ein MEROWINGISCHES GRÄBERFELD entdeckt, dessen Ausgrabung 2007 begann. Weblink zu einem Bericht der Universität Bonn, mit Qellennachweisen zu Print-Medien  – http://www.vfgarch.uni-bonn.de/forschung-europa/aktuelle-projekte/das-merowingerzeitliche-graeberfeld-von-rommerskirchen-eckum-rhein-kreis-neuss

—xxx—

—– DOKUMENT der UNI BONN- OHNE ABBILDUNGEN – ANFANG —–

Das merowingerzeitliche Gräberfeld von Rommerskirchen – Eckum, Rhein-Kreis Neuss.

Restaurierung und wissenschaftliche Aufarbeitung.

In Rommerkirchen-Eckum wurde 2005 auf dem Areal eines Neubaugebietes ein bis dato völlig unbekannter merowingerzeitlicher Friedhof entdeckt. Auf einer Fläche von 1,6 ha konnten, in den bis 2007 andauernden Grabungskampagnen der Firma Archaeonet GbR und der Außenstelle Overath des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland, mehr als 460 Bestattungen dokumentiert werden (Abb. 1).

Am Nordostrand des Gräberfeldes wurden zudem mehrere Pfostengruben erfasst, deren Anordnung zwei Bauten erkennen lässt. Nach einer vorläufigen Bestimmung des Fundmaterials setzt die Belegung des Friedhofs bereits in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts ein und endet im späten 7. Jahrhundert. In einem Gemeinschaftsprojekt der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie und des LVR-LandesMuseums Bonn erfolgen die Konservierung und zugleich die wissenschaftliche Aufnahme der Funde und Befunde. Die Ergebnisse sollen in der Dissertation von Nadine Baumann M.A., Römisch-Germanische Kommission, zusammengeführt werden.

Die Fundmenge – mehr als 6000 Fundzettel wurden vergeben – macht eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich. Ein Teil der Funde bzw. ganze Fundkomplexe wurden aufgrund des fragilen Zustandes als Blöcke geborgen. Dies betrifft zumeist Metalle, aber auch organische Reste in Verbindung mit Metall (z. B. Spathae, Tascheninhalte) und durch die Lagerung im Boden stark abgebaute Funde (z. B. Knochenkämme, Bronzebecken). Die Grabausstattungen bestanden in der Regel aus persönlichen Gegenständen und „echten“ Beigaben, deren chronologische Ansprache aufgrund des derzeitigen Bearbeitungsstandes noch erheblichen Einschränkungen unterliegt. Dies gilt insbesondere für Fundstücke aus Eisen, ferner Kupferlegierungen und Edelmetallen, die vornehmlich in Erdblöcken geborgen wurden.

Digitale Röntgenaufnahmen unterstützen Restaurator und Wissenschaftler bei der Beurteilung verschiedener Kriterien, wie dem Erhaltungszustand, der Komplexität des Befundes (z. B. organische Reste) und der musealen Bedeutung, anhand derer individuelle Strategien für die weitere Bearbeitung der einzelnen Blöcke abgestimmt werden. Trifft keines der Dringlichkeitsmerkmale zu und sind von einer Blocköffnung keine weitergehenden wissenschaftlichen Aussagen zu erwarten, wird von einer Freilegung des Fundes zunächst abgesehen und dieser auf der Grundlage des Röntgenbildes beschrieben und umgezeichnet. Wird hingegen die Öffnung eines Blockes priorisiert, erfolgt die partielle und / oder vollständige Freilegung und Dokumentation in mehreren Plana sowie die Probenentnahme organischer Reste in den Restaurierungswerkstätten des LVR-LandesMuseums Bonn (Abb. 2–4).

Literatur

  • Martha Aeissen / Marcel el-Kassem / Jacqueline Klemet / Ulrike Müssemeier, Fränkische Gräberfelder im Rheinland. In: Thomas Otten (Hrsg.), Fundgeschichten – Archäologie in Nordrhein-Westfalen (Mainz 2010) 186–192.
  • Martha Aeissen / Ulrike Müssemeier, Ein neues merowingerzeitliches Gräberfeld bei Eckum. Archäologie im Rheinland 2007, 122–124.
  • Holger Becker / Elisabeth Heinrich / Elke Nieveler, Dokumentation in situ geborgener Objekte mithilfe von Röntgentechnik. Restaurierung und Archäologie 2, 2009, 123–131.

Förderung

Das Denkmalförderprogramm des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Restaurierungsarbeiten mit einer Stelle für eine/n Restaurator/in.

Projektleitung

Prof. Dr. Jan Bemmann, Prof. Dr. Michael Schmauder (LVR-LandesMuseum)

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Holger Becker, Ute Knipprath, Dipl.-Rest. Beate Steiger-Nawarotzky, Dipl.-Rest. Daniela Straub (LVR-LandesMuseum Bonn) und Nadine Baumann M.A. (Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts)

—– DOKUMENT der UNI BONN – OHNE ABBILDUNGEN  – ENDE —–

—xxx—

2.5 Ich weiß nicht mehr, wo ich es aufgeschnappt habe: Aber ich meine gelesen zu haben, daß die gesamte Region Neuss “verwaltungstechnisch” der merowingischen Königsabtei St.Denis bei Paris (heute: Banlieu) unterstand. Wäre es so, dann wäre es ganz gewiss eine ERSTAUNLICHE Beziehung. Es wäre auch eine BEDEUTENDE Beziehung, denn  St. Denis wurde später die GRABLEGE der französischen Könige, bis die Kirche in der Zeit der französischen Revolution – sozusagen”begreiflicherweise” – stark unter den damaligen “kulturrevolutionären Aktionen” leiden mußte.

3. St.Quirinus-Bezirk  ab dem Ende der “dunklen Zwischenzeit” – UPDATE und FRÜHDATIERUNG

3.1 Vielleicht die UMSTÜRZENDSTE Neuigkeit dürfte sein:  866 gab es einen NORMANNENEINFALL, der über den Rhein BIS NACH NEUSS reichte, woselbst Kaiser Lothar II. ihn persönlich  zurückschlug – und zwar wahrscheinlich gestützt auf kleinere BEFESTIGUNGEN und/oder  eine Art “Königshof” nahe St.Quirin, der bereits 863 gegründet worden war. AUS DIESEM ANLASS des Sieges von 866 wird jetzt NEU gesagt, daß  im Gebiet des FREITHOFES bei St.Quirin eine BEREITS BESTEHENDE KLEINERE KÖNIGSPFALZ/Königshof  um 866  ERWEITERT wurde . Und well, das ist nun WIRKLICH eine kleine Sensation – unter anderem deshalb,  weil man so etwas früher noch nicht einmal für möglich gehalten hätte.

3.2 Aus den beiden folgenden Dokumenten aus Zeitungen ist zu entnehmen, WIE es zu dieser neuen These kam, nämlich durch eine ERNEUTE DURCHFORSTUNG des in Bonn lagernden Materials aus Ausgrabungen um 1960 seinerzeit durch Hugo Borger. Dieses Material war nämlich NICHT ABSCHLIESSEND bearbeitet. INSBESONDERE ERWIES SICH DIE DEUTUNG eines Fundes in der Apsis von St.Quirin als sogenannte (antike) “cella memoria” als  NICHT stichhaltig. Bei der REVISION wurde ein BEI-FUND mit FRÄNKISCHEN “Amphoren” NEU festgestellt und deshalb eine ziemlich ANDERE und NEUE THESE aufgestellt . Dann gab es aus St. Quirin  weitere ERSTAUNLICHE Funde, die NÖRDLICH der ALPEN ABSOLUT EINMALIG waren, nämlich: “Eine karolingische Pfalzkapelle, eine ottonische Sonnenuhr nach byzantinischem Vorbild und ein islamischer Goldbrokat …” (Artikel der NGZ, Dokument 1). Als ob das nicht genug wäre, konnte man jetzt auch einige Äbtissinnen IDENTIFIZIEREN – und verwandschaftlich DIREKT IM UMFELD DER OTTONISCHEN KAISER – Heinrich I., Otto I., Otto II, Theophanoo – “verorten”. Oder anders gesagt: Das Neusser Damenstift war a) DIREKT mit den kaiserlichen Familien  der KAROLINGER und OTTONEN verknüpft und b) viel BEDEUTENDER als bislang vermutet. Eine Kleinigkeit am Rande: Die Kirche St.Quirinus ist NICHT NACH OSTEN AUSGERICHTET, sondern   nach NORDEN, was eben als INDIZ für eine ABSICHERUNG der THESE von einer Entstehung aus einer KÖNIGSPFALZ als Vorgängeranlage diente.

Klammer auf: Die hier BEHAUPTETE NORDAUSRICHTUNG von St.Quirin konnte ich mit meinem eigenen Kompass NICHT BESTÄTIGEN, mit dessen Hilfe “freihändig”  eine Ausrichtung bei GROB NNO festgestellt wurde! Klammer zu!

Jetzt kommt die Frage aus der Ricola-Hustenbonbon-Werbung: Wer hat`s erfunden ?

Nun, diese ENTSETZLICHE Arbeit einer FUNDREVISION hat sich gemacht die Ludwig-Maximilians-Universität zu München, und zwar Tanja Potthoff –  http://www.vfp-archaeologie.uni-muenchen.de/personen/wiss_ma/pott/index.html – email

zitationsfähige Print-Quelle: Potthoff, Tanja: Neues zur Aechäologie und Geschichte von St.Quirin – Bericht über das Kolloquium “St.Quirinus in Neuss – Aktuelle Forschungen”; in: Husmeier-Schirlitz, Uta/Metzdorf, Jens, Hrsg.: Novaesium 2011, Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, Neuss: Clemesn-Sels-Museum und Stadtarchiv Neuss 2011, S.235-240

Und jetzt kommt der AKTUELLE WIDERSINN in der deutschen Forschungslandschaft: ZWAR konnte Tanja Potthoff als federführendes Mitglied des Teams eine Art “vorläufigen Kurzbericht” veröffentlichen in der Neusser regionalen historischen Zeitschrift “Novaesium”, die auch im Buchhandel zu haben ist, ABER EINE WISSENSCHAFTLICHE PUBLIKATION IST DERZEIT UNMÖGLICH, WEIL das Land Nordrhein-Westfalen die Mittel für Denkmalschutz zusammengestrichen hat.

WELCHER NEUSSER ODER RHEINISCHER PATRIOT DIESEN ZUSTAND EBENSO UNERTRÄGLICH FINDET WIE DIESES BLOG, für den gebe ich hier EXTRA die email von der Projektleiterin Tanja Potthoff, damit man sich DIREKT wegen einer ZWECKGEBUNDENEN SPENDE in Verbindung setzten kann: email

3.3 DOKUMENTE

3.3.1 DOKUMENT 1 aus NEUSS-GREVENBROICHER-ZEITUNG NGZ vom 14.09.2013, (Quirinus C. Greiwe) –   Neuss: St. Quirin ist älter als bisher angenommen (NGZ-ONLINE, 14.09.2013) – direktlink – http://www.ngz-online.de/neuss/nachrichten/st-quirin-ist-aelter-als-bisher-angenommen-1.3675604

—– DOKUMENT 1 NGZ ANFANG —–

Neuss St. Quirin ist älter als bisher angenommen

VON QUIRINUS C. GREIWE – zuletzt aktualisiert: 14.09.2013

Neuss (NGZ). Ein Projekt der Uni München kommt zu einer neuen Bewertung des frühen Quirinusstiftes. Die sensationellen Forschungsergebnisse können nicht publiziert werden, weil das Land die Förderung streicht.

Wenn in tausend Jahren Historiker herausfinden, dass das Deutsche Reich gar nicht 1871 sondern bereits 1815 von Klemens von Metternich, dem österreichischen Staatskanzler, gegründet wurde, wird die Geschichtsschreibung eine handfeste Sensation verkünden. Nicht ganz so dramatisch, dafür aber bereits in unseren Tagen, kann die historische Wissenschaft eine Sensation für die Neusser Stadtgeschichte verkünden. Es geht um die Gründung des Quirinusklosters.

Als herrschende Meinung galt bisher: Das Kloster wurde zum Ende des 10. Jahrhunderts gegründet, von wem allerdings wusste man nicht zu sagen. Jetzt lautet die überraschende These: Schon kurz nach dem Jahre 863 stiftete der fränkische König Lothar II. das spätere Neusser Damenstift.

In seiner Dissertation formulierte Raymund Kottje 1952 den Satz, der seit Jahrzehnten nie ernsthaft infrage gestellt wurde: “Mithin bietet (…) sich kein Anhaltspunkt für die Annahme einer königlichen Gründung.” Für St. Quirin galt im Gegensatz zum bedeutenden hochadligen Reichsstift in Essen stets: klein, spät und von nur geringer, eher regionaler Bedeutung. Ein Forschungsprojekt an der Ludwig-Maximilians-Universität München kommt jetzt jedoch zu praktisch den gegenteiligen Erkenntnissen. “Die neu gewonnenen Forschungsergebnisse führen zu einem völlig neuen Bild des frühen Neusser Quirinusstiftes und seiner Ursprünge”, berichtet Tanja Potthoff im Neusser Jahrbuch “Novaesium”. Es habe sich gezeigt, so die Projektmitarbeiterin weiter, “dass das Stift weitaus bedeutender war, als in der Vergangenheit angenommen”.

Seit Jahrzehnten hatten die archäologischen Funde aus Neuss in Bonn geschlummert, ohne beachtet zu werden. Funde aus früheren Grabungen, die nie richtig aufgearbeitet worden waren. Das Münchner Projekt holte dieses Versäumnis jetzt nach. Es wurden also alte Funde neu bewertet, und das Gesamtbild ist beeindruckend: Eine karolingische Pfalzkapelle, eine ottonische Sonnenuhr nach byzantinischem Vorbild und ein islamischer Goldbrokat – es kam so manches zum Vorschein, das nördlich der Alpen nur wenige oder gar keine Parallelen hat. Auch die Neueinordnung der vielleicht ältesten bekannten Neusser Äbtissin gehört dazu. Die Äbtissin Oda (gestorben nach 952) könnte demnach eine Schwester des Kaisers Heinrich I. beziehungsweise eine Tante von Kaiser Otto dem Großen gewesen sein. Eine ottonische Abstammung vermuten die Forscher seit jeher auch von der Äbtissin Heilwig im 11. Jahrhundert, die als eine Urenkelin von Kaiser Otto II. und seiner byzantinischen Gemahlin Kaiserin Theophanu identifiziert werden kann. Eine derartig dichte Nähe zu Kaisern und Königen war für Neuss bisher nicht angenommen worden.

Bei einem Symposion im Clemens-Sels-Museum wurden die Forschungsergebnisse mündlich vorgetragen. Im Mittelpunkt stand das Referat des Projektleiters Professor Bernd Päffgen, der über seine These von der königlichen Stiftung des Quirinusklosters im 9. Jahrhundert Auskunft gab. Ein geplanter Tagungsband steht immer noch aus. Das Land NRW hat die Förderungen für den Denkmalschutz massiv zusammengestrichen. Davon ist auch das Münchner Projekt betroffen. Die Finanzierungslücke verhindert bislang, dass die Forschungsergebnisse publiziert werden können. Ob und wann dies doch noch gelingen kann, ist derzeit völlig unklar.

—– DOKUMENT 1 – NGZ – ENDE —–

3.3.2 Dokument 2 aus Westdeutsche Zeitung, WZ online vom 03.08.2011, Ulla Dahmen – http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/koenigspfalz-am-muensterplatz-1.729612

—- DOKUMENT 2 – WZ – ANFANG —–

Königspfalz am Münsterplatz

Uni München liefert neue Erkenntnisse über das frühe Mittelalter in Neuss.

Neuss. Im Jahr 16 vor Christus errichteten die Römer ihr erstes Lager nahe der Erftmündung, auf eine 2000 Jahre lange Geschichte beruft sich die Stadt – das können nur die wenigsten Kommunen. War aber das Areal der heutigen Innenstadt durchgängig besiedelt? Gab es die oft beschworene Kontinuität zur Zeit von Franken und Merowingern?

Siedlungskontinuität bleibt fraglich

Neue Forschungen haben überraschende Erkenntnisse erbracht. Die These von der Kontinuität wird dadurch nicht gestützt. Aber: An zentraler Stelle kann demnach eine kleine Königspfalz nachgewiesen werden.

An der Ludwig-Maximilians-Universität München bewerten Archäologen und Historiker die berühmt gewordenen Neusser Ausgrabungen von Hugo Borger aus den 1960er Jahren neu. Ausgangspunkt ist der Fund von Resten einer Apsis unter dem Quirinusmünster, die Borger damals als spätrömische Cella memoriae begriff; ein Gebäude zum Totengedächtnis aus dem spätrömischen 4. Jahrhundert.

Keine spätrömische Cella memoriae

Diese Annahme hat nun Tanja Potthoff von der Uni München endgültig widerlegt. Bei Durchsicht der Funde und Veröffentlichungen fiel auf: In einer Grube unter der Apsis lagerte Keramik, es waren Reste von Reliefbandamphoren – aus dem 9. Jahrhundert.

Potthoff verweist auf die kirchen-untypische Ausrichtung der Apsis nach Norden, die Anlage der Gebäude, die verblüffende Ähnlichkeit der Ingelheimer Kaiserpfalz und schließt daraus: „Wir gehen davon aus, dass es hier im 9. Jahrhundert eine kleine Königspfalz gab, die zur Keimzelle für das spätere Damenstift wurde.“ Die Anlage umfasste wohl einen Saalbau für Versammlungen, eine kleine Kapelle und Nebengebäude – alles aus Stein.

Die neue Auswertung von Schriftquellen durch Professor Bernd Päffgen aus München beleuchtet die spannende Geschichte dieser Zeit in Neuss, wie immer eine Siedlung auch ausgesehen haben mag. Oda Venerabilis war demnach die erste Äbtissin des Damenstifts: Schwester des Ottonen Heinrich I und Ehefrau des Lothringischen Königs Zwentibold, des letzten Karolingers. Nach dessen Tod musste Oda seinen Widersacher heiraten, dann wurde sie Äbtissin in Neuss.

Damenstift mit bedeutenden Äbtissinnen

„Damenstifte im frühen Mittelalter waren bedeutende Einrichtungen“, sagt Tanja Potthoff. Dass der Standort Neuss da einen besonderen Rang einnahm, belegt auch der Name einer zweiten Äbtisin im 11. Jahrhundert. Heylweg war Enkelin Ottos II und seiner Frau Theophanu.

Hochwertig war das Damenstift ausgestattet, der Wandputz farbig bemalt, die Fußböden aufwendig gestaltet. Aus der frühen Stiftszeit stammt auch eine Sonnenuhr, die Potthoff untersuchte: gefertigt nach byzantinischem Vorbild und die einzige ihrer Art nördlich der Alpen. Und schließlich ergab die Analyse eines Textilstücks in einem von der Neusser Archäologin Sauer entdeckten Sarkophag aus der romanischen Stiftskirche, dass dieses Tuch feinster islamischer Stoff war. „Das alles sind klare Indizien für ein großes, bedeutungsvolles Stift“, sagt Tanja Potthoff.

Ist nun die Siedlungskontinuität endgültig als Mythos erkannt? Ganz so radikal möchte die Archäologin das nicht ausdrücken und ist sich dabei mit anderen Wissenschaftlern einig. Auszuschließen sei das nicht. Zwei, drei kleinere Höfe mögen auch in der „dunklen Zeit“ im heutigen Neusser Zentrum gestanden haben. „Aber viel kann das nicht gewesen sein.“

—– Dokument 2, WZ – ENDE —–

4. Schluß

Well, wenn dies nicht eine SPANNENDE Zusammenstellung AUFREGENDER NEUIGKEITEN war, dann weiß ich auch nicht, wie man das Publikum begeistern kann!

—xxx—

NACHTRAG: Ausgrabung eines römischen Hafens im Gebiet des heutigen Sporthafens / Bootshafens

Quellenbezeichnung: Kleinau, Christoph: Neuss. Archäologen entdecken Römerhafen; in: NGZ vom 09. Juni 2016 – URL http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/archaeologen-entdecken-roemerhafen-aid-1.6034519

—- DOKUMENT NGZ RÖMERHAFEN – ANFANG —-

Neuss. In einer Baugrube am Sporthafen stießen Archäologen auf ein Bodenprofil, das nur einen Schluss zulässt: Dort lag der unentdeckte Hafen für das Legionslager. Bohrungen lieferten gestern zwar keinen Beweis, aber weitere Indizien. Von Christoph Kleinau

Mit einer Annahme lag Constantin Koenen offenbar ziemlich daneben: Der bis heute unentdeckte Rheinhafen, den der Neusser Altertumsforscher westlich des von ihm Ende des 19. Jahrhunderts ausgegrabenen römischen Legionslagers vermutete, lag östlich davon, am heutigen Sporthafen. Das ist für die Neusser Archäologen so gut wie sicher, auch wenn Bohrungen, die im Auftrag des Landesamtes für Bodendenkmalpflege im Rahmen des Forschungsprojektes “Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter” vor Ort angestellt wurden, gestern keinen Beweis lieferten – wohl aber weitere Indizien. Die werden weiter verfolgt.

Dass der Römerhafen lokalisiert werden kann, ist einem Zufall zu verdanken. Denn als Michael Kaiser und Hermann Loosen von der städtischen Bodendenkmalpflege Ende 2014 daran gingen, die Baugrube für das inzwischen fertige Bootshaus des Neusser Kanu-Clubs zu inspizieren, da suchten sie nur einen Beleg für die äußere Umfassungsmauer des Koenen-Lagers. Den fanden sie – aber nicht den davor vermuteten Kastellgraben. Stattdessen stießen sie bei weiteren Sondierungen auf ein Profil, das nur 16 Meter von der Nord-Ostmauer des Lagers entfernt in einer Böschung bis auf Wasserniveau abfällt. Auf dem gewachsenen Boden, so berichtet Karin Striewe vom Bauverwaltungsamt, stieß man auf eine Schicht aus dem ersten Jahrhundert mit Ziegeln und Holzstücken, die nur einen Sinn ergeben: Dort müssen befestigte Hafenanlagen gewesen sein.

Mit dem Standort ist nicht nur die Frage geklärt, warum große Lagerhäuser direkt an der Nordostmauer lagen. Er fügt sich auch gut und richtig in ein anderes Vorhaben ein, bei dem Bodendenkmalpfleger, Liegenschaftsverwaltung und das Clemens-Sels-Museum mit seiner landeskundlichen Abteilung versuchen, den Rheinverlauf zur Römerzeit nachzuzeichnen.

Solche Rekonstruktionsversuche hat es auch in vergangenen Jahrhunderten gegeben, erklärt Carl Pause, der im Museum für die Stadtgeschichte zuständig ist. Gerade arbeitet er an einer Ausstellung mit dem Titel “Der Limes in Novaesium – Vom Leben an der römischen Grenze”, die am 26. Juni eröffnet werden soll. Sie dokumentiert auch die Forschung zum Rheinverlauf. Sie basiert in erster Linie auf einem Höhenprofil, das Martin Stitz von der Liegenschaftsverwaltung der Stadt aus den Daten einer Befliegung und digitalen Vermessung durch das Landesvermessungsamt ableiten konnte. Aber auch andere Datenbestände zog man heran.

Erste Erkenntnis: Der Wasserstand des Rheins lag in römischer Zeit zwei Meter über dem heutigen. Das heißt für Pause nicht nur, dass man sich ein anderes Bild von der damaligen Landschaft machen muss (“Es gab ausgedehnte Sümpfe”), sondern dass es linksrheinisch für die Römer nur zwei größere zusammenhängende und immer trockene Siedlungsflächen gab: Gnadental, wo das “Koenen-Lager” gebaut wurde, und der heutige Büchel, wo die römische Zivilsiedlung (“Vicus”) entstand. Östlich davon lag das “Hochwasserbett”, innerhalb dessen sich der Rhein immer wieder verlagerte. Damit war erst vor 200 Jahren Schluss, als der Strom begradigt und eingedeicht wurde.

Zur Römerzeit war demnach der heutige Uedesheimer Rheinbogen von Rinnen durchzogen. Unmittelbar unterhalb des Reckbergs, auf dem ein kleines Römerkastell stand, floss der Strom aber nicht vorbei. Den Beweis dazu lieferte Michael Kaiser, der römische Keramik in diesem Bereich fand. Wenige hundert Meter flussabwärts – in Höhe des heutigen Grimlinghausen – traf der Fluss auf den Quinheimer Berg, den er im Spätmittelalter samt gleichnamiger Siedlung wegspülte.

Die Erft, über die in römischer Zeit eine Brücke führte, mündete ungefähr am heutigen Sporthafen in den Rhein, der damals parallel zum Bett des heutigen Nordkanals bis auf die Höhe des Vicus floss und am heutigen Sporthafen einen Prallhang hatte. Wassersicher – und ein idealer Platz für einen Hafen.

Quelle: NGZ

Buike Science And Music

Advertisements

About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
This entry was posted in history, interior affairs Germany and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.