Traurige Nachrichten über Ungarische Zigeunermusik

1. Gestern fand ich MNOZIL BRASS aus WIEN mit einem ECHT UNGARISCHEN Stück für MULATSCHOG – und heute kann ich schon fast die Melodie …

—————-

—————

2. Dann surfte ich im Internet und war plötzlich SEHR TRAURIG!
Denn nach dem sogenannten Zusammenbruch des sogenannten Kommunismus, ist HEUTE die ZEIGEUNERMUSIK in UNGARN AM ENDE – und buchstäblich TAUSENDE PERFEKT AUSGEBILDETE KÖNNER spielen auf der STRASSE für ein paar lächerliche Münzen – und die 66 Lokale in Budapest mit LIVE-TZIGANE-music GIBT ES NICHT MEHR.
ANGEBLICH – wie diese ganzen vom Kapital bezahlten Beobachter meinen – ist Zigeunermusik nicht mehr “zeitgemäß”. Ich erlaube mir, zu ergänzen: dieser GANZE ALTE AUTHENTISCHE KREMPEL ist nicht mehr “zeitgemäß”, weil JETZT COCA-COLA und MCDonalds  “zeitgemäß” sind …

3. Also habe ich dazugelernt, daß meine Transskription für KLAVIER über das ungarische Thema “Maros-Fluss”  wahrscheinlich auch im Abfalleimer der Geschichte landen wird … und daß es sehr wahrscheinlich ZIEMLICH SINNLOS war, daß ich sogar die AUTHENTISCHE CHARAKTERISTIK von sogenannter ungarischer Musik und sogenannter Zigeunermusik überhaupt STUDIERT habe … Seltsam aber: Einmal spielte eine Kapelle aus UNGARN in einem Neusser Gasthaus (Reuschenberger Hof) – und die KAMEN AUF MICH ZU und LUDEN MICH EIN – und ich spielte TATSÄCHLICH auf der Geige mit AUTHENTISCHER – und halb improvisierter – Begleitung “Maros vize folyik czendesen” … – UND DAS WERDE ICH NIE VERGESSEN, sogar dann nicht, wenn NOCH EINMAL ein NEUER HITLER versuchen wird, ZIGEUNER “auszurotten” und auch nicht, wenn jetzt in Ungarn die Gipsy-music AUS ARMUT VOR DIE HUNDE geht …….

——————

——————

4. Und SEIT THILO SARRAZIN ist es natürlich GAAANZ unpassend, daß ich höchstwahrscheinlich
a) JÜDISCHE GENE habe
b) und daß eine “ungarische Grossmutter” als (nicht-bestätigtes) Hörensagen in meinem Familienzweig “herumspukt”  ….
Dies muss hier übrigens nicht nur wegen Thilo Sarrazin und den Verfechtern von REINRASSIGKEIT erwähnt werden, sondern auch wegen VORBEHALTEN GEGEN sogenannte ZIGEUNERMAGIE bei den ostchristlich Orthodoxen, von denen die meisten natürlich ABSOLUT NULL AHNUNG haben, daß es TATSÄCHLICH bei den VERSCHIEDENEN ZWEIGEN DER ZIGEUNER ein ESOTERISCHES WISSEN gibt, worüber es sogar VERSTÄNDIGE BÜCHER gibt, um die man sich allerdings BEMÜHEN muss – und die wir hier einfach weglassen …
Es gehört dann noch zu den SELTSAMKEITEN meines LEBENS, daß ich tatsächlich hier in Neuss einen sogenannten “Zigeuner-König” kennengelernt habe ….

5. Es gibt aber einen Trost – also noch einen Trost ausser Mulatschog und Vollsuff -, nämlich daß Mnozil Brass offenbar eine recht ähnliche Meinung über sogenannte MODERNE MUSIK hat wie auch ich selbst. Sehen Sie selbst hier:

—————-

—————

6. PS: Man kann übrigens Zigeunermusik NICHT AUSROTTEN, denn es könnte sich ja wiederholen, was bei mir geschah: Ich war in Norddeutschland, wo es so gar nicht ungarisch ist, und KAM VON SELBST auf Zigeunermusik – und MEINE SEELE WUSSTE, WIE ES RICHTIG KLINGEN MUSSTE – und WAR GLÜCKLICH, als ich es gelernt und geschafft hatte ….

Buike Science And Music

Advertisements

About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
This entry was posted in culture, foreign affairs, music. Bookmark the permalink.