Jahrestag Einsturz Kölner Stadtarchiv – und kein Ende

Bericht Nr.1: Einsatz bei der Rettungsaktion für das eingestüzte Kölner Stadtarchiv

 

Am 12. und 13. Februar 2010, Freitag / Samstag geht fast zum Jahrestag des Einstuzes des Kölner Stadtarchivs vom 09.März 2009 bundesweit eine Schreckensmeldung durch die Zeitungen:

Es wurden bei einer Stichprobe an einer 10 Meter breiten, 40 Meter tiefen Stützmauer, die praktisch an allen U-Bahnstationen vorkommt, nur 17 % der EISENARMIERUNG im Beton festgestellt.

Man muss wirklich kein Ingenieur sein, um sich zu denken, daß diese Mauern NIE UND NIMMER irgeneiner Sicherheits-Richtlinie genügen … Wir ergänzen hier von anderen Quellen, daß manchmal AUSRÜCKLICH erwähnt wurde, daß MAUERN AUFGESCHLAGEN wurden, also offenbar BETONmauern …

Es wäre allerdings jetzt recht hübsch, wenn die Zeitungen sich KLAR ausdrücken würden, UM WAS FÜR MAUERN GENAU ES SICH HANDELT – denn nur einen Tag später – Sonntag 14.02.2010 – lesen wir verblüfft, dass hier sogenannte SPUND-SICHERUNGSWÄNDE aus VOLL-METALL gemeint sein könnten, die bloss zur ABSICHERUNG der BAUGRUBE dienen und irgendwann wieder abgebaut werden (“rausgezogen” werden)und mit EISENBÜGELN GANZ anderer Art und auch nur TEMPORÄR zusammengehalten werden. Die Zeitungen SPEKULIEREN dann weiter, ob fehlerhaft gesicherte Spundwände ein Eindringen von Grundwasser begünstigt hätten, das letztendlich VIELLEICHT mitursächlich war für den Einsturz des Stadtarchivs. Es nervt den intelligenten Zeitungsleser ein bischen, aber wir können hier das Wort “vielleicht” NICHT weglassen, weil angeblich die Staatsanwalt bereits einer solchen Deutung widersprochen hat – oder, wie man wahrscheinlich bei deratig NEBULÖSER “Berichterstattung” besser sich ausdrücken sollte: Es scheint so, daß die Staatsanwaltschaft widersprochen haben SOLL …

So, wir haben jetzt ZWEI DENKBARE FÄLLE:
a) Der Polier hat Eisenbügel der SPUND-METALL-WÄNDE verschwinden lassen, die nur locker zusammengehalten wurden von 20% der vorgesehenen “Klammern” …
b) Es fehlen in BETONWÄNDEN von STATISCHER BEDEUTUNG mehr als 80 % des Armierungsstahls…

In BEIDEN Fällen ist nicht ausgeschlossen, daß der Polier HELFER hatte, denn Eisen in gewissen Mengen neigt dazu, sehr nach unten zu ziehen … auf seinem behaupteten Weg zum Alteisen-Händler, der natürlich auch gar keine ERKLÄRUNGS-NOT hatte, woher plötzlich dieser SPEZIAL-Schrott in dieser Menge herkam …

Nebenbei pikant: DERSELBE Polier soll angeblich auch auf der U-Bahn-Baustelle in Düsseldorf gearbeitet haben – aber dort ist, wie – noch – versichert wird, GARANTIERT alles in Ordnung …

Ach, es zieht alles so runter: vom eingestürzten Stadtarchiv aus kann man den SCHIEFEN TURM von St. Johann Baptist sehen und wirklich nicht weit weg ist der HEUMARKT, wo es ein Haus in die Teife zog – und ein tumber Thor ist, wer diese Ereignisse miteinander verknüpfen möchte und vielleicht auch noch mit dem U-Bahnbau in Zusammenhang sieht …

Die Kölner Stadtverwaltung besteht natürlich nicht aus tumben Thoren – und die zeigte eine SELTSAME Reaktion, als die “Alt-Eisengeschichte” bekannt geworden war:
ZUERST WURDE AM ALTWEIBER-DONNERSTAG nicht nur ein PLANSPIEL zur EVAKUIERUNG des GESAMTEN VIERTELS durchgegangen, sondern auch BEREITSCHAFTSALARM für Polizei und Feuerwehr ausgelöst … bis sich dann herausgestellt haben soll, daß gar keine Gefahr da ist, weil der Rhein aktuell kein Hochwasser führt … und der Rosenmontagszug deshalb seinen gewohnten Weg durch das Viertel ziehen darf und NICHT verlegt werden muss.

HIER FÄLLT AUF, DASS OFFENBAR ZUERST EINE ART ÜBERREAKTION – nämlich ein AKUTER KATASTROPHENFALL – durchgespielt wurde, die als LUFTBLASE mit “Alles-wie-gewohnt- weitermachen” endete … Das kann man SELTSAM finden … und am Sonntag hat sogar die Landesregierung verlauten lassen, daß sie sich das “genauer ansehen” möchte … und offensichtlich auch WENIG GEREIMT findet …

Wir sind aber nicht die Landesregierung, sondern merken auf:

JA ABER DAS NÄCHSTE RHEINHOCHWASSER KOMMT DOCH BESTIMMT!

Und werden dann die schlecht bis gar nicht armierten sogenannten Betonmauern – falls die Betonmauern betroffen sind !? – , die nämlich ohne Eisenarmierung nichts anderes sind als mit Zement lose zusammengebundener Sand, werden die also dann einfach beim Zusehen ZERBRÖSELN ???

Weit schweifen meine Gedanken zurück,so ungefähr bis 1969, als ich 15 Jahre war und mein erstes richtiges Taschengeld auf einer Baustelle verdiente – und mir fällt auf: WIR HATTEN EINE GANZ ANDERE EINSTELLUNG, Motivation sagt man heute auch wohl! Da kam der Polier nicht nur zum VORMACHEN der “Drahtverrödelung” der Eisen zu Körben gemäss PLANZEICHNUNGEN, die er auch LESEN und VERSTEHEN konnte, da waren sogar noch andere Hilfsarbeiter und Maurer DEUTSCHER ABSTAMMUNG auf dem Bau. Die schauten selbstverständlich dem jungen Anfänger über die Schulter und dann gab es eine KONTROLLE und ABNAHME – BEVOR der Beton reingekippt wurde und während des Hereinkippens sprang da ein Aufpasser wie halb-närrisch herum, daß auch nur ja GUT GENUG GERÜTTELT wurde, damit im Beton keine Hohlräume entstehen … Und NA KLAR waren wir STOLZ, dass wir STABIL und SICHER gebaut haben – und keinen BRÖSELKRAM abgeliefert haben! Und bevor jetzt jemand anfängt, von der “guten alten Zeit” zu faseln: ES GAB KEINE GUTE ALTE ZEIT und GESCHUMMELT WURDE AM BAU SCHON IMMER (z.B. bei Betonmengen) – jedoch nicht in den HEUTIGEN DIMENSIONEN und vor allem NICHT SO TOTAL GEWISSENLOS und SICHERHEITSGEFÄHRLICH!

FALLS ES BETONMAUERN SIND, die die Zeitungen alarmierten:
Bevor man den Beton hineinkippt in die Eisenkörbe, kann sogar ein BLINDER MIT KRÜCKSTOCK sehen, wenn da 80 % der Eisenbügel fehlen … Und da sollen die Kölner POLIERE, Baustellenleiter und INGENIEURE tatsächlich und wirklich NICHTS GESEHEN haben ??????

FALLS ES SPUNDWÄNDE sind, die die Zeitungen alarmierten:
Auch bei Spundwänden kann der sprichwörtliche Blinde SEHEN, wenn ZUVIEL “Teile” fehlen …

Es ist Sonntag und das Publikum wird erneut mit Leckerbissen gefüttert, die NOCH EIN GANZ ANDERES PROBLEM aufwerfen: Es sollen Betonprotokolle GEFÄLSCHT worden sein – und sogar aufgefallen sein, weil sie ZU WENIG VERSCHIEDEN – teils offenbar identisch – waren (was in der Praxis nicht vorkommt). Der Vorwurf lautet hier: MAN HAT ZUWENIG BETON EINGEFÜLLT (nicht richtig “sacken” lassen, nicht ausreichend mit dem Rüttler gerüttelt) … Man erhält auf diese Weise Betonwände mit HOHLRÄUMEN von einer geradezu MÄRCHENHAFTEN Stabilität, weil sie nämlich in der HARTEN REALITÄT INSTABIL sind – sozusagen “nur etwas weiter nach oben hin” einen “kompakten Eindruck” erwecken, der sich je mehr es in die Teife geht, desto mehr verflüchtigt … Oder anders gesagt: LUFT als FUNDAMENT im Betonbau, das funktioniert nicht und geht mit TÖDLICHER SICHERHEIT daneben!

Jetzt weiss ich auch, warum ich an Gott glaube, DENN SO EINEN SCHWACHSINN KANN ICH NICHT GLAUBEN, NICHT IN DEUTSCHLAND!

Schwachsinn ist in Deutschland nicht unmittelbar “justiziabel” und nicht per se strafbar – aber “ORGANISERTER BETRUG”, dem angeblich die Staatsanwaltschaft inzwischen nachgehen soll … (Am Rosenmontag kommt als “Detailinformation”: Es handelt sich um 28 unterirdische sogenannte “Schlitzwände”, in denen ZUWENIG Beton verbaut wurde und in denen bis zu 80 % “Eisenbügel” – was immer damit gemeint sein mag – fehlen, für die SYSTEMATISCH GEFÄLSCHTE Dokumente erstellt wurden – und man erwartet, daß die Anzahl total mangelhafter “Wände” noch steigt, je weiter die Prüfungen kommen, denn z.B. die Baugrube am Stadtarchiv steht unter Wasser und ist noch gar nicht wieder direkt “begehbar” …)

Ich aber bete zu Gott,

a) dass nichts passiert ( Ich mache mir aber WIRKLICHE Bauhilfsarbeiter-SORGEN! )

b) dass EXEMPLARISCH HARTE und SOGAR DRAKONISCHE STRAFEN verhängt werden,

– einschliesslich STÄNDIGES BAUSTELLENVERBOT FÜR DIE BETROFFENE BAUKOLONNE (also BERUFSVERBOT)
– einschliesslich eventuelle ABSCHIEBUNG
– einschliesslich LIZENZENTZUG für beteiligte Leiharbeitsfirmen
– einschliesslich SCHLIESSUNG DES/DER SUBUNTERNEHMEN/S DURCH DAS WIRTSCHAFTSMINISTERUM (wegen Gefährdung der Allgemeinheit)
– einschliesslich Prüfung einer MITSCHULD DER BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT und der BAUAUFSICHT und deren internen Antikorruptions-Abteilungen – ES KÖNNTE ABER SEIN, DASS ES IN KÖLN GAR KEINE ABTEILUNG FÜR SACHGERECHTE BAUAUFSICHT IM TIEFBAUAMT MEHR GIBT, SIEHE GANZ AM SCHLUSS???!!!
– dazu das übliche wie Schadensersatz, Konventionalstrafe, NACHBESSERUNGSPFLICHT bzw. KOMPLETTER NEUBAU aller auch nur irgendwie möglicherweise “geschlampten” Bauabschnitte

– c) und im Endeffekt vielleicht sogar PRÜFUNG AUF ABBRUCH / TOTALSTOP DES GESAMTEN U-BAHN-PROJEKTES (zumal Köln noch aus seiner Zeit als FESTUNG mit AUSSENFORTS / BASTEIEN bis ins 19.Jahrhundert untertunnelt sein dürfte … also “stellenweise” einen etwas maroden Untergrund haben dürfte …)
KEINE (neue) U-BAHN in Köln würde zumindest MASSIV GELD SPAREN, zumal der BESCHÄFTIGUNGSEFFEKT des Projektes EHER GERING ist (vielleicht 100 neue Arbeitsplätze oder so) und die Massen-ARBEITSLOSIGKEIT NICHT SENKT (auf den Baustellen selbst bloss vielleicht 600 – 1000 Beschäftigte)

Wir möchten so gerne aufhören an dieser Stelle einer schlimmen Geschichte, aber die Bild-Bundesaugabe von Rosenmontag, 15. Feb. 2010, S. 5, macht uns einen Strich durch die Rechnung, DENN EIN EHEMALIGER BAU-DEZERNENT AUS KÖLN WIRD ZITIERT MIT DER UNFASSBAREN AUSSAGE, DASS DIE STADT KÖLN IHR TIEFBAUAMT MIT 100 FACHLEUTEN AUFGELÖST HAT, dass ferner die BAUAUFSICHT für die U-Bahn – also man glaubt es kaum – möglicherweise von einem Schreibtisch und Büro in München “durchgeführt” wurde, wobei insgesamt nur 3 Leute dafür abgestellt waren … daß die KOELNER VERKEHRSBETRIEBE KEIN INTERESSE AN BAUBESICHTIGUNGEN hatten und schon im AUFTRAGSVERGABE-VERFAHREN die WEICHEN FÜR SACHFREMDE BILLIGST-ANGEBOTE gestellt hatten …

Und damit ist unsere Alternative c) TOTALSTOP DES U-BAHNPROJEKTES vorzuziehen, weil die Stadt Köln sich selbst ausser Gefecht gesetzt hat – durch Auflösung / Streichung von 100 Arbeitsplätzen im Tiefbauamt – ein Projekt dieser Grössenordnung überhaupt managen zu können. Diese SEHR SELTSAME “Wegrationalisierung” von Arbeitsplätzen im Tiefbauamt ist nebenbei HOCH VERDÄCHTIG und besitzt eine gewisse STRAFRECHTLICHE BRISANZ für die SPITZEN der STADTVERWALTUNG und für die FACHAUFSICHT durch die Landregierung – und genau an dieser Stelle könnte man eventuell auf HAUPT-VERANTWORTLICHE stossen, statt nur einem kleinen Polier und einem Alteisenhändler hinterherzujagen. Und ja doch, wenn man hier nachbohrt, stößt man notwendig auch auf POLITISCHE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER – und ich sehe nicht, daß die bei der SUMME DER VORFÄLLE und dem ANGERICHTETEN FINANZ-SCHADEN irgendeine besondere Güte und Gnade verdient hätten! Anders gesagt: Der zuständige Stadtdirektor und der zuständige Bauminister plus einige Dezernenten und Abteilungsleiter sind MIT SCHIMPF UND SCHANDE DAVONZUJAGEN – unbeschadet einer gerichtlichen Aufarbeitung …

Anders gesagt: Die Stadt Köln ist VÖLLIG ÜBERFORDERT mit einem Projekt dieser Grössenordnung, Deutschland insoweit wieder ein bischen mehr in Richtung Bananenrepublik abgerutscht … und irgendwann könnte es geschehen, daß Deutschland auch keine Schnelleisenbahnen im Ausland mehr auf die Beine stellen kann, sozusagen kompletter FÄHIGKEITSVERLUST BEI GROSS-PROJEKTEN …

So, jetzt schauen wir uns einmal die vom U-Bahn-Bauunternehmen Bilfinger / Berger selbst auf dessen web-Seite veröffentlichten Kennzahlen in Auswahl an

Bilfinger / Berger AG 2004 2008
Eigenkapitalquoteliquide Mittel 30%994 Mio 17 %720 Mio
Finanzschulden
RecourseFinanzschulden Non-Recourse
135 Mio205 Mio 328 Mio
1518 Mio
Capital
Employed
1368 Mio 1518Mio
KonzernergebnisErgebnis je AktieDividende je Aktie 51 Mio1,39 €1,00 € 200 Mio5,61 €2,00 €
EigenkapitalrenditeReturn on Capital Employed ROCE 4,6 %8,8 % 16,6 %23,2 %

Wir müssen uns hier kurz halten: Aber diese Zahlen zeigen eine SEHR BEDENKLICHE UMSTRUKTURIERUNG des Unternehmens, die einen in HANSEATISCHEN KAUFMANNSTRADITIONEN ausgebildeten BEURTEILER / ENTSCHEIDER SOFORT ALARMIERT hätten!

Wir BEZWEIFELN,

– ob in dieser Buchhaltung alles mit rechten Dingen zugeht (die Zahlen “riechen” ein bischen danach, daß hier amerikanische Managementmethoden “nachgemacht” werden, und zwar GENAU SOLCHE, die wir bei Skandalen wie Goldmann-Sachs und Enron so unappetitlich fanden, die letzlich auf MONEY-DRAIN-Operationen hinauslaufen …)

– ob BAU-SACHPRODUKTION überhaupt der Hauptzweck des Unternehmens ist (jedenfalls sagt die Bilfinger Web-Seite anderswo, daß der ECHTE BAUSEKTOR zurückgefahren werden soll …)

– ob SOLIDE und SERIÖSE Projekt-FINANZIERUNGEN mit diesem Unternehmen ÜBERHAUPT möglich sind (die Zahlen signalisieren, daß das Unternehmen schnurstracks auf auf eine SCHIEFE Ebene zuläuft, die in ZAHLUNGSUNFÄHIGKEIT enden muss … Stichworte: Unterkapitalisierung, Überschuldung)

Mit anderen Worten:

Wir empfehlen der Landesregierung eine infrastrukturell-strategische Vorbereitung auf einen ZUSAMMENBRUCH DIESES UNTERNEHMENS – mit seinen 60.000 Mitarbeitern weltweit – innerhalb der nächsten 5-10 Jahre und vorbereitende Gespräche mit der DRESDNER BANK, der ALLIANZ und der Deutschen Bank als Kapitalmächte im Hintergrund von Bilfinger / Berger, um deren GESAMTWIRTSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG mit STAATSMACHT einzufordern – und GEFAHREN FÜR 100.000 Einwohner von Köln entlang der missglückten U-Bahn-Trasse in Köln ABZUWENDEN und für die oben erwähnten 60.000 Bilfinger-MITARBEITER.

Die Gespräche mit Dredner Bank, Allianz und Deutsche Bank müssten auch umfassen SCHADENSREGULIERUNG für das eingestürzte Stadtarchiv und dessen teils UNERSETZLICHEN BESTAND – an der fast 8-monatigen Erst-Bergungsaktion waren über 3000 Freiwillige , darunter auch ich, und “abkommandierte” Bibliotheksfachleute beteiligt, – und ich kann natürlich eine “nationale (Rettungs-)Aufgabe” von “privatwirtschaftlicher Fahrlässigkeit zwecks Gewinn-Maximierung” recht genau unterscheiden und fühle mich nicht deshalb geboren und bin auch prinzipiell nicht bereit, um “Reparaturen” für Allianz, Dredner Bank und Deutsche Bank auszuführen – plus angemessene BETEILIGUNG an den NEUBAUKOSTEN von derzeit geschätzt 300 Millionen Euro (die im Laufe des Baues wahrscheinlich mehr nach 500 Millionen Euro anwachsen werden …)!

Aschermittwoch, 17. Feb. 2010, steht in den Zeitungen: Wenn es nicht anders geht, überlegt die STADT (nicht das Bau-Unternehmen), ab einem Rhein-Hochwasser von 4 Meter über Normal – wird in den nächsten Tagen erwartet – eventuell die Baugruben zu FLUTEN, weil praktisch ALLE wichtigen Mauern GESCHLAMPT sind – z.B. Grundwasser-Schutzmauern statt 3,60 nur 2,80 breit (!!!), z.B. fehlender STAHL von MEHREREN TONNEN GEWICHT (!!!) … – weil mit einem Wort AKUTE EINSTURZGEFAHR anders NICHT SICHER abgewendet werden kann!

Heine hätte ungefähr gesagt:

Denk ich an Deutschland bei der Nacht,

Bin ich um meinen Schlaf gebracht!

Wer SARKASTISCHE Formulierungen liebt, für den hätten wir noch eine “Moral von der Geschicht”:

a) Spätestens seit der Nazi-Zeit wissen ALLE, daß es ein MITLÄUFER-PROBLEM gibt. Konkret: Der junge Ingenieur-Absolvent SIEHT und WEISS natürlich den SCHROTT, der über seinen Schreibtisch läuft – aber er wird in der Regel alles unterschreiben, sei es wegen der Karriere, sei es wegen Frau und Kindern, sei es wegen des nicht-abgestotterten teuren Autos. Die Kölner Stadtverwaltung, die immerhin nach dem zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau von über 80 % zerstörten Häusern in der Innenstadt GESCHAFFT hat, die wird wohl wissen, WAS auf dem Bau los ist und WIE man TROTZDEM was zustande bringt, aber sie wird auf SENSIBLE SIGNALE der POLITIK aus der Landeshauptstadt und aus der Bundeshauptstadt sicherlich zunächst durch den Versuch “stromlinienförmiger Fortbewegung” reagieren. MENSCHEN SIND SO – und es wäre WELTFREMD, überall und von jedem HELDENTUM zu erwarten. Die Frage ist nur, wo man die GRENZE zieht – und BILLIGEND IN KAUF GENOMMENE TODESFOLGE DURCH FAHRLÄSSIGKEIT wurde – BISLANG – immer noch als eine solche GRENZE angesehen! Also: es sind in Köln als INDIREKTE Baufolge 2 TOTE zu beklagen – und es hätten THEORETISCH HUNDERTE sein können – und ein INGENIEUR kann LOCKER HOCHRECHNEN, daß KATASTROPHENSZENARIEN MIT HUNDERTTAUSEND BETROFFENEN DENKBAR sind. Die Frage dieses Artikels an ALLE ist also: Gibt es in Deutschland noch GENUG halbwegs intelligente Beobachter, die sich EINIG WERDEN KÖNNEN, WENN ES UM GEFAHR FÜR MENSCHENLEBEN geht – ODER IST HEUTE WIRKLICH FAST ALLES “scheiss egal”??

b) Die oben besprochenen KENNZAHLEN des Bau-Unternehmens Bilfinger / Berger sind KEIN ZUFALL sondern ERGEBNIS PLANVOLLEN HANDELNS, das zunächst “harmlos” INTERPRETIERT werden kann in dem Sinne, daß natürlich auch die KAPITALMÄCHTE HINTER BILFINGER, also Allianz und Dresdner Bank, sich den “internationalen Gegebenheiten” irgendwie “nicht entziehen” können, also auch eine gewisse Art von “Mitläufer” sind. Insoweit wäre es ebenso WELTFREMD zu erwarten, daß Allianz und Dredner Bank etwa aus MENSCHENLIEBE und GUTHERZIGKEIT Pleite machen sollen.

Die Fragen AN ALLE wären jedoch hier:

b.1 Erlaubt Deutschland der Allianz und der Dresdner Bank “MONETÄRE AUSPLÜNDERUNG”, also den KAPITALABFLUSS von GROSS-VERMÖGEN?

b.2 Erlaubt Deutschland der Allianz und der Dresdner Bank, ein Gross-Unternehmen (Bilfinger/Berger) PLANMÄSSIG “vor die Wand zu fahren”, ABSICHTLICH in dessen UNTERGANG und ENDE zu “führen”, natürlich NACH Sicherstellung eines netten Sümmchens “Papier-Dividende” (durch geeignete Formen von “Bilanzbetrug”)?

b.3 Kann sich Deutschland “leisten”, auf das bei Bilfinger / Berger versammelte BAUTECHNISCHE KNOW-HOW plus der APPARATIVEN TECHNOLOGIE zu verzichten? Anders gesagt: Hat – und wenn ja: WER hat -, also hat jemand in der Bundesregierung oder auf dem Level der EUROPÄISCHEN HOCHFINANZ entschieden, daß Deutschland KEINE FÄHIGKEITEN mehr benötigt für bestimmte Arten von BAU-GROSS-PROJEKTEN?

——–

Mit freundlichen Grüssen

Buike Science And Music

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About bbuike

- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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