Orthodoxy


Pantokrator

” Die Identität der Orthodoxie besteht weder in einer Doktrin noch in einem Organisationssystem, sondern in der rechten Lobpreisung des dreieinigen Gottes, die ihr Zentrum in der Eucharistiefeier, der Liturgie schlechthin, hat, durch die eine im Namen Christi versammelte Gemeinde sein Leib, Kirche wird. Der Liturgie verdanken die Kirche ihr Leben und viele orthodoxe Nationen ihr Überleben. In ihr liegt das Geheimnis der Abwehr von Unterdrückung und Not, in die orthodoxe Völker oft gerieten, wie auch im Unvermögen der Außenwelt, ihrer Peiniger,  die Lebenskraft der Liturgie zu erkennen. `Die rechte Standhaftigkeit der heiligen Kirchen Gottes ` (Großes Bittgebet) baut weder auf einem System noch auf einer Autorität noch auf einer systematisch-organisierten rationalen Katechese auf, sondern auf der Teilnahme am liturgischen Mysterium, das die Kontinuität des Glaubens durch alle Zeiten, auch schwerer Prüfungen, bewahrt hat.  “

source/ Quelle:

Kallis, Athanasios ( Herausgeber): Liturgie. Die Göttliche Liturgie der Orthodoxen Kirche. Deutsch – Griechisch – Kirchenslawisch – ; Münster: Theophano Verlag 2000, 4. Aufl., S. IX (Vorwort des Herausgebers)

ÜBER DIESE SÄTZE KANN EIN SOGENANNTER “WESTLICH-MODERNER” MENSCH LANGE, SEHR LANGE, NACHDENKEN – und SCHEITERN können an ihnen natürlich Orthodoxe ebenso wie Nicht-Orthodoxe …

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ORTHODOXE GEBETBÜCHER IN DEUTSCHER SPRACHE 

(Dank an sehr reichhaltiges download-Archiv der russ.-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Elias  in Stuttgart, auch mit Material in  vielen anderen Sprachen)

Orthodoxe Gebetbücher in deutscher Sprache entstanden in jüngerer Vergangenheit zuerst an den kaiserlich-zaristischen BOTSCHAFTEN in Berlin (Alexis von Maltzev) und Wien  (Michael Rajewsky) von ungefähr 1850 bis ungefähr 1914.

(Es ist insoweit eine GESCHICHTSLÜGE, wenn behauptet wird, das zaristische Regime habe Russland geschadet: Im GEGENTEIL, gerade unter dem letzten Zaren Nikolaus II. zeigte Russland ALLE MERKMALE einer AUFSTEIGENDEN GROSSMACHT und darunter auch ALLE MERKMALE EINER AUSSERORDENTLICHEN KULTURPFLEGE, deren QUALITÄTEN man sich heute schon fast gar nicht mehr VORSTELLEN kann, weil sie schon länger AUSGESTORBEN sind! SEHR bemerkenswert waren zum Beispiel zaristische BUCH-Produktionen und zaristische MUSIK-Print-Produktionen, welche beide hier im aufgeklärten und “gut informierten” WESTEUROPA fast TOTAL UNBEKANNT sind … und also FACH-STUDIEN SEHR LOHNEND machen oder machen würden …)

Diese Arbeiten von insbesondere Maltzev – und seinem Arbeitsstab – verwenden ein derartig niveauvolles und nuancenreiches Hochdeutsch – was kein ZUFALL ist, weil nämlich RUSSISCH zu den DIFFRENZIERTESTEN SPRACHEN EUROPAS gehört, weil es zufällig IN DIESER HINSICHT seine GRIECHISCHE VERWANDTSCHAFT nicht verleugnen kann – und zwar SEHR im Gegenteil zu den Vermutungen gewisser “interessierter” westeuropäischer Kreise über ANGEBLICHE russische BARBAREI – , was man bei Übersetzungen für PUSCHKIN und DOSTOJEWSKI sehr schnell merkt – , so daß sie im Zuge der WESTEUROPÄISCHEN KULTURVERFLACHUNG durch die heraufziehende INDUSTRIELLE MASSENKONSUM-GESELLSCHAFT sozusagen “unzumutbar wurden”, weil sie NICHT PRIMITIV GENUG für HEUTIGE Anforderungen von Seiten des amerikanisierten MARKETING sind.  Sie können aber BIS HEUTE in gleichen Atemzug mit den SPRACHSCHÖPFERISCHEN LEISTUNGEN der LUTHER-Bibel und sogar mit denen der  deutsch-jüdischen BUBER-ROSENZWEIG-BIBEL (also nur Altes Testament)  von 1925 bis ungefähr 1965  genannt werden. Und es gibt inzwischen sogar eine fast komplette UNVERÄNDERTE NEU-EDITION der Maltzev-Arbeiten, darunter sogar einen ganzen Band mit dem RITUS DER RUSSISCH-ORTHODOXEN KAISERKRÖNUNG.

Maltzev (Berlin) – Vater der deutschsprachigen Orthodoxie (und das STIMMT)

Maltzev – Die Liturgien (370 Seuten)

Maltzev – Bitte, Weihe, Dank (1300 Seiten!)

Maltzev – Menologion2

Rajewsky (Wien) – Euchologion, 1.Theil – Wien 1861

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Wie gesagt, Maltzev heute ist “irgendwie nicht mehr machbar” – und genau deshalb hat weit nach dem 2. Weltkrieg SERGIUS HEITZ auf Maltzev aufbauend eine EBENSO MEISTERLICHE MASSVOLLE MODERNISIERUNG DES HOCHDEUTSCHEN von Maltzev in einer SEHR STARK REDUZIERTEN Ausgabe in bloss 3 Bänden durchgeführt  und ungefähr 1988 publizieren können – wobei aber kein verwässerter Maltzev herausgekommen ist, sondern ein GANZ EIGENSTÄNDIGES OPUS MIT EINER EBENSO EIGENSTÄNDIGEN ERNEUTEN SPRACHSCHÖPFERISCHEN LEISTUNG auf höchstem Niveau – bei der Fachleute der Skite des in der Schweiz geborenen Vater Basilius Grolimund mitgeholfen haben. Anders gesagt: Der “statistische Durchschnitttsdeutsche” ist auch mit Sergius Heitz  bei weitem ÜBERFORDERT – von welch letzterem  mir unser russischer Priester vor einigen Jahren zwei IKONEN gab, aber GAANZ ärmliche “Nachkriegsikonen”, die aber immer noch bei mir an der Wand hängen!  Ob man selbst zu den “statistischen Durchschnittsdeutschen” zählt, kann man recht einfach TESTEN, indem man zum Beispiel überlegt, WARUM Sergius Heitz als TITEL GEWÄHLT hat “Mysterium der Anbetung” – was nämlich eigentlich schon ein DURCHREFLEKTIERTES THEOLOGISCHES PROGRAMM DARSTELLT!

Heitz – 1 – Orologion (Mysterium der Anbetung I)

Heitz – 2 – Liturgikon (Mysterium der Anbetung)

Heitz – 3 – Orologion (Mysterium der Anbetung III)

Heitz – 3 – Anhang (Mysterium der Anbetung???)

Man könnte sagen: Maltzev und Heitz sind beide eigentlich eher eine neue Literaturgattung – und ihre praktische Anwendung in Deutschland ist  – leider – SEHR BEGRENZT, weil in Deutschland in 2012 vielleicht bloss noch 1000 deutsche Native-Speakers / Muttersprachler zur Orthodoxie gehören und es folgerichtig FAST GAR KEINE Gemeinden mit überwiegend deutschsprachigem Gottesdienst gibt, was aber der Normalfall WÄRE, gäbe es eine autokephale deutsche orthodoxe Kirche – woran natürlich die WESTCHRISTEN nicht das geringste Interesse haben, deren HAUPTINTERESSE auf eine Art “Gastarbeiter-Betreuung” von (“unverständlichen”) AUSLÄNDERN zielt, die aber schon sehr viel besser ist als hitlerischer Arbeitsdienst oder ähnliche und noch tödlichere  Auswüchse der NAZI-Zeit.

Fast ist man versucht zu sagen, daß geradezu folgerichtig auch Gebetbücher entstanden, die doch eher dem “populären Verständnis” nicht gar so verschlossen sind, die aber immer noch ÜBER DEM SPRACHLICHEN NIVEAU liegen, das heutige westchristliche Gebetbücher transportieren.

Davon nenne ich hier bloss zwei, a) eines, das in Deutschland direkt nach dem 2. Weltkrieg halb-anonym  entstanden ist unter Anleitung durch einen aus dem stalinistischen Russland geflüchteten Metropoliten aus Riga oder so, und zwar unter den erbärmlichen  Zuständen in einem FLÜChTLINGSLAGER – b) ein Gebetbuch aus Österreich, das auch noch näher zur Gegenwart liegt.

Handbuch Orthodoxie (anonym), Deutsch / German – pdf zum Selbstdrucken (Querformat, auf Bildschirm mit DREHUNG und VERGRÖSSERUNG lesbar)

Handbuch Orthodoxie, Deutsch: Persönliche Gebete für Morgen und Abend

Gebetbuch, orthodox, P. Bernhard Schneider, Austria

Wie durch sogenannten “Zufall” ist zu ergänzen: Das bekannte Gebetbuch der ROCOR – Titel: “Orthodoxes Gebetbuch” -, herausgegeben vom Kloster des hl. Hiob von Pochaev (Potschajew) in München ist in einer NEU-AUFLAGE wieder zu haben.  Ja, und das ist auch ein GEBETBUCH  in einem halbwegs  verkehrsüblichen Deutsch, also weder zu hochgestochen, noch zu alltagssprachlich  – wo also gelehrte Anmerkungen MINIMIERT sind!


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Essays and books

Andia, Isabel: Der Myrrhen Duft

Berdjaev, Nikolaij: Von der Vereinigung der Christen des Ostens und des Westens, (1925!!! Ich selbst bin natürlich nicht deshalb orthodox geworden, damit ich anschliessend mit Rom “wiedervereinigt” werde! Und ich möchte denn doch STARK bezweifeln, ob Katholiken, Evangelische und sonstwer für durchschnittliche Orthodoxe CHARMANT GENUG sind!)

Brook, Sebastian: Die in der Seite Christi verborgenen Mysterien

Buike, Bruno : Forschungs-Bücherliste “Tempel”/List of references, keyword “temple”/ Sources concernant le mot clef “temple”/Lista des referencias, parola claves “templo”

Buike, Bruno: Der Vorname Diana – Erläuterungen für den orthodoxen Gymnasialunterricht- nicht fertig

Buike, Bruno Antonio: 011 Ave Maria – German text, Russian style – choir SSATTBB – experienced (soprano H, basso F) – scientific preface, English,  on sources of Ave Maria and Pod tvoju milost, other languages: Aramaic, Greek, Churchslavonic, Latin – 4:07 – free listening in youtube, channel BuikPublish

Buike, Bruno : Dokumentation “Jakobusliturgien”  German, English

Buike, Bruno: Kurzinfo zur sogenannten “geometrischen Struktur” der sogenannten Trinitas-/Dreifaltigkeitsikone von Andrej Rublev, Oktober 2004

Bunge, Gabriel: Mysterium Sanctae Trinitatis. Betrachtungen über die Ikone “Abrahams Gastmahl” des russischen Malermönches und Heiligen Andrej Rublev – the author in 2010 was granted entrance into orthodoxy by Metropolite Hilarion Alfejev

Easter Tropar – Tropar Paschalni - sheetmusic pdf – English, French, German, Greek, Hungarian, Latin, Polish, Romanian, Russian – 11 versions, choir SATB, ed. et arr. Bruno Antonio Buike — free audio in youtube, channel  BuikPublish

Engel, orthodox – und Engelgebete, ed. B.A.Buike


synaxe angels

Evdokimov, Paul: Rublev’s Icon of the Holy Triniy — ENGLISH/GERMAN (transl. by B.Buike)

rublev - trinity icon

Hvidt, Niels-Christian (röm.-kath.): Das Wunder des “Heiligen Feuers” in der Grabeskirche/Jerusalem — GERMAN / ENGLISH

Johannes von Kronstadt: Apokalyptische Vision des Antichristen, 1901, German

Makariopol, Nikolaj von, Bischof: Der kosmische und eschatologische Aspekt der Heiligen Eucharistie

Mensbrugge, Erzbischof Alexis, van der: Die Theologien des Eucharistischen Opfers im Lichte der Heiligen Schrift und der alten Väter, 22 pages DIN A4 — very important if you need ARGUMENTS for REASONING, but VERY unimportant if God interferes otherwise to gift you with orthodox christian faith – SEHR WICHTIG, wenn man ARGUMENTE FÜR Orthodoxy braucht, aber SEHR UNWICHTIG, wenn GOTT dazwischenfunkt, damit jemand orthodox wird

Moosdorf, Dorothee: Das mystische Licht in der Nächstenliebe. Symeon der “Neue Theologe”, ein Mystiker der byzantinischen Kirche

Philokalia – complete text, 1246 pages, ENGLISH

Presseamt Erzbistum Köln: Praktische Oekumene – Irrungen und Wirrungen -  Was passiert, wenn MENSCHEN etwas “in die Hand” nehmen

Schröder, Giesela-Anastasia: Prinzessin Elisabeth von Hessen und bei Rhein (Neo-Märtyrerin Elizabeta Feodorovna)

Tamcke, Martin: Bibliographie zum hl. Seraphim von Sarov (improved and enlarged by B.Buike) – published in online BBKL encyclopedia

Yanakiev, Kalin, Sofia: “In Deinem Licht schauen wir das Licht”. Zur Theologie des Gotteshauses in der Orthodoxie — this may be read in addition,contrast and correlation to explanation of Pharaonic Egyptian temple and liturgy

Our Lady of Czestochow - Poland

Our Lady of Jasna Gora - Poland

Our Lady of Jasna Gora - Poland

Maryu - Krolowo Polski

Als ich 2011 in Polen war, sagte ein orthodoxer Pole: “Die Tschenstochowa ist BYZANTINISCH, also ORTHODOX, und wir hätten sie gerne zurück!” Geht natürlich nicht, aber man kommt etwas ins UNGEWOHNTE, wenn man versuchsweise die THESE bedenkt, daß die “URSPRÜNGLICHE” Religion POLENS, UNGARNS, der TSCHECHOSLOWAKEI einmal ORTHODOX war – und NICHT römisch-katholisch. — Es gehört vielleicht nicht ganz hierher, aber wir erinnern uns an dieser Stelle an den GALLIKANISMUS, an eine merowinigische Prinzessin, die  heilige Odilia vom Odilienberg in den Vogesen,  und auch an den sogenannten MOZARABISCHEN Ritus in SPANIEN, die ALLE dem NIVELLIERENDEN EINFLUSS der RÖMISCHEN ZENTRALMACHT zum Opfer fielen und heute schon LANGE verschwunden sind. — Es gehört ebenfalls nicht ganz hierher, aber das POLNISCHE orthodoxe NATIONAL-HEILIGTUM am Mt. GRABARKA, wo jedes Jahr eine RIESIGE WALLFAHRT stattfindet, mußte kürzlich komplett NEU AUFGEBAUT werden, weil es nämlich NACH dem UMBRUCH von 1990 “rätselhafterweise abgebrannt” war. (Aber immerhin gab es versöhnlichere Töne Richtung Orthodoxie anlässlich der Beerdigung des Präsidenten Kaszcinski in der Marienkirche auf dem WAVEL in Krakau, jedenfalls von den “aufgeklärt-gebildeten”  KIRCHEN-LEITUNGEN …) — Es besteht aber auf Seiten der Orthodoxie wenig Anlass zum Naserümpfen, denn a) HANDGREIFLICH BALGENDE Bischöfe gab es in letzter Zeit gleich zweimal, einmal in MOSKAU und dann in Jerusalem und b) kursieren keineswegs völlig unberechtigte “Gerüchte” über sogenannte “freimaurerische Unterwanderung / Infiltration” der Orthodoxie (z.B. bezüglich des PHANAR, dann bezüglich Serbiens und Griechenlands – und wer-weiss-sonst-wo …) Man kann also auch allerlei GEGEN das WELTLICHE Erscheinungsbild der Orthodoxie vorbringen – unsere Aufzählung hier ist keineswegs vollständig! -, TROTZDEM aber  bezweifeln wir natürlich SEHR STARK, ob AMERIKANISCH-EVANGELIKALE MISSIONIERUNG in RUSSLAND oder eine AUSDEHNUNG der katholischen Kirche in Russland mit Hilfe POLNISCHEN PERSONALS wirklich eine “gute Idee” ist … was sich aber wahrscheinlich dadurch VON SELBST erledigen dürfte, daß es vor allem eine SEHR ERFOLGLOSE Idee ist.

Buike Science And Music

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