Dreckige Milliarden der Kaffeeröster

1. Die aktuelle Berichterstattung ist voll von dem Jubel über 160,00 MILLIONEN Euro Kartellstrafe für PREISABSPRACHEN der Kaffeeräster TSCHIBO, MELITTA, DALLMAYR – die aber noch nicht rechtskräftig sind und – wie sich das in einem Rechtsstaat gehört – noch angefochten werden können, wovon TSCHIBO angeblich Gebrauch machen möchte.

2. Nur WENIGE Zeitungen wie der TAGESSPIEGEL berichteten, daß die Verbraucherschutzzentrale Hamburg ausgerechnet hat, daß die 3 Kaffeeröster TSCHIBO, MELITTA und DALLMAYR in den letzten Jahren 4,8 MILLIARDEN durch diese Preisabsprachen ZUVIEL eingenommen haben.

3. Wir rechnen jetzt selber WEITER: Tchibo, Melitta und Dallmayr sind ungefähr 50% des deutschen Kaffeemarktes. Diese haben das ALLGEMEINE BRANCHENÜBLICHE PREISNIVEAU BEEINFLUSST – und wir dürfen ZUVERSICHTLICH vermuten, daß die andere Hälfte des deutschen Kaffeemarktes ebenfalls SATT abgesahnt hat – sagen wir BLIND GESCHÄTZT 2,0 MILLIARDEN Euro. Angeblich laufen entsprechende Ermittlungen im Bereich CAPPUCCINO bereits … und sollen Mitte 2010 abgeschlossen sein.

4. Wenn jemand aber 7,00 MILLIARDEN GELD ZUVIEL hat, gerät er in VERSUCHUNG – und PROMPT hat sich TSCHIBO beispielsweise engagiert in BRANCHENFREMDEN GESCHÄFTEN wie Haftpflichtversicherungen und Abrufkrediten. Man könnte sagen, Tschibo ist schon auf dem Wege, ein FINANZINSTITUT oder eine Art BANK zu werden. Es lehrt aber die Erfahrung, daß der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll und niemand erwartet, daß jemand in einem NICHT-GELERNTEN GESCHÄFT ohne Bauchklatscher auskommen wird.

5. Sind diese Überlegungen nur halbwegs stichhaltig, brauchen wir auch gar nicht lange zu rätseln, wo diese 7,00 MILLIARDEN KAFFEGELD abgeblieben sind: DIE HAT NÄMLICH DAS SOGENANNTE INTERNATIONALE FINANZSYSTEM GESCHLUCKT – und FUTSCH sind se!

6. Das internationale Finanzsystem aber hat, wie jeder weiss, kürzlich gefährliche Kapriolen geschlagen – und wir dürfen zuversichtlich vermuten, daß die HOBBY-BANKER von TSCHIBO KAFFEE bauchgeklascht haben!

7. Ergebnis: Die Anbindung von TSCHIBO, MELITTA und DALLMAYR an das internationale Finanzsystem dürfte dazu geführt haben, daß US-amerikanische FINANZKAPITÄNE ERFOLGREICH eine MONEY-DRAIN-OPERATION GEGEN DEUTSCHLAND durchgeführt haben. MONEY-DRAIN und BRAIN-DRAIN, wenn sie nur einem EINZIGEN PLAYER zugute kommen, führen letztlich dazu, daß die – aus amerikanischer Sicht – lächerlich kleinen europäischen Länder im Großmaßstab hops genommen werden, auf Hochdeutsch: buchstäblich AUSGELUTSCHT werden. Nun, Amerikaner sind unsere Freunde und wir haben nichts gegen unsere Freunde – aber wir haben SEHR WOHL ABWEHRMETHODEN, die damit beginnen, daß KAFFEERÖSTER GEFÄLLIGST KAFFEE PRODUZIEREN – und KEINE Hobby-BANKER werden!

8. Ausblick
Die Kafferöster sind beileibe NICHT DIE EINZIGEN, die ins BANK- und FINANZ-Geschäft gegangen sind. Wir nennen folgende andere Beispiele: RAIFFEISEN war mal eine sehr segensreiche LANDWIRTSCHAFTS-GENOSSENSCHAFT bevor die RAIFFEISEN-BANK entstand, BERTELSMANN war einmal als BUCH- und MEDIEN-Konzern bekannt, unterhält aber heute ein eigenes INKASSO-Unternehmen und so fort. Aber das vielleicht grösste Problem sind die HAUSBANKEN der AUTOMOBIL-PRODUZENTEN, die sogar eine Art ABGEKOPPELTES SYSTEM darstellen mit völlig ABERWITZIGEN KONDITIONEN zum Beispiel, die im übrigen Bank-Gewerbe NICHT VORKOMMEN und dort vielleicht auch UNMÖGLICH wären. Im Falle der Landwirtschafts-Genossenschaften – zu denen noch die MOLKEREI-Genossenschaften gehören – kann man folgendes sagen: SOBALD DER WEG ZU GROSS-UNTERNEHMEN und KONZERNEN beschritten wurde, ist die DIREKTE BETRIEBS – KONTROLLE DER DIREKT BETEILIGTEN, nämlich der einzelnen Genossenschafts-Mitglieder WEGGEFALLEN. Im Falle der Kaffeeröster und von Bertelsmann beispielsweise könnte man sagen: ERFOLGREICHE UNTERNEHMEN haben irgendwann historisch einen Punkt erreicht, wo GELD-AGGLOMERATION den ursprünglichen REAL-WIRTSCHAFTLICHEN BETRIEBSZWECK SEKUNDÄR machte. Wir haben für diese HISTORISCHEN PHÄNOMENE selbstverständlich KEINE allgemeine “Lösung”, dürfen aber darauf hinweisen, daß der VERLUST DER REALWIRTSCHAFTLICHEN RÜCKKOPPELUNG DES GELDES die kürzlichen weltweiten Finanzkrisen massgeblich bestimmte. Und wir dürfen vielleicht aus einer Sendung des französischen Fernsehens zum Besten geben: Die USA sind derzeit die EINZIGE ÖKONOMIE, in der 10 % der Beschäftigen im FINANZSEKTOR fast 40% des GESAMTEN NATIONALEN ÜBERSCHUSSES “erwirtschaften” oder – besser gesagt – “einspielen” oder “zocken”. Insoweit könnte man vielleicht sagen: EUROPA ist HISTORISCH gesehen “rückständig”, jedoch mit dem OFFENKUNDIGEN VORTEIL, daß wir hier in Europa VIELE US-amerikanische BINNEN-PROBLEME, gar nicht kennen – jedenfalls bislang – noch – nicht! Bezüglich dieser ständigen “demokratischen Schulmeisterei” der USA dürfen wir vielleicht sagen: Das GENOSSENSCHAFTS-PRINZIP wäre natürlich UNGEMEIN “demokratisch” und sogar “basis-demokratisch”, nämlich KONTROLLE DURCH DIE DIREKT BETROFFENEN – und nicht durch “betriebsfremde” Aufsichtsräte oder gar internationale und völlig unübersichtliche “Finanzzentren” irgendwo … die schon längst der KONTROLLE VON NATIONAL-STAATEN entschlüpft sind und letztlich machen, WAS SE WOLLEN … Wir übertreiben hier keineswegs: Es ist historisch bekannt geworden, daß ein EINZELNER US-TYCOON, Mr. George Soros, GEGEN DIE WÄHRUNG THAILANDS SPEKULIERTE – UND GEWANN – Thailand hat sich davon immer noch nicht erholt! – und dasselbe SPIEL sogar gegen Gross-Britannien WIEDERHOLTE, wo er nur mit KNAPPER NOT ABGEWEHRT wurde! Es ist natürlich völlig klar, daß EINZELNE KLEIN-GÖTTER NICHT DIE WOHLFAHRT GANZER NATIONEN ZERSTÖREN DÜRFEN … auch wenn speziell Mr. George Soros, sich mit dem, was jetzt in Thailand FEHLT, als WOHLTÄTER UNGARNS und der Geistlichen Akademie in Moskau beispielsweise PROFILIERT …

Nun wird man freilich nicht so weit gehen können, daß man von Mr. Soros verlangt, er solle aus Gutherzigkeit auf die Wohltaten des SYSTEMS verzichten und deshalb Bankrott machen! Wir schlagen deshalb folgende Überlegung vor:

ÄHNLICH wie vorhin KÖNNTE hier das GEGENSATZPAAR DIREKT-INDIREKT weiterhelfen: Wir spüren NICHT DIREKT die LEIDEN des thailändischen Volkes, das von der INDIREKTEN Finanzoperation betroffen war, die auch nicht ALLEN Thailändern bekannt gewesen sein dürfte.
Spätestens jetzt erkennt man die GROSSE WEISHEIT des MAYA-Lehrsatzes:
ICH BIN EIN ANDERES DU! Würden ALLE die WAHRHEIT dieses Satzes DIREKT FÜHLEN und BEGREIFEN können, dann hätten die Kafferöster vor lauter EIGENEM LEID-EMPFINDEN bestimmt ANDERS gehandelt, als sie gehandelt haben, dann könnte auch NIEMAND in UNSCHULDSMINE diesen ganzen INDIREKTEN MECHANISMEN die “Schuld in die Schuhe schieben”!
Unsere Überlegung läuft also auf eine Art “buddhistische” LEID-VERMEIDUNGS-STRATEGIE hinaus – oder auf das deutsche Sprichwort: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!”, aus dem später der KANTISCHE “kategorische Imperativ” geworden ist – oder auf die LEHRE JESU CHRISTI, wo er sagt: “Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST!”
Wir halten heute in den Hochschulen derlei Sätzlein für “überflüssigen Firlefanz” und solange das so ist, wird sich das LEID aus verfehlten Finanzoperationen noch mehren, denn – rein zufällig – lehrt ja die Erfahrung sprichwörtlich, daß SCHMERZEN AUS FEHLERN das EIGENE LERNEN öfter – nicht immer – UNGEMEIN BEFLÜGELN können …

Mit freundlichen Grüssen

Buike Publishing

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- *1953 in Bremen / Germany - since decennia in Neuss / Germany - classical composer (registered since 2005) - scientific freelance writer - registered to German National Library "Deutsche Bibliothek", search "Bruno Buike", with 246 items in 2013 1996-97 - 5000 qm Rekultivierung Obstwiese mit Kleintierhaltung 2004/05 - 3 Wochen Gartenpflege in einem orthodoxen Kloster in Deutschland 2009 - 3 Wochen Katastrophenhilfe Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2011 - journey to Przemysl/Poland - and learning of basic Polish vocabulary and reading/pronounciation 2013 University of Tokyo - Conditions of war and peace - Coursera - Certificate 2013, December - after 15 years in mainly Russian-orthodox and Greek-orthodox affairs return to Roman-Catholic church 2014 National University of Singapur, Conservatory - Write like Mozart. Introduction to classical composition - Coursera Certifikate "with distinction"
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