Kamele weinen! Bericht aus der Mongolei

Es gehört zu den SELTSAMKEITEN eines Komponisten-Lebens, daß ausgerechnet unser “Buddhist Love Song” in der Mongolei seine GRÖSSTE Resonanz hatte … Man kann sich denken, daß wir seitdem für Mongolei “sensibilisert” sind und SEHR GERNE Dokumentationen von dort im Fernsehen sehen …

Heute Sonntag, 10.10.2010, sahen wir in Sat 3 TV folgendes:

Wenn eine Kamel-Mutter ihr Fohlen nicht annimmt und nicht säugen läßt, dann holt man einen Musiker mit einer “mongolischen Geige” (2 Saiten Instrument, gestrichen mit Bogen).

Zuerst hängt man das Instrument auf einen Höcker des Kamels.

Dann passiert folgendes: DER WIND bringt wie von Zauberhand Töne hervor – und das Kamel ist wie VERZAUBERT.
Dann fängt eine Frau mit Singen an – wozu die “mongolische Geige” mit einer Begleitung in pythagoreischen Quinten und und Quarten einsetzt.

Dann holt man das Fohlen – das dann auch tatsächlich etwas säugen darf.

Und dann sahen wir, was kaum glaubhaft erscheint:

Das Fohlen säugte weiter, es wurde weiter Musik gemacht – und plötzlich WEINTE DAS KAMEL …

Und waren von Stund an glückliche Stute und glückliches Fohlen … ganz genau so, wie es die Natur sowieso vorgesehen hat …

Ja, ja wir degenerierten STÄDTER wissen ja SO WENIG über die NATUR …

Und  Städter werden auch nicht glauben, was heute ausserdem passiert ist …

Und das war so: Vor einigen Tagen gingen wir spazieren … und wurden FÜRCHTERLICH durch spielende türkische Kinder BESCHÄMT …

Die warfen nämlich mit Stöcken in einen Baum – und ernteten ESSKASTANIEN …

Glaubt man wirklich nicht: Da hat ein SPASSVOGEL vom städtischen Gartenbauamt TATSÄCHLICH dafür gesorgt, daß HIER in Neuss 2 MARONEN-Bäume gepflanzt wurden.

Das BESCHÄMENDE: Wir hatten sie NICHT ERKANNT – obwohl wir die Berufbezeichnung GÄRTNER führen dürfen, mußten sogar erst in unseren Büchern noch einmal nachsehen, um wirklich sicher zu gehen!

Die türkischen Kinder verdienen sich etwas Taschengeld damit, indem sie die Maronen sammeln und an ein türkisches Geschäft verkaufen.

Wir aber gingen heute noch mal dahin, um etwas für eine griechische Hausfrau dort zu sammeln.

Und wie wir ankamen, da war da wenig übrig geblieben …

Dann aber kam ein kleiner Wind – und siehe da, es fielen einige Maronen vom Baum – genauso viel, wie wir vorhatten, zu sammeln, nämlich etwa ein, zwei Hände voll…

Tatsächlich waren es dann 4 Hände voll – alles anständig geteilt und am gemütlichen Abend mit großem Vergnügen in der Bratpfanne geröstet (plus einem Bier) … LECKER

Die Sache hat aber auch einen ERNSTEN HINTERGRUND:
Wir erinnerten plötzlich nicht nur, daß Maronen heute auf KORSIKA angebaut werden – sondern daß Maronen FRÜHER in der WINTERZEIT ARME-LEUTE-ESSEN waren, das ÜBERLEBEN garantierte.

Für uns verwöhnten Westeuropäer sind Maronen natürlich nur Bestandteil der SPEZIALITÄTEN-KÜCHE, z.B. gekocht, gebraten, gemahlen (für Verarbeitung in TEIGWAREN, Brot, Kekse …)

Wir aber bedankten uns nicht nur recht artig bei den Bäumen, sondern nahmen 3 mal 3 der Früchte und PFLANZTEN sie irgendwo HALBWILD ein, irgendwo, wo MENSCHEN sie nicht so schnell finden – ausser vielleicht spielende Kinder!

Buike Music and Science

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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