Wasser-Katastrophen – POLEN – strategical sketch

1. Wasserkatastrophen in Polen können sein
1.1 Wassereinbrüche an der Ostseeküste durch sogenannte “Jahrhundert-Flut(en)” mit Eindringtiefe ca. 100 km landeinwärts
1.2 Flußhochwässer verursacht durch abnormale Regenmengen in den Gebirgen von den Karparten bis zu den Sudeten.

2. Die hydrologische Basisstruktur Polens zeigt eine Entwässerung über genau zwei Hauptwege:
2.1 Oder-Flußsystem
2.2 Weichsel-Flußsystem

3. Die topologische  Basisstruktur Polens zeigt
3.1 einige tiefliegende  BINNEN-Regionen mit LANGSAMER ABFLUSSGEWINDIGKEIT und TENDENZ ZU SUMPFBILDUNG
3.2 zwei große Flußdeltas mit dem Typ “Ausgleichsküste”, also sehr flache Küsten, nämlich das ODER-Delta (bei Stettin / Sczecin) und das Weichsel-Delta bei Danzig/Zoppot/Gdingen
3.3 eine gegebenenfalls ZU SCHWACH AUSGEPRÄGTE WASSERSCHEIDE zwischen Oder und Weichsel etwa auf der Höhe von Posen / Thorn Warschau (Poznan, Torun, Warszaw)

4. Es sind zwei Haupt-Szenarios denkbar:
4.1 Wassereinbrüche der Ostsee mit sehr kritischen Zonen beim Oderdelta und Weichseldelta
4.2 Entstehung MEHRERER BINNENSEEN in “Sumpfschüsseln”, besonders bei BRESLAU / WROZLAV, bei Frankfurt/Oder / Slubice und irgendwo zwischen Poznan und Torun, eventuell auch IM GEBIRGSVORLAND des Südens, also nordlich Przemysl/Rzechow denkbar und eventuell auch noch auf der halben Strecke der gedachten  Linie von Przemysl-Wrozlav. Die GEOGRAPHISCHE URSACHE für die Möglichkeit der Entstehung von Binnenseen – begünstigt durch ohnehin sehr langsam ablaufende Hochwasserwellen – sind EISZEITLICHE URSTROMTÄLER, die erstens relativ TIEF liegen und zweitens auch noch von Ost nach West verlaufen, also QUER zur HEUTIGEN Entwässerungs-Hauptrichtung! Diese Urstromtäler liegen NÖRDLICH der polnischen Mittelgebirge, also nördlich Lodz und Lublin – und ziehen sich im Prinzip hin bis zum Grossraum Berlin und seiner bekannten Tendenz, eine riesige Sumpfschüssel auszubilden.

5. Verlustschätzung
5.1 Polen hat drei Bevölkerungsschwerpunkte: Gdansk, Kattowitz/Krakow, Warszaw.
5.2 Erwartbare Verluste an Menschenleben in REGION GDANSK und WARSZAW KÖNNTEN SEHR HOCH SEIN, bei Poznan ist irgendwie ein “mulmiges Gefühl”, jedoch keine wirkliche Gewissheit.
5.3 Die Struktur von etwa 30 % Bevölkerung mit KLEINLÄNDLICHEN Betrieben garantiert GUTE STARTPOSITION für NEUBEGINN NACH GROSSEN NATURKATASTROPHEN DES HIER BEHANDELTEN TYPS.

5.4 Bei denkbaren STEHENDEN BINNENSEEN auf der Linie von Przemysl nach Wrozlav, dann natürlich CHOLERA und andere wasserbegünstigte Seuchen MÖGLICH, aber nicht unbedingt zwingend … jedoch WASSERPROPHYLAXE für Katastrophenvorsage sehr empfohlen (einschließlich EINFACHER Filtertechniken) …

6. STRATEGISCHE MASSNAHMEN
6.1 INFRASTRUKTURELLE VORBEREITUNG EINER RESERVEHAUPTSTADT im SÜDEN Polens, zum Beispiel auf der Linie von Krakau nach Przemysl.
6.2 BEWAHRUNG DER KLEINLANDWIRTSCHAFTLICHEN STRUKTUR – auch GEGEN AKTUELLE VORSCHLÄGE DER EUROPÄISCHEN INSTITUTIONEN IN BRÜSSEL.

7. Besonderes
7.1 Katastrophenszenario Wasser ist lediglich eine EXTRAPOLATION von GEGENWÄRTIGEN TRENDS.
7.2 Verschärfung von gegenwärtigen Trends zum Beispiel durch ERDBEBEN. vielleicht mit Anhebung der Mittelgebirge bei Kielce  oder Lodz ist OHNE AUSREICHENDE PROGNOSESICHERHEIT. Jedoch sollte das geotektonische Geschehen bei INDONESIEN / Phillipinen beobachtet werden, im Falle dortiger grosser Vulkanausbrüche auch wegen Rückwirkungen auf weltweites Wetter.

8. Ergebnis
Es wird Weinen geben, aber danach wird Polen in einer vergleichsweise GUTEN Position sein – nämlich im Vergleich zur vollgelaufenen “Sumpfschüssel Grossraum Berlin” und UNTERGANG VON ROSTOCK, welch letzterer bereits am Computer als WAHRSCHEINLICHES SZENARIO durchgespielt wurde. Und hier wäre natürlich etwas PIKANT, daß die MENSCHENGEMACHTE ENTSCHEIDUNG, BERLIN ALS HAUPTSTADT Deutschlands zu wählen – und dort GIGANTISCHE Milliarden zu investieren – sich DANN buchstäblich als “Schlag ins Wasser” erweisen KÖNNTE. Die Option RESERVEHAUPTSTADT würde sich also auch für ANDERE europäische Länder eventuell als SIMULATIONS-OPTION SEHR EMPFEHLEN!

9. Warum ich so UNVERSCHÄMT gewiss bin? Nun ich lese und analysiere BÜCHER, darunter zum Beispiel EDITH FARROW, MAPS FOR A NEW TOMORROW, UK 1995  — GERMAN edition existiert.

Follow up – 31. Mai 2013

Es wirtd im Internet angekündigt eine Art EUROPAWEITE STABSRAHMENÜBUNG für ein Katastrophenszenario “Wasser” unter dem (keltischen) Namen “EU-Taranis” dessen aktive Übungsteile in einem größeren Umkreis um Salzburg stattfinden werden.

http://www.taranis2013.eu/ – projekt-page des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Salzburg

Dies signalisiert mir, daß es in Europa doch noch Leute gibt, die man Ernst nehmen kann und muß.

Man mache sich jedoch keine übertriebenen Vorstellungen: bei einer AKTUELLEN Hochwasserlage gibt vor allem einen Hauptpunkt, daß man nämlich das Wasser ablaufen lassen muss – und um da VERNÜNFTIGE und BEZAHLBARE Vorsorge zu treffen, braucht man natürlich INFRASTRUKTURMASSNAHMEN.

Buike Science and Music

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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